Nach Räumung des After-Zug-Zeltes "Am Gries" im Fasching 2018

Um Eskalation zu verhindern: Ganzer Parkplatz nun für feiernde Narren 

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Die Narren des Gaudiwurms durch die Altstadt Wasserburg sollen auch 2020 wieder auf dem Parkplatz "Am Gries" feiern können. 
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Wasserburg - Die närrische Zeit steht vor der Tür und mit ihr frühzeitige Anmeldungen für Events in der Stadt. Konkret ging es um die Frage, ob der Parkplatz "Am Gries" nach der diesjährigen Beinahe-Eskalation nach dem Gaudiwurm in der Altstadt erneut für ein Partyzelt zur Verfügung gestellt wird. 

Der Wasserburger Haupt- und Finanzausschuss hatte in seiner Sitzung am 6. Dezember über einen Antrag der "Lederer-Gmoa", vertreten von Robert Stegmaier, auf Überlassung des Parkplatzes "Am Gries" für die Aufstellung eines Partyzeltes für Faschingsveranstaltungen im Zeitraum vom 19. bis 24. Februar zu entscheiden. 

Räumung des Zelts 2018 wegen Überfüllung 

Es gehe laut Bürgermeister Michael Kölbl um die After-Zug-Party im Jahr 2020. Im Februar diesen Jahres ist genau diese nach dem Faschingszug durch die Altstadt eskaliert und musste von der Polizei wegen Überfüllung frühzeitig geräumt werden. 

Kölbl dazu: "Genau die Probleme wollen wir nicht noch einmal bekommen. Nach intensiven Gesprächen mit Polizei und Veranstalter wissen wir nun auch, wo der Hund begraben lag: Nämlich, dass sich die Toiletten sich außerhalb des Partygeländes befanden." 

"Es waren ganz einfach zu viele Leute in dem Zelt", bestätigte damals auch Polizeihauptkommissar Richard Gottwald gegenüber wasserburg24.de. "Die Situation drohte zu eskalieren und wir wollten ein Chaos verhindern." Nach der Räumung am frühen Festabend hatte der Bürgermeister im Gespräch mit der Redaktion "Konsequenzen" angekündigt. 

Größere Fläche und Toiletten innerhalb des Partyareals

Abblasen wolle man die Veranstaltung aber auf keinen Fall. "Wir können froh sein, dass die 'Lederer-Gmoa' die Organisation auf sich nimmt und es das Event in der Altstadt gibt. Das ist für uns ein deutliches Signal an uns, die Veranstalter zu unterstützen", betonte Kölbl. "Weil der Platz heuer aber zu klein war für so viele feiernde Narren, mussten wir handeln."

Deshalb sieht die Verwaltung die Notwendigkeit, der "Lederer-Gmoa" den gesamten Parkplatz "Am Gries" für sechs Tage - von "Unsinnigen Donnerstag" bis Faschingsdienstag - zur Verfügung zu stellen. Bisher wurde seitens der Stadt lediglich eine Teilfläche des Parkplatzes ausgewiesen. Die Toilettenanlagen können dann innerhalb des Areals platziert werden und müssen nicht wie dieses Jahr außerhalb stehen - was letztlich zu Komplikationen im Begegnungsverkehr der zahlreichen Besucher und schließlich aus Sicherheitsgründen zu einem frühzeitigen Ende der Party durch die Polizei geführt hatte. 

"In den vergangenen Jahren war der Parkplatz in der Faschingssaison eh nur bedingt besetzt, da die Leute wissen, dass hier alle zwei Jahre Fasching gefeiert wird", unterstrich Kölbl den Beschlussvorschlag, der am Ende positiv angenommen wurde von den Ausschussmitgliedern.

Der Faschingszug wechselt seit Jahren schon traditionell im zweijährigen Turnus den Veranstaltungsort. 2018 schlängelte sich der Zug des Gaudiwurms quer durch die Wasserburger Altstadt, im nächsten Jahr geht er im Rahmen des Gmoafaschings am Faschingssonntag, 3. März 2019, in Edling über die Bühne. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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