Bürgerversammlung zum ISEK-Konzpet - Thema Städtebau 

Im Überblick: So entwickelt sich Wasserburg städtebaulich

Viele Plätze könnten in Zukunft aufgewertet werden in Wasserburg - ginge es nach dem ISEK-Konzept der Städteplaner.
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Viele Plätze könnten in Zukunft aufgewertet werden in Wasserburg - ginge es nach dem ISEK-Konzept der Städteplaner.

Wasserburg - Zwölf Sitzungen der Lenkungsgruppe, 13 Expertengespräche, sechs Stadtratssitzungen zu ISEK und vier Bürgerversammlungen - Das Konzept zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept - kurz ISEK - steht. Die Planer stellten am Donnerstagabend die Details zur städtebaulichen Entwicklung vor. 

Es ging um den letzten Feinschliff: Neben Verkehrsexperte Robert Ulzhöfer, der die Verbesserungsvorschläge in punkto Verkehrsaufkommen in der Innstadt vorstellte, berichteteten auch die beiden Städteplaner Dr. Robert Leiner und Michael Leidl darüber, wie sich Wasserburg in Zukunft entwickeln könnte. 


Gemeinsam mit Städteplaner Michael Leidl (Zweiter von links) diskutierten die Besucher im Anschluss an den Vortrag im Foyer des Rathauses.
  • Sanierung Stadtmuseum
  • Nachnutzung RoMed-Areal und Neuordnung 
  • Initiative Stadtgrün als kleiner Baustein für Erleben
  • Errichten von Treffpunkten in der Stadt für Jung und Alt durch Bänke und gemeinsame Plätze wie "Best-Ager-Treffs". 
  • Entwicklung am Gelände der ehemaligen Essigfabrik
  • Folgenutzung Gabersee-Areal
  • Fußgängersteg zur Kapuzinerinsel
  • Leitsystem und Beschilderungskonzept
  • Lichtkonzept im öffentlichen Raum
  • Auslagerung und Nachfolgenutzung von Gewerbe
  • Initiative Wohnumfeldverbesserung/Verdichtungsmöglichkeiten/Wirtschaftlichkeit
  • Entwicklung der Landschaft rund um die B304 
  • E-Mobilität 
  • Gestaltungswettbewerb Neubau Feuerwehrhaus 
  • Initiative Nachverdichtung/Bestandsquartiere
  • Aufwertung des Wegs von Gries an Marienplatz
  • Wohnen Im Hag durch Verlegung des Feuerwehrhauses
  • Fußwegeverbindung vom Schiffsmühlenweg zum Innufer verbesserungswürdig
  • Aufwertung der Orsteingänge im Osten und Süden
  • Fassadenprogramm als Anreiz für Hauseigentümer
  • Stadtmauer las Exponat 
  • Aufwertung der längsten Fußwegverbindung vom Theater zur Altstadt
  • Sportflächenentwicklungskonzept
  • Rahmenplan Gestaltung Ortsmitte Reitmehring
  • Stadtmobiliar
  • Wasser in der Stadt erlebbar machen
  • Gestaltung der Infrastruktur
  • Informationssystem Baukultur
  • Sanierung von Herrengasse, Palmanoanlage, Kaspar-Aiblinger-Platz, Max-Emanuel-Platz, Burgumfeld, Straßenzug Im Hag, Salzburger Straße/Gimpelberg, Weberzipfel, Färbergasse, Sedlmaiergasse
  • Nutzungskonzept Salzstadel, wenn die Polizei in die Burgau umzieht
  • Neuordnung an der Rampe: Schaffung eines Übergangs zur angrenzenden Bebauung und Überlegungen der Gestaltung der Freiflächen mit Parkmöglichkeit
  • Umsetzung der Idee Restaurantschiff auf dem Inn 
  • Feinuntersuchung Bauhof: Mögliche Verlagerung aus der Altstadt
  • Aufwertung des Areals rund um den ehemaligen Bahnhofsplatz 
  • Ausweitung des Siedlungskörpers am Köbingerberg
  • Städtebauliche Prüfung des Postareals
  • Aufwertung der Schaumühle am Mühlbachkanal für Touristen
  • Erweiterung des Parkhauses an der Überfuhrstraße
  • Aufwertung des Inns durch kleine Projekte wie Inntreppe, Innsteg

Sitzgelegenheiten am Inn könnten schnelle und kostengünstige Umsetzungen zur Aufwertung der Stadt sein. 

