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Wirbel um Sperrstunde für Feuerwehrfest

Riedering - Großen Wirbel gibt es um das Fest der Feuerwehr Riedering, das am Samstag auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle stattfinden soll. Ein Anwohner pocht auf Sperrzeit ab 22 Uhr.

Seit fünf Jahren erfreut sich dieses Fest in der Bevölkerung steigender Beliebtheit, jetzt beschwerte sich ein Anwohner über Ruhestörung und hinterlassenen Dreck durch die Besucher auf dem Zufahrtsweg. Der ehemalige Gemeinderat könnte das Fest tatsächlich verhindern, denn er verweist in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung auf ein rechtlich gültiges Abkommen. Das sieht eine Räumung des Parkplatzes ab 22 Uhr vor.

"Wenn wir da aufhören müssen, können wir das ganze Fest gleich vergessen", ärgerte sich Feuerwehrkommandant und Gemeinderatsmitglied Josef Loferer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Dieser Anwohner saß doch selbst viele Jahre lang im Gemeinderat und hat unserem Fest immer mit zugestimmt. Kaum ist er nicht mehr im Gemeinderat, beschwert er sich und beruft sich auf ein Abkommen, von dem er früher nie etwas gesagt hat. Das ist schon komisch", so Loferer.

Bürgermeister Josef Häusler zeigte sich angesichts dieser Beschwerde erst einmal ratlos. Denn er hat die Sperrzeit für dieses Fest in diesem Jahr wieder auf 2.30 Uhr verkürzt: "Als ich unterschrieben habe, wusste ich von diesem alten Abkommen gar nichts. Rein rechtlich gesehen hätte ich aber gar nicht unterschreiben dürfen."

Das Fest sei für die Feuerwehr Riedering sehr wichtig, so Loferer. Den Erlös würde man etwa in die Ausrüstung investieren. Bestehe der Anwohner weiter auf seinem Recht, müsse in Zukunft wohl auf das Sommerfest verzichtet werden. "Wir werden uns fügen. Aber es ist schon traurig. Da opfern die Feuerwehrler ehrenamtlich ihre Freizeit zum Wohle von anderen Menschen. Aber sie dürfen nicht einmal im Jahr eine Feier ausrichten", so der Feuerwehrkommandant.

Auch die übrigen Gemeinderatsmitglieder reagierten mit Unverständnis auf das Beschwerdeschreiben und signalisierten breite Zustimmung, die Entscheidung für die diesjährige Sperrzeit-Verkürzung zusammen mit Bürgermeister Häusler zu tragen.

In diesem Jahr sei auch nicht weiter mit ärger zu rechnen, stellte ein Gemeinderat fest, denn der Beschwerdeführer befinde sich derzeit im Urlaub.

Um das Fest auch in Zukunft ausrichten zu können, würde man noch einmal mit dem Anwohner sprechen. "Wir sind zu Kompromissen jederzeit bereit", so Loferer.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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Rubriklistenbild: © pa

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