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Der Donnerstag ist für Einheimische attraktiv

Nach der Corona-Zwangspause: Wie der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel angelaufen ist

Priener Standbetreiberinnen Julia und Julia Kollmannsberger am Christkindlmarkt auf der Fraueninsel
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„Das Geld sitzt nicht mehr so locker. Aber Hochwertiges wird geschätzt“, sagen die Priener Standbetreiberinnen Julia und Julia Kollmannsberger.

Endlich wieder Christkindlmarkt auf der Fraueninsel: Ein Grund hinzufahren oder wird angesichts der hohen Inflation auf den besinnlichen Zeitvertreib im Advent verzichtet?

Prien – Er ist schon ein bisschen teurer als auf dem Festland, der Glühwein auf der Fraueninsel. Zumindest der am Glühweinstand der Inseltöpferei. Statt vier Euro wie auf dem Priener Christkindlmarkt kostet er hier 4,50 Euro, dafür ist er in rot und in weiß zu haben und selbstgemacht. „Wir bekommen für ihn viel Lob“, sagt Inseltöpfer Georg Klampfleuthner. Hochwertige Produkte hätten ihren Preis.

Vorbei ist es mit „schnell, schnell“

Klampfleuthner macht auch keine Bratwurstsemmeln mehr. Vielleicht hat das mit dem Rummel zu tun, der Jahre vor der Coronakrise an Adventwochenenden auf der Fraueninsel geherrscht hat. „Bei der Würstelfraktion musste alles schnell, schnell gehen. Jetzt, wo wir Raclette anbieten, kommen andere, entspanntere Leute zu uns“, so der Insulaner.

Mit dem ersten der beiden Wochenenden des Christkindlmarktes war das Ehepaar Klampfleuthner sehr zufrieden. Der „Versuchsballon“, den Markt schon am Donnerstag zu starten, um mehr Einheimische anzuziehen, sei relativ gut gestartet. Wobei der Inseltöpfer einwirft: „Ich glaube, viele Einheimische haben nichts davon gewusst, sonst wären die auch gekommen.“

Heuer ist es ruhiger

Ja, es habe wenig Werbung gegeben, bestätigt Armin Krämmer (FWG), Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee. „Wir und die Prien Marketing als Veranstalter wussten ja nicht, wie gut der Christkindlmarkt nach der langen Pause laufen wird“, erklärt er. Tatsächlich seien es spürbar weniger Besucher gewesen als in den Jahren des wahren Advent-Rummels auf der Fraueninsel. „Vielleicht sind viele Leute jetzt sparsamer“, vermutet Krämmer. Um auf die Fraueninsel zu kommen, müssten sie ja doch den Parkplatz am Festland und die Überfahrt mit dem Schiff zahlen. „Wir versuchen daher, einzigartig zu sein“, sagt Krämmer.

Not-Licht für bis zu 20.000 Gäste

Gerüstet war man aber auch heuer für einen Besuch von bis zu 20.000 Gästen am Tag - und zwar unter dem Zeichen der Blackout-Gefahr. „Der AUV hat uns ein Notstromaggregat geliehen, um im Falle des Falles zumindest die Beleuchtung an den Hauptwegen zu haben“, sagt Krämmer. Wenn wirklich einmal der Strom ausfallen sollte und man im Stockfinstern 20.000 Leute wegbringen müsste, „Das wäre schon gruselig“, so der Bürgermeister.

Doch alles ist hell geblieben am ersten Wochenende und der Verkauf lief gut, wenn auch weniger Besucher da waren, sagt Standbetreiberin Julia Kollmannsberger. Gemeinsam mit ihrer Tochter Julia merkte sie: „Das Geld sitzt bei manchen Leuten nicht mehr so locker wie früher.“ Ihre hochwertigen Produkte würden aber gekauft. „Sie kosten halt mehr, weil sie nicht aus Neuseeland kommen, sondern aus Bayern“, so die Priener Betreiberin des Bio- und Regionalmarkts Prien, die an ihrem Stand Felle ihrer eigenen Schafe verkauft sowie Decken und Seifen aus Schafmilch.

Weihnachtliche Vorfreude unter Standlern und Gästen

Die weihnachtliche Vorfreude habe sie unter den Gästen und den Standbetreibern bemerkt, so Kollmannsberger. Sie fügt hinzu: „Für uns Standler ist es ein schönes Erlebnis, wenn wir alle zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen.“ Was für alle gelte, beschreibt Andrea Hübner, Geschäftsführererin der Prien Marketing (PrieMa): Besucher, Aussteller, Fieranten und Gastronomen sind dankbar, dass der Markt nach zwei Jahren Pause wieder stattfinden kann.“

Während der Zwangspause waren einige Fieranten abgesprungen. PrieMa und Gemeinde Chiemsee wussten nicht, wie sich die Lage entwickeln würde. Doch es seien wieder neue hinzugekommen, so Bürgermeister Krämmer, und insgesamt 80 Stände auf der Insel in Betrieb. Auf der Bühne spielten am ersten Wochenende unter anderem der Halfinger Bläserkreis und die jungen Blechbläser der Musikschule Prien.

Das zweite Christkindlmarkt-Wochenende beginnt wie vorige Woche wieder am Donnerstag (1. Dezember) um 15 Uhr - es ist die zweite Gelegenheit für eine „After Hour“ für Einheimische mit Freunden und Kollegen. Den musikalischen Auftakt machen am Freitag von 15 bis 16 Uhr die Kantorei Prien und von 17 bis 18 Uhr die Weisenbläser Emmerting.

Werden auch diesen Sonntag wieder auf der Fraueninsel aufspielen: Die jungen Blechbläser der Musikschule Prien.

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