Über diesen Details positioniert sich die Stadt als historische Altstadt und Kulturstadt, als offene Bürgergesellschaft und Zentrum wie Treffpunkt in der Region sowie als Sport- und Wirtschafsstandort. Mit diesen Worten begann Leiner seinen Einstieg. Essentiell für die Umsetzung der Ideen sei ein Kultur-Altstadt-Management, denn die Stadtverwaltung könne die Aufgabe der Koordinierung nicht übernehmen. 

17 Bausteine habe er in den vergangenen Jahren herausgearbeitet, die er den rund 100 Wasserburgern im historischen Rathaussaal bei der vierten und letzten Bürgerversammlung am 27. November nähen bringen wollte:  

  1. Positionierung der Altstadt: Wichtig sei hier der Flair als Markenkern. Als aktuelles Beispiel nannte Leiner den Christkindlmarkt: "Die Besucher müssen danach vollends begeistert sein von dem tollen Altstadt-Weihnachtsmarkt - bei solchen Veranstaltungen müssen wir ins Schwarze treffen." 
  2. Altstadtmanagment: Eine Gruppe von unterschiedlicher Akteure soll das Gesamtprodukt Altstadt koordinieren.
  3. Kultur-Standortkonzept und ...
  4. ... Kulturmanagment: Diese beiden Punkte fasste der Planer zu einem zusammen. Wichtig hierbei: Eine stärkere Vernetzung, passende Räumlichkeiten für Events, ein buntes Veranstaltungsangebot
  5. Gebäude-Fächenmanagement: Leerstehende Verkaufsflächen oder Läden sollen gezielt genutzt werden. Hier spiele das Bündeln von Angebot und Nachfrage eine entscheidende Rolle. 
  6. Digitaler Einkaufsstandort Altstadt: Wichtig sei für Wasserburg, den Sprung auf den Zug "Digitalisierung" zu schaffen. Denn digitale Angebote wie Online-Shops verändern das Einkaufsverhalten der Verbraucher. Eine Variante für Leiner: Eine gemeinsame Online-Plattform für die Einzelhänder zu schaffen. 
  7. Besucherlenkung: Hier stünden zielführende Wege im Fokus. Beschilderungen, Parkleitsystem oder Aufwertungen der Aussichtsplattform sowie eine mögliche Verknüpfung des Touristenmagnets "Zur Aussicht" mit Blick auf die Innschleife als Rundgang für touristische Aufenthaltsorte. 
  8. Produktentwicklung Tagestourismus: Unterschiedliche Zielgruppen besuchen die Stadt. Ziel sei es, herauszufinden, wo man Themen geschickt platziert und die Einzigartigkeit Wasserburgs in den Mittelpunkt rückt - getreu dem Motto "erlebnisorientiertes Angebot". 
  9. Schauplätze: Diese gebe es zuhauf in der Innstadt. Eine Aufwertung mit Tafeln, historischer Geschichte, Beschilderungen oder einem individuellen Stadtrundgang zu Historie und alten Gebäuden wären nur einige Möglichkeiten, die Schauplätze in den Fokus zu rücken. Als Beispiel nannte Leiner die milchverarbeitenden Firmen in Wasserburg - hier könnte man deren Geschichte aufzeigen. 
  10. Informationsmaterial: Die große Frage "Was stellen wir nach außen dar?" 
  11. Kooperative Standortentwicklung: Hier gehe es um die Stadtentwicklung aus wirtschaftlicher Sicht und die mögliche Verbindung von Wohnen und Leben mit dem Arbeitsumfeld. 
  12. Bürgerportal: Austausch, Beteiligung und Miteinbringen von Bürgermeinungen seien wichtig. 
  13. Informations-Portal Altstadt: Hier spiele die Darstellung der Stadtgeschichte eine Rolle. Außerdem sei es wichtig zu klären, inwiefern Wasserburg Einkaufs- und Touristenstadt darstelle. 
  14. Altstadtmarketing: Was bietet Wasserburg tagsüber und was nachts? 
  15. Standortentwicklung: Wie sehen die Karrierechancen aus? 
  16. Kooperatives Wohnprojekt: Ein Gremium als Strategiegruppe für die Positionierung nach außen.
  17. Aktionsplan Wohnen: Wie können neue Wohnmodelle unter Einhaltung des bezahlbaren Wohnens realisiert werden? 
Der Standort "Zur Aussicht" auf Wasserburg ist für viele Touristen nicht immer ganz eindeutig zu finden.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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