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Kirchenpfleger Anton Bierwirth über die Bauarbeiten

„Keine einfache Sache“ - So schwierig war die Renovierung von St. Peter und Paul in Rettenbach

Die Filialkirche St. Peter und Paul.
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Die Filialkirche St. Peter und Paul.

Die Renovierung der Rettenbacher Kirche Sankt Peter und Paul in der Gemeinde Pfaffing geht ihrem Ende entgegen. Das sagt Kirchenpfleger Anton Bierwirth über die die zweijährige Sanierungsphase.

Pfaffing – Die Renovierung der Rettenbacher Kirche Sankt Peter und Paul in der Gemeinde Pfaffing geht ihrem Ende entgegen. Vor zwei Jahren zogen die Handwerker ein, für Sonntag, 3. Juli, ist ein Einweihungsfest geplant.

Das sei keine einfache Sache gewesen, bekräftigen Kirchenpfleger Anton Bierwirth und Baubetreuer Johann Hanslmaier übereinstimmend. Die Außenrenovierung ist nämlich bereits seit 2011 ein Thema. Lief das Genehmigungsverfahren zu Beginn schleppend an, nahm alles in den letzten Jahren an Fahrt auf. Bei der Untersuchung durch das Rosenheimer Architektenbüro Stolz tauchten nämlich weitere Mängel auf, mit Farbe an den Außenwänden allein war es nicht mehr getan.

Dachbalken waren auszubessern, weil die Lastverteilung des ausgeprägten Tonnengewölbes nicht optimal war und über die Jahrhunderte den Druck auf die Mauern schräg abgab statt lotrecht. Diese Kräfte fangen nun umgedrehte Y-förmige Zuganker ab.

Gut zu sehen: die Zuganker im Dachstuhl, die sich nach unten teilen.

Das Dach ist neu eingedeckt worden und eine Bausünde aus den 1960er Jahren korrigiert: Eternitplatten hielten an der Wetterseite im Westen die Feuchtigkeit im Zaum, die sind nun weg. Dort gab es zudem Spuren eines zweiten Treppengiebels als Gegenstück zum östlichen. Der ist gleich mit rekonstruiert worden und alles hat einen neuen Putz erhalten.

Die Ziffernblätter sind auch wieder wie neu, die Sakristei hat neue Möbel, Türen sind ausgetauscht worden und die elektrische Installation ist neu. So stieg die Summe auf 1,1 Millionen Euro. Das hätte sich die Kirchenverwaltung nie leisten können, daher führte der Weg zum Ordinariat, das den Großteil mit 95 Prozent der Kosten trägt. Der Rest mit rund 50.000 Euro ist vor Ort aufzubringen. Das gelang auch dank einer Rücklage, die nun geleert ist. Sollten künftig Reparaturen auftauchen, „ist dafür kein Geld da“, bringt das Bierwirth auf den Punkt. Daher ist die Kirchenverwaltung auf Spenden angewiesen. Möglich ist das unter anderem im Pfarrbüro und bei der Kollekte.

Beratung: Kirchenpfleger Anton Bierwirth (links) und Baubetreuer Johann Hanslmaier.

Aktuell wäre eine Bezuschussung vor allem für Filialkirchen noch schwieriger, weiß Kirchenpfleger Bierwirth. Architekt Walter Stolz sieht das nicht ganz pessimistisch, auch diese Kirchen würden seiner Beobachtung nach renoviert, nur dauere das mittlerweile eben länger. „Das Ordinariat lässt nichts zusammenfallen“, ist seine Erfahrung.

34.000 Euro kommen dazu

Die nächsten Schritte sind bereits in Sicht. Es gibt Risse in der Empore, die Lagerung einer Glocke ist zu sanieren – so lange muss sie stillhalten – und die Lautsprecheranlage gehört repariert oder gleich erneuert, da kommen in den nächsten Jahren noch einmal geschätzte 34 000 Euro auf die Kirchenverwaltung zu. Doch zunächst gilt es das Erreichte am Sonntag, 3. Juli, mit einem Fest zu feiern.

Das Fest

Am Sonntag, 3. Juli, wird zum Festgottesdienst um 10 Uhr in Rettenbach Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher erwartet. Ein Festzug führt durch die Gemeinde. Geplant ist außerdem ein Auftritt der Emmeringer Trachtenjugend mit Musik des „Voiner Blechhaufens“. Am Montag, 4. Juli, laden ab 19 Uhr die die Rettenbacher Schützen und Veteranen zum Kesselfleischessen ein.

Die prächtige Kirche.

Die Geschichte

Im Jahr 791 übergab Priester Tutilo an der Stelle, wo heute die Kirche St. Peter und Paul steht ein Bethaus. Der Ort Rettenbach ist 1525 gegründet worden und gehört seit 1970 in die Gemeinde Pfaffing. Das Gebäude der heutigen Kirche ist ein Saalbau mit Satteldach und Nordturm mit stufigem Giebel und einem Steildach, Chor und Turm sind spätgotisch, 1716 – die Jahreszahl ist innen gut zu sehen – entstand das Langhaus mit der Barockisierung.

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