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Medienbericht: Entscheidung über Seehofers Zukunft gefallen

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Jahreshauptversammlung des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes

Wasserburg wandelt sich in "größten Adventskalender der Region"

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Auch wenn es auf diesem Bild anders wirkt: Der Christkindlmarkt ist das "Sorgenkind" des Wasserburger WFV. Mit einigen Neuerungen soll sich das ändern. 
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Wasserburg - Frühlingsfest, Christkindlmarkt, musikalischer Samstag - alles fest etablierte Veranstaltungen, die ohne den Wirtschafts-Förderungsverband nicht stattfinden würden. Bei der Jahreshauptversammlung vermeldete der Vorstand insgesamt ein positives Fazit - und doch ist nicht alles Eitel Sonnenschein. 

Die gute Nachricht vorweg: Die Mitgliederzahl des Wasserburger WFV ist um genau 10 Prozent auf 196 gestiegen. Das vermeldete Klaus Rottenwalter, der "Mitgliedspfleger des WFV", wie ihn der erste Vorsitzende, Moritz Hasselt, grinsend betitelte. "Bald knacken wir die 200-Marke", freute sich Rottenwalter. "Je mehr wir sind, desto größer wird der Einfluss in der Stadt." 

Herausragende WFV-Erfolge waren heuer laut Rottenwalter 2017 die Einführung des Services "Nettes WC" und die nachhaltigen "Recup"-Kaffee-Becher, die dem Plastikbecher Einhalt gebieten sollen. Auch die Osteraktion mit den 5.000 Quietscheentchen kam bei den Wasserburgern gut an. 

Hasselt zum Frühlingsfest: "Verdient wird hier nur mit Bier" 

Das Frühlingsfest 2017 verlief laut Hasselt "sehr erfolgreich". Neuerungen wie die Rettungswache oder die erweiterten Buslinien seien von den Besuchern positiv angenommen worden. Hasselt musste sich jedoch eingestehen, dass das Fest bei weitem nicht mehr so viel abwerfe, wie in den vergangenen Jahren. "Die rosigen Zeiten, in denen wir bis zu 60.000 Euro mit dem Frühlingsfest einnahmen, haben sich definitiv verabschiedet. Verdient wird hier nur mit Bier." 

Hasselt zeigte sich kämpferisch: "Die Bamberger Sandkerwa ist das beste Beispiel dafür, wie schnell ein Volksfest am Ende sein kann. Wir aber werden weitermachen mit neuem Konzept und kreativen Ideen. Die hohen Besucherzahlen ermutigen uns immer wieder aufs Neue." 

Christkindlmarkt bleibt "Sorgenkind"

Vom Frühlingsfest schwenkte Hasselt zur Weihnachtsbeleuchtung und zum Christkindlmarkt. Der soll größer werden: Der neue Plan sei die Erweiterung des Christkindlmarktes am Rathaus vorbei zur Salzsenderzeile. Fünf weitere Lichterketten, die aber noch genehmigt werden müssten, sollen mit neuen Hütten die Lücke vom Marienplatz zur Hofstatt schließen. 

Trotz aller Euphorie für Veränderung, die fetten Jahre sind vorbei. "Ich würde mich gerne hinstellen und mit den Hosenträgern schnalzen", betonte Christian Huber, zweiter WFV-Vorstand und Leiter des Christkindlmarkts. "Der Christkindlmarkt ist und bleibt unser Sorgenkind. In drei bis fünf Monaten ehrenamtlicher Arbeit erwirtschaften wir eine Summe X, um sie für den Markt wieder zu verbrennen. Das frustriert auf Dauer schon." Das Problm sei, dass lediglich die Gastronomie Geld einbringe: "Glühwein und Bratwurstsemmeln ziehen bei den Leuten, da kann kein Standbesitzer mithalten", erklärte Huber das große kulinarische Angebot, das sich wieder durch die Altstadt ziehen werde.

Und auch die Konkurrenz schläft nicht. "Jedes kleine Dorf macht seinen Christkindlmarkt. Haag beispielsweise hat uns schon beim Volksfest gezeigt, wie stark die Marktgemeinde konkurrieren kann." 

Esel und Schafe bleiben heuer fern. Die lebende Krippe wird es zum ersten Mal nicht mehr geben auf dem Wasserburger Christkindlmarkt. 

Die lebende Krippe ist Geschichte

Ungeachtet aller Negativ-Aspekte unterstrich Huber, dass der WFV "voll und ganz" hinter dem Christkindlmarkt stehe und verkündete einige Änderungen. Dazu gehört die Belebung der Salzsenderzeile mit fünf neuen Hütten wohingegen die Herrengasse heuer erstmals außen vor bleibt. "Damit schließen wir die Sichtachse vom Marienplatz über unser 'Christkindl-Karussel" bis hin zum Basarzelt in der Hofstatt", erklärte der zweite Vorstand. Die lebende Krippe wird es heuer aus personellen Gründen zum ersten Mal nicht mehr geben, worüber Huber nicht ganz unglücklich ist. "Auch wenn Schafe und  Esel bei Kindern und Eltern beliebt waren, die Tierschützer-Seite sah das ganz anders." 

Dafür soll "Allzweckwaffe Dorle Irlbeck" wieder frischen Wind in den Markt bringen. "Wir planen den größten Adventskalender in der Region", erläuterte Huber. "Hauseingänge, Garagen, Werkstätten und Innenhöfe - Dorle hat es geschafft, 24 Orte in der Altstadt zu finden, die bereit sind, eine Überraschung hinter ihren Türen zu offenbaren." 

Wasserburg-Gutscheine vermelden Rekord

Ein fester Bestandteil im WFV-Jahr sind die musikalischen Samstage, die die Leute "aus einem großen Einzugsgebiet der umliegenden Landkreise gezielt nach Wasserburg locken", wie Christine Deliano mitteilte. Von 32 Veranstaltung sei nur eine aufgrund schlechten Wetters ausgefallen

Eine Rekordzahl konnte Schatzmeisterin Katharina Hagl vermelden: Der Gesamt-Verkauf der Wasserburg-Gutscheine liegt bei 1.014.000 Euro. "Eine erfreuliche und wichtige Entwicklung für die Stadt, dass die Gutscheine hier ausgegeben werden und das Internet uns nicht den Rang abläuft", sagte Hagl. 

Der Vorstand des WFV von links: Moritz Hasselt, Sindy Limmer, Oliver Winter, Sibylle Schuhmacher, Christine Deliano, Markus Ruepp, Klaus Rottenwalter, Sindy Limmer, Christian Huber. 

Zum Schluss der Versammlung standen, wie im zweijährigen Turnus üblich, Neuwahlen an. Der alte Vorstand bleibt 1:1 der neue. Mit 26 Stimmen wurde Moritz Hasselt als erster Vorstand bestätigt, Christian Huber als zweiter Vorstand und Katharina Hagl als Schatzmeisterin bekamen je 25 Stimmen. Beisitzer sind nach wie vor Christine Deliano, Markus Ruepp, Oliver Winter, Sibylle Schuhmacher, Klaus Rottenwalter und Sindy Limmer. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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