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In alten Bänden geblättert

Vor 25 Jahren: Stromausfall legt Wasserburg lahm

Ehemaliger Direktor der Sparkasse, Josef Forster, vor einem der Fenster in der Altstadtfiliale in Wasserburg im Jahr 1993. Damals gab es bereits Infos für die Kunden auf kleinen Monitoren.
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Der ehemalige Direktor der Sparkasse, Josef Forster, vor einem Fenster in der Altstadtfiliale in Wasserburg im Jahr 1993. Seitdem hat sich die Bank weiterentwickelt.

Die Energieversorgung war in Wasserburg auch damals ein großes Thema. Wie lange der Stromausfall dauerte, welchen Schaden er in der Industrie angerichtet hat und wieso die Sparkasse mit ihrer Entwicklung zufrieden ist - ein Rückblick.

Von Laura Hofner

Wasserburg – Nicht nur in der Redaktion der Wasserburger Zeitung gingen am Spätnachmittag vor 25 Jahren alle Lichter aus. Der ganze Raum Wasserburg, insgesamt zwölf Gemeinden, war für exakt 36 Minuten ohne Strom. Eine Verkettung von mehreren Fehlern sorgte dafür, dass die Isar-Amperwerke den Bereich in dieser Zeit nicht mit Elektrizität versorgen konnten. Während das für die Privathaushalte in der Regel nur unangenehm war, hatte die Industrie mit teilweise gravierenden Folgen zu kämpfen. Bei der Firma Meggle dauert es fast anderthalb Tage, bis alle Maschinen wieder angefahren waren. Die Firma verfügt zwar über ein eigenes Kraftwerk, doch dieses kann den Strombedarf der Fabrik höchstens zu 50 Prozent decken. Der technische Leiter rechnete damals mit rund 50.000 Mark Schaden. Auf bis zu 100.000 Mark wurde dieser bei der BP chemicals geschätzt. Auch dort standen schlagartig die Maschinen still und die Produktion von Kunststoffen lief erst wieder nach vier bis fünf Stunden normal. Mit einer Stunde Produktionsausfall gut weggekommen ist dagegen die Molkerei Bauer. Dort sind zumindest alle wichtigen Steuerungen über einen Batteriepuffer geschützt. Wegwerfen musste man allerdings einige Paletten Joghurt und 1000 Liter Milchreis-Ansatz.

Sparkasse Wasserburg zufrieden mit Entwicklung

„Wir sind zufrieden“, so Direktor Josef Forster über die Entwicklung der Sparkasse Wasserburg im vergangenen Jahr. Lag man 1995 in vielen Bereichen unter dem Landesdurchschnitt, so wurde er nun meist übertroffen. Die Bilanzsumme wuchs um 5,4 Prozent oder knapp 62 Millionen Mark und auch das Kreditgeschäft florierte. Der Zuwachs bei den Ausleihen an Kunden betrug im Geschäftsbereich Wasserburg 6,5 Prozent, landesweit waren es nicht ganz vier Prozent. Forster sieht die Ursache hierfür vor allem in der robusten Unternehmensstruktur der Region, die eine schnelle Wiederbelebung der Konjunktur möglich mache, was angesichts der Gesamtwirtschaftslage ebenso erfreulich wie erstaunlich sei.

Weitere Meldungen in der Woche vom 18. bis zum 24. Mai 1997:

Bonn – Fahranfänger im Alter zwischen 18 und 22 Jahren sollen ihren Führerschein künftig erst einmal probeweise für vier Jahre bekommen. Diese Verlängerung der Probezeit um das Doppelte sieht ein Gesetzesentwurf von Verkehrsminister Wissmann vor. Grund für den Vorstoß: Jugendliche Führerschein-Neulinge gelten nach wie vor als größte Risikogruppe im Straßenverkehr und sind überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt.

Atlanta – Die Grippe hat in diesem Winter in den USA mehr als 20 000 Menschenleben gefordert. Experten der Zentren für Krankheitskontrolle und -vorbeugung (CDC) stuften sie als schwerste Welle seit 1993 ein. Von Anfang Dezember bis Mitte Februar nahm die Grippe in 122 amerikanischen Städten die Form einer Epidemie an.

Bonn – Der Verkauf frischer Sonntagssemmeln ist für die Bäcker ein Erfolg. Im ersten halben Jahr nach dem Start des neuen Ladenschlussgesetzes hätten sie Marktanteile von Einzelhandel und Tankstellen zurückerobert, so der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Backhandwerkes, Hans Bolten. Gleichzeitig kündigte er aufgrund teurer gewordener Backzutaten Preiserhöhungen bei Brot und Semmeln an.

Hamburg – Das Geheimzahl-System für Eurocheckkarten (EC) weist nach Ansicht von Experten eine Sicherheitslücke auf. Die vierstellige persönliche Geheimzahl einer EC-Karte könne leichter erraten werden als bislang angenommen, da bestimmte Zahlen viel häufiger vorkämen als andere. Insbesondere Geheimzahlen zwischen 1000 und 1555 ohne die Ziffern 6, 7, 8 und 9 kämen besonders häufig vor, nämlich bei 10,5 Prozent der EC-Karten.

Gran Canaria – Eine amerikanische Pegasus-Rakete ist zur ersten Weltraumbestattung ins All gestartet. Der Abschuss erfolgte über den Kanarischen Inseln von einem Flugzeug in über 11.000 Metern Höhe aus. Die dreistufige Rakete transportierte Aschereste von 24 Menschen, darunter des legendären Fernseh-Produzenten von Gene Roddenberry („Stark-Trek“). Die Asche befindet sich in 24 Mini-Urnen von der Größe eines Lippenstifts. Die Angehörigen der Verstorbenen hatten dafür umgerechnet etwa 8250 Mark gezahlt.

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