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Neue Corona-Regeln ab Sonntag

Nachwirkungen einer Narkose: Warum eine Raublingerin über den Wegfall der Maskenpflicht erleichtert ist

Die Raublingerin Iris Werth kann keine Maske tragen und stößt trotz Attests damit im Alltag immer wieder auf Unverständnis.
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Die Raublingerin Iris Werth kann keine Maske tragen und stößt trotz Attests damit im Alltag immer wieder auf Unverständnis.

Ab Sonntag fällt in Bayern die Maskenpflicht für die meisten Innenräume. Einige dürften dies als Erleichterung empfinden, für andere ist es schon fast eine Erlösung, wie für die Raublingerin Iris Wert.

Raubling – Iris Werth hat ein Erlebnis hinter sich, das sie maßgeblich geprägt hat – im negativen Sinn. Als sie mittels Kaiserschnitt entband, ging etwas schief bei der Narkose.Was, daran vermag sie nicht mehr wirklich zu erinnern. Woran sie sich aber noch entsinnen kann, ist, dass sie noch bei Bewusstsein war. Damals, als der Chirurg den ersten Schnitt an ihrem Bauch angesetzt hatte.

Seelische Narben

Dieses schmerzliche Erlebnis hat bei ihr seelische Narben hinterlassen und begleitet Iris Werth bis heute. So sehr, dass sie nicht in der Lage ist, Mund und Nase mit irgendetwas zu bedecken, geschweige denn mit einer FFP2-Maske.

Dies hat ihr auch eine Ärztin attestiert. Doch dies bringt anscheinend nicht viel, wie sie immer wieder feststellen muss.

Im Alltag stoße sie immer wieder auf Unverständnis. Gerade, wenn es ums Einkaufen geht. In Geschäften erkenne man ihr Attest nicht an. Betritt sie ohne Maske einen Laden, werde sie häufig der Räume verwiesen.

Viele gefälschte Atteste im Umlauf

Der Sprecher des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, berichtet, dass es um das Thema Maskenpflicht nun geraume Zeit ruhig geworden sei. Er versteht aber auch die Eigentümer und Geschäftsführer der Läden, die keine Atteste akzeptieren.

„Einige Geschäfte haben das seinerzeit sehr freizügig gehandhabt, ruderten aber schließlich wieder zurück, weil sich massenhaft Kunden beschwert haben“, berichtet Ohlmann über die ersten Erfahrungen mit der Maskenpflicht in der Pandemie. Hier liegt für ihn auch der Hase im Pfeffer begraben, denn seinerzeit seien viele gefälschte Atteste im Umlauf gewesen. Oder wie der Handelsverbandschef es beschreibt: Viele Schwarze Schafe hätten damals verbrannte Erde hinterlassen.

Behandlungsverweigerung im Romed-Klinium?

Aber es seien nicht nur die Erledigungen des täglichen Lebens, von denen Iris Werth ohne Maske ausgeschlossen werde. Auch bei Ärzten und gar in Kliniken dürfe sie ohne Mund-Nase-Bedeckung nicht mehr vorstellig werden. Konkret schildert Werth einen Fall, als ihr im Rosenheimer Romed Klinikum eine Behandlung verweigert worden sei.

Damals, im Sommer 2020, habe sie Probleme mit ihrem Kniegelenk gehabt und habe sich deswegen dort vorgestellt. Damals habe man sie gar nicht zu einem Mediziner durchgelassen und stattdessen ihrer Tochter erklärt, wie sie das Kniegelenk der Mutter mit einer Schiene versorgen kann, um deren Beschwerden zu lindern.

Notaufnahme zunächst nicht betreten

Ein Vorfall, den das Romed-Klinikum im Einzelnen aus Gründen des Patientenschutzes nicht kommentieren kann. Aber nachvollziehen kann das Romed die vorgebrachte Kritik zumindest nicht. Sowohl das Klinikum wie auch das medizinische Versorgungszentrum, vor allem aber die zentralen Notaufnahmen verweigerten sicherlich keine Behandlungen, versichert Kliniksprecherin Elisabeth Siebeneicher. Sie räumt aber ebenso ein, dass Patienten, denen es aus bestimmten Gründen nicht möglich ist, eine Maske zu tragen, die zentrale Notaufnahme zunächst nicht betreten dürften.

„Es gibt äußerst selten Patienten, die eine Maske nicht tolerieren und ein entsprechendes Attest vorweisen“, sagt Siebeneicher. Üblicherweise werde in solch einem speziellen Fall die Situation des Patienten mithilfe der Angehörigen erfasst. Stellt sich eine notfallmäßig zu behandelnde Erkrankung heraus, die schnellstmöglich zu versorgen sei, erfolge dies unter Einhaltung entsprechender Schutzmaßnahmen durch das Personal. „Liegt kein Notfall vor, wird das weitere Prozedere – soweit dies möglich ist – mit der Begleitperson abgeklärt und so ein Zutritt des Patienten in die Klinik vermieden.“

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