Weiterer Rückschlag für den Unternehmer

Umbau des Eventstadls - Bauantrag von Georg Weiss abgelehnt

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Georg Weiß alias "Bussi-Schorschi"
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Schechen - Der umstrittene Event-Stadl des Unternehmers Georg Weiss alias "Bussi-Schorschi" muss zurück gebaut werden, das entschied der Verwaltungsgerichtshof München bereits am achten Februar 2017. Ein Antrag auf Umbau des Gebäudes wurde nun vom Schechener Bauausschuss ebenfalls abgelehnt.

Das Landratsamt Rosenheim erließ bereits am zweiten Oktober 2016 eine Rückbauanordnung gegen den umstrittenen Event-Stadl des Unternehmers Georg Weiss. Das Gebäude wich stark von der ursprünglichen Baugenehmigung sowie vom rechtskräftigen Bebauungsplan ab.

Klage abgewiesen

Weiss zog daher vor den Verwaltungsgerichtshof München um gegen den verordneten Rückbau zu klagen - ohne Erfolg. 

Event-Stadl mittlerweile zurückgebaut

Nach Auskunft des Landratsamtes Rosenheim sei das rechtswidrig errichtete Gebäude mittlerweile bis hinter die im Bebauungsplan festgesetzten Baugrenzen zurückgebaut.

Weiss plant Umbau

In der jüngsten Bauausschusssitzung der Gemeinde Schechen wurde das Thema Event-Stadl einmal mehr behandelt. Weiss legte der Gemeinde zwei neue Bauanträge vor, demnach er den Stadl in eine Lagerhalle mit Nutzung für Gartenbau und Landwirtschaft umbauen möchte . Nach Angaben der Verwaltung halte sich das Vorhaben im ersten Antrag offensichtlich an die Vorgaben des Bebauungsplanes, so dass ein sogenanntes Genehmigungsfreistellungsverfahren durchgeführt werden konnte. 

Zweiter Antrag nicht unproblematisch

Im zweiten vorliegenden Bauantrag sollte laut Verwaltung gegenüber dem Bestandsgebäude der Fist um 1,47 Meter erhöht werden. Nach Ansicht des Planers sowie des Antragstellers liege die Gebäudehöhe dann immer noch 80 Centimeter unter der im geltenden Bebauungsplan vorgeschriebenen maximalen Firsthöhe von 7,50 Meter, bezogen auf die natürliche Geländeoberfläche an der Bergseite. Nach Meinung der Verwaltung und deren Rücksprache mit dem Rosenheimer Landratsamt sei als Höhenbezugspunkt jedoch die Bodenplatte des Bestandsgebäudes heranzuziehen. Der in den Bauunterlagen angegebene Fixpunkt beziehe sich offensichtlich auf eine künstlich aufgefüllte Geländesituation, die gerade nicht vom Bebauungsplan erfasst sei.

Für Weiss' Bauantrag wäre somit eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes nötig, die jedoch aufgrund der geschilderten Meinung des Antragstellers nicht erforderlich sei und somit auch nicht explizit beantragt worden sei. Weitere abweichende Plandarstellungen zum geltenden Bebauungsplan seien für die Verwaltung nicht erkennbar.

Gemeindliches Einvernehmen wurde nicht erteilt

Der Bauausschuss stimmte mit 7:0 Stimmen gegen den Antrag von Georg Weiss und lehnte den Bauantrag somit einstimmig ab.

Bereits wegen Wahlfälschung verurteilt

Bereits im Jahr 2016 wurden Georg Weiss und dessen Schwester wegen Wahlbetrug verurteilt. Das Amtsgericht Rosenheim verhängte gegen Georg Weiß eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen.

Quelle: rosenheim24.de

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