Dramatik, Komik, Rauferei und Liebe

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Erst nach dem Einsammeln von wilden Blessuren finden die Burschen zu ihren widerspenstigen Madln. Wilde Intrigen der Haberer sind daran nicht unschuldig.

Kiefersfelden - Einen echten Publikumserfolg landete die Heimatbühne Kiefersfelden bei der Premiere des Theaterstücks „Die Widerspenstigen“ von Ludwig Anzengruber.

"Der große Applaus war ein schöner Lohn für ein halbes Jahr intensive Arbeit," freute sich Vorstand Monika Keiler. Stolz darf auch das Regie-Team Conny Schrott und Christa Rauscher sein. Ihnen gelang zum 60. Vereinsjubiläum eine Theaterleistung, die für die nächsten Aufführungen ein volles Haus erwarten lässt. Überraschend ist der Erfolg nicht, bietet das diesjährige Volksstück doch eine reiche Kost an Dramatik, Komik, Rauferei und Liebe.


Von Anfang an ging es beim Geschlechterkampf der "Widerspenstigen" und deren Freier heiß her. So verpasste die stolze Ev dem starken Pankraz eine schallende Ohrfeige, dass sich das staunende Publikum anschließend fragte, "war die Watschn echt?" Dass die trutzige Liesel und der Wegmacher Martin, die Wirtshanni und der Forstadjunkt beim Zusammenfinden so manche Blessuren davon tragen, ist für den Aegidi (Lois Hüttl) nicht überraschend: "Jeder Topf findet seinen Deckel - und scheppert damit."

Als Ergebnis finsterer Intrigen geht es bei den Habererszenen lautstark zur Sache. Die Zuschauer sehen sie schon am Höhepunkt der Dramatik, werden aber von der wilden Wirtshausschlägerei eines Besseren belehrt. So manchen (echten?) blauen Fleck nehmen die heiratswütigen Burschen in Kauf, aber auch viele zerbrochene Krüge und Teller. Der Wirt sieht es pragmatisch: "Dann nehmen wir das als Polterabend." Dass am Ende alle ihr Herzblatt finden, versteht sich. Schließlich ist alles Theater...


Die weiteren Aufführungen finden morgen, Mittwoch, Sonntag, 2., Mittwoch, 5. und Freitag, 7. Januar, jeweils um 19.30 Uhr in der Schulturnhalle Kiefersfelden statt. Kartenvorverkauf: Tabak-Land Zaglacher, Telefon     0 80 33/30 27 22    ).

roc/Oberbyerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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