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Für den Landkreis Rosenheim

Neues Spezialfahrzeug für Brände in Tiefgaragen

Neues Spezialfahrzeug für Brände in Tiefgaragen.
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Neues Spezialfahrzeug für Brände in Tiefgaragen.

Dichter, schwarzer Rauch und enorme Hitze dringen aus einer Tiefgarage ins Freie. Ein solches Szenario ist neben den betroffenen Gebäudeeigentümern auch für die Feuerwehr eine enorme Belastung und Herausforderung zugleich. Der Kreisfeuerwehrverband Rosenheim hat daher für die heimischen Einsatzkräfte die Beschaffung eines Spezialfahrzeugs initiiert – vollständig finanziert durch Spenden regionaler Unternehmen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Rosenheim - Neben in Brand geratenen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor werde die zunehmende Elektromobilität und der damit zusammenhängende Ausbau der Ladeinfrastruktur auch in Gebäuden künftig mehr Brandeinsätze verursachen, prognostiziert Kreisbrandrat Richard Schrank. „Das größte Risiko für einen Brand besteht bei Unfällen mit diesen Fahrzeugen sowie in der Ladephase.“ Angesichts meist mehrstündiger, mit Wasser nur schwer zu bekämpfender, Brände der Batterieeinheiten und massiver Hitzeentwicklung müsse durch die Feuerwehr nicht zuletzt die Gebäudestatik geschützt werden.

Und genau hier kommt im Landkreis Rosenheim ab sofort das neu beschaffte „Angriffs-Hilfs-Fahrzeug“ (AHF) zum Einsatz. Es verfügt über einen Front-Wasserwerfer sowie einen Hochleistungslüfter und wird per Fernsteuerung in die brennende Tiefgarage gefahren. Nach dem Ablöschen kann ein ausgebrannter PKW dann über die ebenfalls vorhandene Bergevorrichtung dank des Kettenantriebs aus der Garage gezogen und an den Abschleppdienst übergeben werden. „Dieses Rundum-Paket ist insbesondere für eine lange Einsatzdauer ausgelegt und ermöglicht uns vor Ort ein personal- und geräteschonendes Arbeiten mit gleichzeitiger Reduzierung der Einsatzgefahren“, betont Richard Schrank. Zudem ließe sich das neue Fahrzeug nun bei Bedarf beispielsweise auch zur Entrauchung großer Industriehallen, zur Unterstützung bei Großbränden oder auch bei Waldbränden einsetzen.

Die Gesamtkosten für die Beschaffung – Herstellerin ist die Firma ITM aus Aßling – belaufen sich auf rund 110.000 Euro und konnten vollständig durch großzügige Spenden regionaler Einrichtungen und Unternehmen gedeckt werden. Hauptsponsoren waren dabei die meine Volksbank Raiffeisenbank eG sowie Werndl & Partner und Quest Baukultur. Stationiert ist das Spezialfahrzeug inklusive dem dazugehörigen Transportanhänger bei der Freiwilligen Feuerwehr Nicklheim, in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Großholzhausen (jeweils Gemeinde Raubling). Im Falle einer entsprechenden Einsatzmeldung werden beide Wehren nun durch die Integrierte Leitstelle Rosenheim alarmiert. Die Ausbildungs- und Übungseinheiten absolvieren die ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder ebenfalls gemeinsam. Im Rahmen des Brand- und Katastrophenschutzes wird das Fahrzeug offiziell durch den Landkreis Rosenheim übernommen, der somit auch für den erforderlichen Unterhalt aufkommt.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Rosenheim

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