Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mahnwache für den Frieden

Wasserburg zeigt Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine wollen am Samstag, 26. Februar, die Wasserburger zeigen.
+
Solidarität mit den Menschen in der Ukraine wollen am Samstag, 26. Februar, die Wasserburger zeigen.

Wasserburg zeigt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine: Samstag, 26. Februar, lädt das Bündnis „wasserburg.bunt“ zu einer Mahnwache ein. Sie findet von 12 bis 13 Uhr in der Frauengasse statt. Die Kirchen setzen auf Gebete und Gespräche, vor allem mit der Jugend. Sie kennt keinen Krieg.

Wasserburg –Mit dem Angriff Putins auf die Ukraine herrsche Krieg in Europa. Russland habe mit den elementarsten Regeln der internationalen Ordnung gebrochen, so das Bündnis in einer Pressemitteilung. „Wir fühlen uns hilflos und haben Angst, weil niemand weiß, wie dieser Angriff das Leben in Europa und damit auch unser Leben beeinflusst. Besonders aber fühlen wir mit den unschuldigen Menschen in der Ukraine. Ihnen gilt unsere größte Sorge und wir sind in Gedanken bei ihnen“, betont „wasserburg.bunt“.

Gefühle der Ohnmacht

„Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen, um zu zeigen, dass die Menschen in der Ukraine nicht alleine stehen“, erklären Steffi König und Christian Peiker vom Sprecher- und Sprecherinnen-Team des Bündnisses. Sie bitten darum, bei der Mahnwache am Samstag, die Maskenpflicht und geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Natürlich ist den Organisatoren der Mahnwache klar, dass „Putin nicht aufhört, Krieg zu führen, nur weil wir in Wasserburg auf die Straße gehen“, räumt Steffi König ein. Doch der Vereinigung „wasserburg.bunt“ sei es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Außerdem sei auch die Besorgnis in Wasserburg groß: Es gebe Bürgerinnen und Bürger mit Verwandten und Freunden in der Ukraine. Bei älteren Menschen, die noch im Krieg geboren sind, kämen die Erinnerungen wieder hoch. Viele hätten sei Bekanntwerden des Einmarsches schlaflose Nächte verbracht.

Angesichts der Bilder aus der Ukraine von Menschen, die in U-Bahn-Stationen Zuflucht suchen, „ fühlen wir uns ohnmächtig. Da können wir nicht einfach mit der Chipstüte auf dem Sofa sitzen bleiben und zur Tagesordnung übergehen“, findet König. Gefühle zu äußern, Debatten zu führen und sich mit anderen besorgten Bürgerinnen und Bürgern auszutauschen: Auch dazu diene die Mahnwache. „Dieser Krieg berührt uns alle. Wir haben viele Fragen, müssen das Geschehene einordnen. Das geht am besten gemeinsam“, ist die Sprecherin von „wasserburg.bunt“ überzeugt.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Dass großer Gesprächsbedarf besteht, bestätigen auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Wasserburg. Stadtpfarrer Bruno Bibinge r hat nach eigenen Angaben bei Krankenbesuchen festgestellt, dass viele Seniorinnen und Senioren vor den Fernsehern sitzen und die Nachrichten gespannt-besorgt verfolgen. Erinnerungen an die Kuba-Krise und den Irakkrieg würden wieder hochkommen, so Bibinger. Die Sorgen seien groß, vor allem bei Menschen, die den Zweiten Weltkrieg oder die schlimme Nachkriegszeit mit den zerbombten Städten und der großen Not erlebt hätten. Auch bei den Firmlingen ist laut Bibinger die Verunsicherung groß. Denn die jungen Leute seien in ihrem Leben noch nie mit einem so nahen Krieg konfrontiert worden. „Kommt der auch zu uns?“ Das sei beim Firmlingtreffen am Donnerstag die Hauptfrage gewesen.

In den Messen und im Gottesdienst am Sonntag wird Bibinger den Krieg thematisieren, außerdem finden Gebete und Bittmessen für den Frieden statt.

Kirchen laden zum Friedensgebet

„Als christliche Gemeinde können wir derzeit nur eins tun: beten“, sagt auch Pfarrerin Cordula Zellfelder von der Christuskirche. Die Fürbitten in den Gottesdiensten seien jetzt der richtige Platz dafür. Die Stimmung in der evangelischen Gemeinde schwanke zwischen großer Besorgnis und „Furcht vor dem, was daraus noch werden kann“. Zellfeder sieht vor allem die Jugend emotional belastet. Viele Kinder und Jugendliche seien sei zum ersten Mal in ihrem Leben mit dem Thema Krieg konfrontiert – einem Krieg, der nicht weit entfernt von Wasserburg stattfinde und dessen Bilder und Nachrichten extrem viele beunruhigen würden.

Kommentare