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Wohnung in Mehrfamilienhaus geht in Flammen auf

Raublinger (59) stirbt an Folgen einer Rauchgasvergiftung: Ein Retter schildert den dramatischen Einsatz

Ein Rettungshubschrauber brachte den schwerverletzten 59-Jährigen in eine Klinik. Dort starb er laut Polizei am Freitag in den frühen Morgenstunden.
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Ein Rettungshubschrauber brachte den schwerverletzten 59-Jährigen in eine Klinik. Dort starb er laut Polizei am Freitag in den frühen Morgenstunden.

Feuertragödie in Raubling. Der Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Donnerstag (21. April) hat ein Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei ist der Wohnungsbesitzer, ein 59-jähriger Raublinger, jetzt im Krankenhaus gestorben. Das sind die Hintergründe.

Raubling – Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Raublinger Wendelsteinstraße hatten gegen 17.50 Uhr die Feuerwehr informiert, nachdem aus dem geöffneten Fenster einer Wohnung im ersten Obergeschoss dichter, schwarzer Rauch quoll. Sofort rückten rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Raubling, Reischenhart und Pfraundorf, die Kreisbrandinspektion, zwei Rettungsdienstfahrzeuge, ein Notarzt sowie die Polizei zum Einsatzort aus.

Nachdem Einsatzkräfte die bereits erwärmte Haustür der Wohnung im ersten Obergschoss, in der der Brand lokalisiert worden war, eingetreten hatten, machten sich Atemschutzträger auf den Weg in die völlig verrauchten Räumlichkeiten. Dort entdeckten sie hinter einer Tür dem 59-jährigen Wohnungsinhaber, der leblos auf dem Boden kauerte.

Per Hubschrauber in die Klinik geflogen

Nachdem der Mann, der nach Angaben von Kreisbrandrat Richard Schrank keine Brandverletzungen aufwies, ins Freie gebracht worden war, leiteten medizinische Rettungskräfte sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Der 59-Jährige, der durch das Feuer eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten hatte, wurde anschließend unter laufender Reanimation von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort starb er in den frühen Morgenstunden des gestrigen Freitags an den Folgen der Vergiftung.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren konnten den Brand in dem Raublinger Mehrfamilienhaus schnell unter Kontrolle bekommen.

„Es ist natürlich immer tragisch, wenn es bei derartigen Einsätzen zu Todesopfern kommt“, sagte Kreisbrandrat Schrank gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Die Einsatzkräfte hätten aber alles getan, um das Leben des Mannes zu retten. So seien zwischen Eintreffen am Einsatzort und der Bergung des Schwerverletzten gerade einmal zwei bis drei Minuten vergangen. „Schneller ist das gar nicht möglich“, so Schrank, der den Einsatzkräften eine „hervorragende Zusammenarbeit“ bescheinigte.

Was zu dem Brand in der Wohnung, der sich hauptsächlich im Wohnzimmer ausgebreitet hatte und innerhalb weniger Minuten gelöscht war, geführt hatte, ist nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd noch völlig offen. „Dazu gibt es noch keine Erkenntnisse“, sagte Polizeisprecher Alexander Huber auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen und verweis auf die laufenden Ermittlungen, die das zuständige Fachkomissariat 1 der Rosenheimer Kriminalpolizei übernommen habe. Eine erste Untersuchung des Brandorts hatten Einsatzkräfte des Kriminaldauerdienstes direkt nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes durchgeführt.

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Den Schaden an der Wohnung des Todesopfers taxierten die Ermittler in einer ersten Schätzung auf einen mittleren fünfstelligen Eurobereich. Außer der Räumlichkeiten des 59-Jährigen wurden keine weiteren Wohnungen des Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen.

Drehleiter im Einsatz

Während der Löscharbeiten hatte die Feuerwehr nach Angaben von Schrank allerdings einen älteren Hausbewohner per Drehleiter aus einem der oberen Stockwerke in Sicherheit gebracht. Der Mann sei – wie alle übrigen Hausbewohner – nicht in unmittelbarer Gefahr gewesen, erklärte Schrank die Maßnahme. „Wir haben den Mann nur vorsichtshalber per Drehleiter ins Freie geholt, nachdem der Treppenaufgang durch den Rauch im Notfall versperrt gewesen wäre.“

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