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Im Gespräch mit den Elternbeiräten

Priens Bürgermeister Andreas Friedrich: „Präsenzunterricht absolut wichtig“

Bürgermeister Andreas Friedrich überreichte den Elternbeiräten für jede Schule eine Weihnachtsspende von jeweils 200 Euro, um damit unbürokratisch Schüler aus finanzschwachen Familien unterstützen zu können. Zu sehen sind Kathleen Scholz, Julia Jäger, Schulreferentin Annette Resch, Stephan Nicolai, Bürgermeister Friedrich, Andreas Wurm, Sabine Aiblinger und Andreas Anner (stehend von links) sowie Nicole Heck und Jana Frank (kniend von links).
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Bürgermeister Andreas Friedrich überreichte den Elternbeiräten für jede Schule eine Weihnachtsspende von jeweils 200 Euro, um damit unbürokratisch Schüler aus finanzschwachen Familien unterstützen zu können. Zu sehen sind Kathleen Scholz, Julia Jäger, Schulreferentin Annette Resch, Stephan Nicolai, Bürgermeister Friedrich, Andreas Wurm, Sabine Aiblinger und Andreas Anner (stehend von links) sowie Nicole Heck und Jana Frank (kniend von links).

Im Austausch mit den Elternbeiräten der Schulen in Prien machte Bürgermeister Andreas Friedrich vor allem eins klar: Der Präsenzunterricht sei absolut wichtig.

Prien – Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) pflegt seinen Austausch mit den Elternbeiräten der sieben Priener Schulen. Beim Gespräch im Chiemsee Saal nannte er den Präsenzunterricht „absolut wichtig“, der nach dem langen Corona-Lockdown im ersten Halbjahr 2021 bislang wieder durchgehend möglich war. „Die Kinder dürfen wieder einen Lehrer vor und andere Schüler um sich haben und müssen nicht mehr den halben oder ganzen Tag zuhause vor dem Laptop sitzen“, beschrieb er in seinen einführenden Worten plakativ die „größte Veränderung im Vergleich zur letzten Sitzung“.

Verwaltung bestellt Tests und Masken

Dass Präsenzunterricht wieder möglich sei, da komme das Testkonzept der Bayerischen Staatsregierung zum Tragen. Bezüglich der Tests sei die Verwaltung im Priener Rathaus stark eingebunden. Petra Lanzinger ist dort für Schulen und Sport zuständig. Sie bestelle und sammle Tests und Masken und sei für die Verteilung zuständig.

Bürgermeister Friedrich sprach Schulleitern, Lehrern und Eltern ein „dickes Lob“ aus in Zeiten von Corona, in denen das Ministerium teilweise wöchentlich neue Rundschreiben mit neuen Vorgaben herausgebe: „Die Zeit ist nicht einfach, aber wir hoffen, dass wir das bald hinter uns haben.“

Weiter bewege die Marktgemeinde auch das Vermitteln von Ausbildungsplätzen. Seit vielen Jahren gebe es dafür ein Patenprogramm, das gut ankomme. Gemeinderätin Rosi Hell (CSU) nutze ihre Kontakte.

Zur „Verschmelzung“ der staatlichen und der kommunalen Realschule in Prien berichtete Friedrich, dass er und Rosi Hell demnächst an Realschuldirektorin Kerstin Haferkorn herantreten würden. Sie ist die Leiterin der staatlichen Realschule, die bleibt und in der die kommunale Realschule aufgehen wird.

Marktgemeinde möchte Partnerschaftsprojekt an der Realschule aufrecht erhalten

„Für uns ist wichtig, dass die freiwilligen Projekte weiter betrieben werden, vor allem die Partnerschaft mit Graulhet und Valdagno“, erklärte der Bürgermeister. Es würden schon Möglichkeiten ausgelotet, wie Lehrer und Schulleitung dafür begeistert werden könnten. An der Franziska-Hager-Mittelschule habe die Gemeinde mit den Arbeiten für den sechsgruppigen Hort begonnen, der anstelle des alten, nicht mehr genutzten Sportplatzes entsteht. „Ich bin zuversichtlich, dass wir den straffen Zeitplan einhalten und der Kinderhort zum September 2023 in Betrieb geht“, so Friedrich. Allerdings sei aufgrund der Baustelle bis dahin der ein oder andere Umweg erforderlich.

