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Mehr Geld für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern

Warnstreik an kommunalen Krankenhäusern: Diese Kliniken in der Region Rosenheim sind betroffen

Warnstreik für mehr Gehalt: Auch am Wasserburger beteiligten sich Ärzte am Aufruf ihrer Gewerkschaft.
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Warnstreik für mehr Gehalt: Auch am Wasserburger Krankenhaus beteiligten sich Ärzte am Aufruf ihrer Gewerkschaft.

Mehr Geld, aber auch bessere Arbeitsbedingungen: Das fordert die Ärztegewerkschaft Marburger Bund für ihre Kollegen und hat deswegen zu einem Warnstreik an kommunalen Kliniken aufgerufen. Doch ganz so, wie man sich einen Warnstreik klassicherweise vorstellt, fiel die Aktion nicht überall aus.

Rosenheim/Wasserburg – Für den heutigen Donnerstag (31. März) hatte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund zu einem bundesweiten Warnstreik an kommunalen Kliniken aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft unter anderem ihrer Forderung nach einer Gehaltssteigerung von 5,5 Prozent Nachdruck verleihen. Auch in der Region Rosenheim beteiligten sich Ärzte an der Aktion.

Am Rosenheimer Romed-Klinikum folgten 25 Ärzte dem Streikaufruf des Marburger Bundes, wie der Klinikverbund auf Anfrage mitteilte. Der Großteil im Rosenheimer Haus, ein kleinerer Teil in der Klinik in Prien. Insgesamt sei der Betriebsablauf aber durch den gestrigen Warnstreik nicht gefährdet gewesen, heißt es vonseiten des Romed-Verbunds. Eine Aktion direkt an den Häusern des Romed gab es nicht, stattdessen beteiligten sich die Mediziner an der zentralen Kundgebung ihrer Gewerkschaft in Frankfurt am Main.

Gewerkschaft zu wenig Gehör geschenkt

Am Wasserburger Inn-Salzsach-Klinikum beteiligten sich wiederum vor Ort 16 Ärzte am Warnstreik. Susanne Koch sagte, Oberärztin an der Klinik, sagte, es gebe aktuell noch keinen Nachfolgetarifvertrag für die im Oktober gekündigte Vereinbarung. „Leider hat man der Gewerkschaft wenig Gehör geschenkt“, sagte sie bei der Kundgebung im Stadtteil Gabersee. Auf Arbeitgeberseite sei sogar versucht worden, die zuletzt vereinbarten Festlegungen, die zum Großteil in den Häusern noch gar nicht umgesetzt worden seien, wieder zurückzufahren. „Deswegen wurde jetzt zum Streik aufgerufen“, sagte Koch.

Nullrunde „indiskutabel“

Sie nannte eine Nullrunde für 2022 indiskutabel, die Gehaltssteigerung sollte mindestens die Inflationsrate ausgleichen. Verlangt werden zudem verlässliche Dienstzeiten und eine Neuregelung der dienstlichen Rufbereitschaft. Assistenzarzt Michael Ameiser legte bei dem Warnstreik gleichwohl Wert auf die Feststellung, dass im Gabersee-Klinikum vonseiten des Arbeitgebers vieles richtig gemacht werde. „Es geht aber nicht, dass wir mit einer Nullrunde abgespeist werden“, sagte er.

Oberärztin Dr. Bianca Landgraf machte darauf aufmerksam, dass an sieben Tagen in der Woche jeweils 24 Stunden Dienstbereitschaft sichergestellt sein müsse. Gerade bei wenig Personal führe das im Einzelfall zu einer „unheimlichen Zeitbelastung“. Im Bereich des „InnKlinikums“ mit seinen Häusern in Altötting und Mühldorf war nur die Einrichtung in Altötting in Form einer „aktiven Mittagspause“ vom Warnstreik betroffen.

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