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Spielsaison beginnt mit Turbulenzen

Volkstheater Bad Endorf probt für das Münchner Stück „Graf Schorschi“

Eine Szene aus dem Stück „Graf Schorschi“.
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Eine Szene aus dem Stück „Graf Schorschi“.

Wie alle Kulturbetriebe geht auch das Volkstheater Bad Endorf durch schwierige und turbulente Zeiten. Bereits zum dritten Mal musste Bayerns drittälteste Bühne das religiöse Stück „Irmengard vom Chiemsee“ vom Spielplan streichen.

Bad Endorf – 2021 schafften es die Theaterspieler mit knapper Not „Das Königlich Bayerische Amtsgericht“ von Georg Lohmeier aufzuführen, kurz bevor die Politik künstlerische Veranstaltungen jeglicher Art erneut in den Lockdown schickte. Jetzt stehen die Spieler wieder auf der Bühne und proben emsig für „Graf Schorschi“, ein Münchner Stück in drei Akten von Carl Borro Schwerla.

Die Premiere ist für Sonntag, 24. Juni, geplant, insgesamt soll das Stück fünf Mal bis zum Sonntag, 10. Juli, gespielt werden. Das Skript wurde von Paula Aiblinger und Konrad Hamberger überarbeitet und den Bedürfnissen der Bad Endorfer Bühne angepasst. Die Hauptrolle verkörpert Konrad Schlaipfer, ein erfahrener und beim Publikum beliebter Spieler.

Verwechslungskomödie aus Fernsehen bekannt

Die Aufführung der vor allem durch den Komödienstadl im Bayerischen Fernsehen bekannt gewordenen Verwechslungskomödie um einen falschen Grafen war ursprünglich für Sommer 2020 geplant, musste aber coronabedingt immer wieder verschoben werden. Aufgrund der aktuellen Regelungen geht die Theatergesellschaft davon aus, dass es dieses Mal klappen wird. Spielleiterin Paula Aiblinger und ihre höchst spielwütige Mannschaft betreten bei „Graf Schorschi“ kein Neuland, der Theaterverein beschäftigt sich seit 2019 mit dem Stück. Bühnenbau, Maske und die Kostümschneiderinnen hatten ebenfalls viel Zeit, sich auf das Stück vorzubereiten.

Neue Turbulenzen entstehen durch den aktuellen Krieg in der Ukraine. Die Theatergesellschaft Bad Endorf sieht sich mit der berechtigten Frage konfrontiert, ob es angebracht ist in solchen Zeiten ein lustiges Stück aufzuführen. Carl Borro Schwerla schrieb „Graf Schorschi“ im Jahr 1941, während der Zweite Weltkrieg tobte und Hitler die Ausrottung des jüdischen Volkes beschloss. Seine Komödie, die eine noch heile Münchener Welt zeigt, wirkte wie ein Licht in dieser Finsternis.

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Etwas Ähnliches hat sich die Theatergesellschaft Bad Endorf vorgenommen. Sie möchte, angesichts der zahlreichen schlechten Nachrichten mit denen die Menschen heute konfrontiert werden, dem Zuschauer eine kleine Wohlfühl-Oase bieten, in der er sich zwei Stunden lang entspannen, amüsieren und von Herzen lachen kann. Ganz so, wie es Schwerla zu seiner Zeit getan hat.

Karten für das Stück „Graf Schorschi“ sind demnächst unter www.theater-endorf.de, über Münchenticket und später auch an der Tageskasse erhältlich.

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