Donat Steindlmüller von der Rathaus-Geschäftsführung erklärte den Elternbeiräten anhand einer Karte die Situation. Voraussichtlich mit Beginn der Faschingsferien rollen seinen Ausführungen nach auch die Lastwägen an der Sporthalle vorbei zum Bauplatz. „Wir haben versucht, eine Lösung zu finden, damit primär immer die Schulwegsicherheit gewährleistet ist“, sagte Steindlmüller. Die Baustellenzufahrt werde abgesperrt. Die Einfahrt sei nur noch bis und ab Lidl möglich. Bei der Ausfahrt könne nur nach rechts abgebogen werden. Steindlmüller empfahl, dass die Kinder ihren Schulweg während der Bauzeit am besten über die Jensenstraße gehen sollten. Dort werde an Engstellen ein beidseitiges Parkverbot beschildert.

Im Oktober wird Jugendrat gewählt

Annette Resch (CSU), Referentin für Jugend und Schule im Marktgemeinderat, stellte den Elternbeiräten den Jugendrat vor. Dieser werde alle zwei Jahre gewählt, das nächste Mal heuer im Oktober. Momentan bestehe er aus zwölf jungen Damen und Herren, die sich alle drei bis vier Wochen träfen – aktuell digital. Beispiele aus den derzeitigen Aktivitäten seien eine Umfrage und Verbesserungsvorschläge für die Radwege in Prien. Auch ein Schülersprechertreffen sei angedacht.

Die Beach Bar am Wendelsteinplatz und der Skaterplatz seien auf das Engagement des Jugendrats zurückzuführen. Außerdem, so Resch, habe der Priener Jugendrat das Anruf-Sammeltaxi mit angestoßen, das auf den Nachtexpress folgen wird, den wiederum der Jugendrat initiiert hatte.

Anruf-Sammeltaxi speziell auch für Jugendliche interessant

Resch sagte, dass der Landkreis das neue Taxiangebot im Rahmen des Öffentlichen Personennahverkehrs wahrscheinlich im Mai oder Juni einführen werde. Da es kostengünstiger als ein reguläres Taxi sei, könnten damit Jugendliche zum Beispiel zum Verein oder anderen Aktivitäten fahren.

Die Hell-ferin in letzter Not: Auf der Suche nach Ausbildungsplätzen:

Marktgemeinderätin Rosi Hell (CSU) berichtete beim Elternbeiratgespräch über den Mundartweg des Mittelschulverbandes und die berufsorientierende Maßnahme. Ziel war, Jugendliche in Ausbildung zu bringen, die im Mai noch keine Lehrstelle gefunden hatten. Hell war zu Firmen gegangen, um 15 Lehrverträge aufzutun – und hat es geschafft. „Es ist schön, wenn man sieht, es funktioniert, wenn man was macht“, sagte sie nicht ohne Stolz. Eine Firma, die ursprünglich nicht ausbilden wollte, habe es sich sogar anders überlegt. Bürgermeister Andreas Friedrich meinte angesichts von Hells lebhafter Persönlichkeit am Ende scherzhaft: „Jetzt stellen sie sich vor, Rosi Hell steht vor ihrer Firma und hört erst zu reden auf, wenn sie einen Schüler unterbringt.“ Dies quittierten das Publikum und Rosi Hell selbst mit einem gutmütigen Lachen.

Hilfe für Familien und Jugendliche:

Kerstin Stock stellte das örtliche Landkreis-Patenprojekt „Jugend in Arbeit“ kurz vor. „Es gibt viele soziale Probleme“, schickte sie voraus. Die Ehrenamtlichen der Priener Patengruppe – laut Stock die größte im Landkreis Rosenheim – helfen Schülern beim Lernen. Das Projekt sei verknüpft mit der Schul- und Sozialarbeit. Der Lernbedarf ist laut Stock „extrem hoch“. Konrad Bachhuber hat schon neun Jugendliche über dieses Patenprojekt betreut und begleitet, wie er schilderte. Ziel sei, dass die Jugendlichen ihren Schulstoff bewältigen und einen Ausbildungsplatz finden. Die Sozial- und Behindertenbeauftragte Gabriele Schelhas (SPD) vom Marktgemeinderat berichtete über das Lokale Bündnis für Familien: „Wir helfen schnell und unbürokratisch“, betonte sie.

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