Stadt Wasserburg bemüht um geeigneten Platz am Inn *Mit Voting* 

Es soll kein "Every-Day-Biergarten" werden 

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Ein Biergarten am Inndamm? Ein möglicher Platz, wenn es nach der Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum/Freie Wähler geht. 
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Wasserburg - Kulinarische Treffpunkte gibt es genug in der Altstadt - doch was fehlt ist ein waschechter bayerischer Biergarten. Wo im Stadtgebiet könnte einer verwirklicht werden? Die Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum/Freie Wähler hat dazu eine vage Idee und einen Antrag an die Stadt in petto. 

Immer wieder wird in Bürgerversammlungen bedauert, dass es in der Innstadt seit dem Abriss des Fletzinger-Areals in der Altstadt keinen Biergarten mehr gibt. Sogar die Idee, auf dem Dach des Kellerberg-Parkhauses einen Biergarten zu errichten, stand schon einmal im Raum - wenn auch scherzhaft gemeint.

Dennoch Grund genug für Edith Stürmlinger (Bürgerforum) an die Stadt heranzutreten - und zwar mit einem Antrag auf Prüfung und Realisierung von Möglichkeiten für einen zukünftigen Biergartenbetrieb in Wasserburg

"Es ist der Wunsch der Bürger" 

Die Fraktionsgemeinschaft beantragt Möglichkeiten in Wasserburg zu prüfen und Voraussetzungen zu schaffen, damit in Zukunft ein saisonaler Biergartenbetrieb in der Stadt möglich sei. Ein denkbarer Standort wäre direkt am Inn, auf dem Gelände gegenüber des Fußballheimes, wo auch bereits eine Toilettenanlage zur Verfügung stehen würde. 

Im Einvernehmen mit dem Wasserwirtschaftsamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Inndamm fällt, müsse der Boden dort begradigt und gegebenenfalls mit einem auf- und abbaubaren Holzdielenboden versehen werden - eben so, dass der Platz Voraussetzungen für einen Biergartenbetrieb besitze. 

"Es ist der Wunsch der Bürger und ich denke dem sollten wir nachkommen", erklärte Stürmlinger in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 5. Dezember, in der die Thematik behandelt wurde. 

Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) konstatierte, die Stadt sei generell für eine Verwirklichung eines Biergartens, gab aber zu bedenken, dass es in der Altstadt bereits einige Plätze - wie an der Cafesito-Platz oder in der Palmano-Anlage - gebe, die einen Biergarten-Flair mit sich bringen. 

Gerade der Platz an der Cafesito-Bar werde Kölbl zufolge vom Betreiber nicht ausreichend ausgeschöpft. Der Meinung, dass man aus dem Bereich am Busbahnhof mehr rausholen könnte, schlossen sich die Ausschussmitglieder an. 

"Ein Biergarten ist kein Selbstläufer"

Stürmlinger ging noch weiter: sie könne sich eine Art "Kultur-Biergarten" vorstellen. "Eine einfache Bühne für musikalische und andere kulturelle Darbietungen und die Aufstellung einer Hütte, oder eines Daches mit zuziehbaren Seitenwänden, für einen möglichen Rückzug der Besucher bei Regenschauern, abendlicher Kühle und aufziehender Feuchtigkeit wäre wünschenswert." Denn es sei auch klar, dass es am Inn abends ab 21 Uhr sehr frisch werde - auch in den Sommermonaten. 

Diesen Tenor teilten alle Mitglieder des Ausschusses und Andreas Hiebl von der Öffentlichkeitsarbeit brachte es auf den Punkt: "Das dürfte am Inn kein 'Every-Day-Biergarten' sein, sondern müsste verknüpft werden mit Veranstaltungen. Andernfalls bleiben die Leute aus ob der einsetzenden Kälte am späten Abend." Veranstaltungen wie das Bürgerspiel oder das Theater Wallenstein hätten dies in der Vergangenheit belegt. 

Des Weiteren, so ergänzte Kölbl zum Schluss, müsste ein Pächter gefunden werden und dies sei im Gastronomie-Gewerbe "schwierig". Dem pflichtete vor allem Markus Bauer (CSU) bei: "Ein Biergarten ist kein Selbstläufer. wenn wir das Pi mal Daumen überschlagen, dann klappt ein Biergartenbetrieb, der von Mai bis Oktober läuft, vielleicht an drei Monaten, denn in der restlichen Zeit macht das Wetter dem Betreiber einen Strich durch die Rechnung." 

Eigene Speisen sollen mitgebracht werden dürfen 

Für die Bewirtung, die Stürmlinger zufolge auch per mobilem Wagen funktionieren könnte, müsse freilich ein geeigneter Wirt gefunden werden, der auch den Platz am Inn annehmen wolle - wünschenswert sei zudem, dass die Besucher ihre Speisen selbst mitbringen dürften. 

Auf das Schlusswort Stürmlingers hin "Lasst uns einen Biergarten machen - wo auch immer" ging der Beschluss, dass die Stadt die Idee eines Biergartenbetriebs unterstütze, einstimmig über die Bühne. Die Stadt Wasserburg wird an den Freistaat herantreten, um zu klären, ob die Fläche am Inndamm grundsätzlich für eine Biergartennutzung geeignet sei. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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