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Konzept in Auftrag gegeben

Umweltausschuss stellt Radwege im Landkreis Rosenheim auf den Prüfstand

Radfahren im Landkreis Rosenheim soll sicherer werden.
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Radfahren im Landkreis Rosenheim soll sicherer werden.

Der Landkreis Rosenheim lässt derzeit ein Konzept erstellen, damit Radler auf den Radwegen in der Region sicher unterwegs sein können. Im Fokus stehen dabei unter anderem Schlaglöcher und Probleme bei der Entwässerung.

Rosenheim – Die Erstellung des Radwegekonzepts für den Landkreis Rosenheim ist durchaus auch eine körperliche Anstrengung. Das Team des beauftragten Büros Green-Solutions aus Murnau fuhr im vergangenen Jahr ein Streckennetz von rund 1800 Kilometern ab und erfasste dieses digital. Geschäftsführer Rainer Lampl stellte die bisher ermittelten Ergebnisse im Umweltausschuss vor.

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Neben der digitalen Erfassung bewertete man alle Verbindungen auch nach ihrer Funktion sowie ihrer Eignung. Unterschieden wurde, ob sie im Alltag, für die Freizeit oder touristisch genutzt werden können, wobei Strecken mehrere Funktionen erfüllen können. Wichtig war zudem, in welchem Zustand die Verbindungen sind, welchen Belag sie haben, wie breit sie sind oder wie es um die Verkehrssicherheit steht. Von den rund 1800 Kilometern sind derzeit noch 1450 für eine Nutzung als Alltagsnetz in der Diskussion. Von Anfang an sollte Green-Solutions den Fokus auf die Alltagsradler legen. Ziel ist unter anderem, Pendlern eine Alternative zum Auto zu bieten.

Schlaglöcher und Entwässerung

Von den bereits vorhandenen Radwegen und wenig befahrenen Gemeindestraßen sind knapp 990 Kilometer als Alltagsradweg tauglich. Etwa 26 Kilometer überwiegend Wald- und Feldwege müssten ertüchtigt werden, das heißt, der Oberflächenbelag erneuert, Schlaglöcher gefüllt oder die Entwässerung optimiert werden. Wege von einer Länge von vier Kilometern müssten verbreitert werden. Den größten Aufwand für die Zukunft stellt das Schließen der vorhandenen Lücken im Radwegenetz dar. Immerhin rund 170 Kilometer, vorwiegend entlang von Staats- und Kreisstraßen müssten neu gebaut werden.

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Geschäftsführer Lampl geht davon aus, dass ein Pendler bereit ist auf das Rad umzusteigen, wenn der Weg zum Ziel nicht mehr als 25 Prozent länger ist als die kürzeste Distanz mit dem Auto. Knapp zwei Drittel der schon jetzt zur Verfügung stehenden Verbindungen erfüllen diese Bedingung. Bei erfolgter Ertüchtigung der Wald- und Feldwege könnte die Quote auf 78 Prozent erhöht werden. 100 Prozent wären nur möglich, wenn alle Lücken im Radwegenetz geschlossen würden.

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Die Gemeinden waren im bisherigen Prozess zur Erstellung des Radwegekonzepts eingebunden. Jede Gemeinde erhielt eine Detailanalyse. Die nächsten Schritte werden laut Lampl sein, die Wegertüchtigung mit den Gemeinden abzusprechen, eine Priorisierungsliste der Lückenschlüsse zu erstellen und abschließend die Beschilderung zu planen.

Grünen-Antrag scheitert knapp

Im Anschluss daran diskutierten die Mitglieder des Umweltausschusses den Tagesordnungspunkt, ob der Landkreis der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGKF)“ beitreten soll. Die Argumente in der intensiven Diskussion reichten von „logische Konsequenz der bisher geleisteten Vorarbeit“ bis „schwierig, geeignetes Personal, wie einen Fahrradbeauftragten zu finden“. Letztlich wurde der Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit acht zu sechs Stimmen abgelehnt. (re)

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