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Weitreichender Beschluss des Fördervereins

Wenn von zwei Realschulen in Prien nur noch eine übrig bleibt

Bis zu seiner Auflösung im Jahr 2024 ist der Förderverein der Kommunalen Realschule aktiv. Hier ein Bild von der Versammlung mit Vorsitzendem Leonhardt Hinterholzer, Schulleiterin Andrea Dorsch, Schatzmeisterin Gabriele Oberloher, Schriftführerin Silke Ammer, Kassenprüferin Huber Anian und zweitem Vorsitzenden Joshua Marx (von links).
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Bis zu seiner Auflösung im Jahr 2024 ist der Förderverein der Kommunalen Realschule aktiv. Hier ein Bild von der Versammlung mit Vorsitzendem Leonhardt Hinterholzer, Schulleiterin Andrea Dorsch, Schatzmeisterin Gabriele Oberloher, Schriftführerin Silke Ammer, Kassenprüferin Huber Anian und zweitem Vorsitzenden Joshua Marx (von links).

Beide Realschulen befinden sich unter einem Dach. Die räumliche Nähe führt aber nicht zwangsläufig zu harmonischer Einigkeit. Das hat jetzt Konsequenzen.

Prien – Der Förderverein der Kommunalen Realschule hat in seiner jüngsten Versammlung seine Auflösung beschlossen. Dies tritt zum Juli 2024 in Kraft. Das teilt Realschuldirektorin Andrea Dorsch mit.

In Prien gibt es zwei Realschulen: die staatliche und die kommunale des Landkreises. Das ist aber nur noch bis zum Sommer 2024 der Fall. Dann übernimmt der Freistaat Bayern die Trägerschaft für beide Schulen. Das heißt nichts anderes, als dass die staatliche Realschule die Schüler und Lehrer der kommunalen Realschule aufnimmt.

Realschuldirektorin Kersten Haferkorn leitet die staatliche Chiemsee-Realschule, die am Ende bleibt.

„Verschmelzung“ wirft Fragen auf

Obwohl beide Schulen baulich unter einem Dach vereint sind, wirft der Übergang inhaltlich offenbar noch die ein oder andere Frage auf. So hatte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) kürzlich beim diesjährigen Elternbeiratsgespräch angekündigt, bezüglich der „Verschmelzung“ an Realschuldirektorin Kerstin Hafernkorn herantreten zu wollen. Er hatte gesagt, ihm sei wichtig, dass die freiwilligen Projekte weiterbetrieben werden, vor allem die Partnerschaften mit Graulhet und Valdagno.

Dahinter scheinen noch große Fragezeichen zu stehen, wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist. Kerstin Haferkorn hatte diesbezüglich einmal gegenüber den OVB-Heimatzeitungen erwähnt, dass sie dafür auch das notwendige Personal benötige. Dies bekräftigt sie auf erneute Nachfrage.

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Haferkorn weist aber daraufhin, dass die staatliche Chiemsee-Realschule „ein anderes Modell“ fahre. „Wir fahren auch nach England und Frankreich, aber wir machen keinen Schüleraustausch.“ Sie müsse sehen, ob sie Kollegen habe, die das Projekt aus der Städtepartnerschaft übernehmen könnten und wollten. Sie sagt aber auch: „Ich kann und will niemand verpflichten, das muss jemand aus eigenem Antrieb gerne machen.“

Aus rechtlichen Gründen keine Übernahme möglich

In direkter Nachbarschaft: Die kommunale (links) und die staatliche Realschule in Prien.

Ein offenes Nein kam dagegen für den Förderverein. Zumindest berichtet Andrea Dorsch, dass die Staatliche Chiemsee-Realschule nicht daran interessiert sei, als zukünftige Nutznießerin des Fördervereins einzutreten. Daher habe die Hauptversammlung die Schließung des Vereins zum Juli 2024 beschlossen. Das sei der Zeitpunkt, zu dem alle Schülerinnen und Schüler sowie ein Großteil des Personals der kommunalen Realschule vollständig in die Hände des Freistaates übergeleitet sein werden.

Kerstin Haferkorn erklärt dazu auf gegenüber unserer Zeitung, dass dies einen rechtlichen Hintergrund habe. „Das geht es um Gelder, die Personen gespendet haben für den Förderverein der Kommunalen Realschule. Rein rechtlich ist am 31. Juli 2024 der letzte Tag der Schule, dann gibt es sie nicht mehr. Die Spendengelder kann man nicht einfach übertragen.“

Staatliche Realschule erst 2016 gegründet

Mit dem Fördervereinsvorsitzenden Leonhardt Hinterholzer habe sie dies besprochen, was er auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigt. Beide seien zu dem Ergebnis gekommen, dies rechtlich sauber abzuschließen und den Förderverein aufzulösen. Die staatliche Chiemsee-Realschule sei im Jahr 2016 mit dem ersten Jahrgang gestartet, erklärt Kerstin Haferkorn weiter. „Wir sind noch zu jung, wir haben noch nicht so viele Leute im Pool“, erklärt sie, warum es hier bislang noch keinen Förderverein gibt. Sie betont aber: „Wenn wir einen gründen, gehen wir auf alle Personen zu und jeder kann sich beteiligen, wer möchte.“

Ungeachtet dessen will der Förderverein der Kommunalen Realschule bis zu seiner Auflösung „wie gewohnt kulturelles, soziales und naturwissenschaftliches Engagement der Schulfamilie fördern“, berichtet Schulleiterin Andrea Dorsch aus der gut besuchten Versammlung. Und ergänzt: „Bis dorthin zeigt der finanziell gut aufgestellte Verein auf, wie Schulleben mit privaten Mitteln sinnvoll ergänzt und unterstützt werden kann.“

Der Fördervereins war laut ihren Worten 1975 gegründet worden und werde bereits seit über einem Jahrzehnt von Leonhardt Hinterholzer als Vorsitzendem geleitet. Der Förderverein habe in Zeiten von Corona weniger Ausgaben für Exkursionen ausgegeben, dafür verlagerte sich die Unterstützung mehr in den Lernförderbereich.

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