Nach Burghauholz nun Eschenfällung an der Salzburger Straße 

Für Baumkletterer Willi Ziegler geht das "Tagesgeschäft" weiter

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Für Baumkletterer Willi Ziegler geht es Anfang März wieder in die Höhe. 
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Wasserburg - Bald schon zieht es Baumkletterer Willi Ziegler wieder in schwindelerregende Höhe. Die Fällarbeiten im Burgauholz neigen sich dem Ende zu - doch der nächste Problemfall ist schon in Sicht, wie der Baumkletterer erläutert: 

Dass es den Eschen im Stadtgebiet wegen des Eschentriebsterbens nicht gut geht, ist nichts Neues. Nun aber müssen weitere Bäume gefällt werden. Die Situation in der Salzburger Straße am Gymnasium ist in den Augen des zuständigen Staatlichen Bauamts Rosenheim nicht mehr länger tragbar. Es besteht Handlungsbedarf. 

Der Fußweg zur Wuhr ist bereits wegen ersten umgestützten kranken Eschen gesperrt. Gerade im Wuhrthal wüten seit Jahren schon "Hallimasch" und "Falsches Weißes Stengelbecherchen", die den Eschen stark zusetzen. 

Die Kronen geben ein erbärmliches Bild ab, wirken ausgedörrt, die Rinde am Stamm blättert ab, die Wurzeln faulen und vermodern - und plötzlich fallen die betroffenen Bäume um.Und aus dem Nichts umstürzende Bäume können für die Allgemeinheit schnell zur tödlichen Gefahr werden, wie Revierförster Ludwig Krug, der auch hier für die städtischen Flächen eingebunden ist, im Rahmen der Fällungen im Burgauholz erst vor Kurzem erläuterte. 

Restarbeiten nach den Fällungen werden aktuell in der Köbingerbergstraße vorgenommen.

Von der Köbingerbergstraße in die Salzburger Straße 

Jetzt hat für die Baumreihe an der Salzburger Straße bald das letzte Stündlein geschlagen. Die Situation dort erinnert an die in der Köbingerbergstraße, wo die jüngste und wohl eine der spektakulärsten Fällaktionen in diesen Tagen zu Ende geht. Laut Robert Mayerhofer vom Bauamt Wasserburg würden bis Ende der Woche die Restarbeiten erledigt werden, weshalb der Köbingerberg noch gesperrt sei für Autofahrer. 

Bis zu 50 Bäume, so schätzt er, habe Baumkletterer Willi Ziegler im Burgauholz entfernt. "Schade, dass es so viele sein mussten. Jetzt sieht es licht aus an der Schanz, aber wenn der Frühling kommt, gibt es gleich ein anderes Bild. Der Jungbestand wurde nicht beschädigt und kann weiterwachsen", weiß Ziegler.

Noch ist die Köbingerbergstraße gesperrt. Der Kran und die Arbeiter werden sich Anfang März in der Salzburger Straße einfinden. 

Nun heißt die nächste Station Salzburger Straße. Das Prozedere ist das Gleiche: "Wie in der Burgau unterstützt wieder der Kran, von dem aus ich die kranken Äste peu à peu entferne. Freilich pflege ich die Bäume lieber als dass ich sie stutze - aber das ist nun mal unser Tagesgeschäft - und es geht auch um die Sicherheit", erklärt er im Gespräch mit wasserburg24.de. 

Ziegler wird sich wieder von den Kronen der Eschen zu Boden abseilen und dafür sorgen, dass die Stämme aus dem Steilhang gehoben und zu einem Verarbeitungsplatz geflogen werden. Wie viele Eschen am Luitpold-Gymnasium weichen müssen, wird sich im Laufe der Arbeiten zeigen - angezeichnet seien laut Ziegler um die 40 Bäume.  

Arbeiten ab 4. März 

Forstamt, Stadt und Staatliches Bauamt setzen wie im Burgauholz auf die Naturverjüngung, es wird davon ausgegangen, dass sich neue junge Bäume automatisch das Terrain erobern - Nachpflanzungen sind dann nicht notwendig. Wie im Burgauholz sollen, wenn möglich, Baumstümpfe mit Höhlen für Insekten und Vögel stehen bleiben.

Am Montag, 4. März, in den Faschingsferien, geht es los mit der zweiten großen Fällaktion im Jahr 2019 - für etwa drei Tage. Über die Umleitungen während der Sperrungen wird noch genauer informiert. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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