Trotz Krise: Steuereinnahmen konstant

Flintsbach – Interessante statistische Daten der einzelnen Gemeinden des Landkreises Rosenheim legte Bürgermeister Wolfgang Berthaler in der Bürgerversammlung in der „Alten Post“ in Fischbach vor.

"Im Bereich Finanzen hat die Gemeinde Glück, dass trotz der Wirtschaftskrise das Gewerbe in Flintsbach keinen bedeutenden Einbruch erlebt hat", so Berthaler.


Daher blieben auch die Gewerbesteuereinnahmen auf einem konstanten Niveau, so der Bürgermeister.

Die aufschlussreichen Statistik-Zahlen verdeutlichen die Rangfolge der Gemeinde Flintsbach im Landkreis beispielsweise betreffend des Haushaltsnettoeinkommens, der Anzahl der Alleinerziehenden oder der Jugendkriminalitätsrate und sind damit wichtige Grundlage für die Positionierung der zukünftigen gemeindlichen Aufgaben.


Das derzeit entstehende Generationenhaus stand im Mittelpunkt der Bürgerversammlung. Nach neuesten Schätzungen liegen die Umbaukosten für das Objekt bei 1,1 Millionen Euro. Während für den unteren Bereich, in dem die Kinderkrippe untergebracht wird, hohe Zuschüsse zugesichert wurden, muss das Christliche Sozialwerk Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach (CSW) für den oberen Teil des Gebäudes etwa 600 000 Euro aufbringen. Berthaler zeigte sich als Erster Vorsitzender des CSW zuversichtlich, die Summe dank Eigenmittel und großzügiger Unterstützung durch Bürger und Unternehmen zu schultern. Für das einzigartige Projekt, das dem gesamten Inntal zugute kommen wird, konnte bereits ein Zuschuss über Leader plus gesichert werden.

In seinem Rückblick auf die letzten Monate erinnerte Berthaler anhand zahlreicher Aufnahmen an die vielfältigen Veranstaltungen im Gemeindeleben und äußerte sich zum Stand der laufenden Bauarbeiten. Als sehr schwierige Baustelle mit Arbeiten im Grundwasser gestaltete sich der Neubau der Eisenbahnunterführung an der Kranzhornstraße, der in Kürze abgeschlossen sein wird. Die Gemeinde muss für die Maßnahme eine Eigenbeteiligung von rund 250 000 Euro leisten.

Weitere Großbaustellen in Fischbach sind die Fußgängerunterführung und der Abbruch der Staatsstraßenbrücke. Die Vollsperrung der Staatsstraße wird voraussichtlich bis Mitte September dauern. Für den Einmündungsbereich des Wildbarrenwegs wurden drei Planungsvarianten erstellt, die ein rechtwinkliges Einbiegen ermöglichen. Auch der Lärmschutz entlang der Bahnlinie wird durch eine Verlängerung der Schutzwand verbessert.

Voraussichtlich erst in zwei Jahren beginnen die anstehenden Kanalisationsarbeiten, so Bürgermeister Berthaler. Mittlerweile wurde den betreffenden Hauseigentümern mitgeteilt, ob ein Anschluss erfolgen kann. Aufgrund der Finanzlage ist die Realisierung der Maßnahme, die wahrscheinlich über drei Jahre laufen wird, erst ab 2012 möglich.

Wenig Neues konnte Bürgermeister Berthaler zur Zukunft der von der Kulturstiftung des Landkreises Rosenheim erworbenen Burg Falkenstein sagen. Vorerst werden nur unbedingt notwendige Reparaturarbeiten durchgeführt, Planungen für eine zukünftige Nutzung des Bereichs liegen noch nicht vor.

Für ein neues Feuerwehreinsatzfahrzeug wird die Gemeinde Flintsbach einen Beitrag von rund 60 000 Euro übernehmen. Auf den Weg gebracht wurde auch die Fotovoltaikanlage auf dem Kioskgebäude am Schwimmbad. Bürgermeister Berthaler sprach den vielen ehrenamtlich engagierten Flintsbachern seinen Dank für ihren Beitrag zum Erhalt eines reichhaltigen Gemeindelebens aus.

mc/Oberbayerisches Volksblatt

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