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Corona-Fälle bei Klinikmitarbeitern

Omikron-Welle schwappt weiter - jetzt hilft die Bundeswehr in den RoMed-Kliniken

Tägliches Geschäft: Ein Covid-Patient wird in die Romed-Notaufnahme eingeliefert.
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Tägliches Geschäft: Ein Covid-Patient wird in die Romed-Notaufnahme eingeliefert.

Die Omikron-Welle hat die Romed-Kliniken erreicht - und schränkt mit inzwischen über 100 infizierten Klinikmitarbeitern den Betrieb massiv ein. Stationen mussten geschlossen werden. An einem Standort ist gar die Bundeswehr mit im Einsatz und hilft aus. Reihentests fördern weitere Corona-Fälle zutage.

Rosenheim - Die Hiobsbotschaft kam über Nacht: Routinetests förderten zu Wochenbeginn an allen vier Standorten der Romed-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim Positiv-Fälle zutage. Im ersten Schwung: insgesamt 90 Corona-positive Mitarbeiter. Betroffen waren sämtliche Standort, von Rosenheim (29) über Bad Aibling (21), Wasserburg (31) und Prien (9). Und sorgten für massive Ausfälle und Einschränkungen im Klinik-Betrieb.

Weitere Fälle nach Reihentests

Doch mit der ersten Welle war noch lange nicht Schluss: Umgehend durchgeführte Reihentestungen förderten weitere Positiv-Fälle zutage, wie die Romed-Kliniken auf OVB-Anfrage bekanntgaben. Die vorläufige Bilanz am Donnerstag, 20. Januar: 13 weitere corona-positive Klinikmitarbeiter. Fünf neue Fälle kamen im Kreiskrankenhaus Wasserburg hinzu. Acht weitere Fälle sind am Klinikum Rosenheim aufgetreten. Die Gesamtzahl der aktuellen Positiv-Fälle steigt damit auf 103 - wobei noch weitere Testergebnisse ausstehen.

Diese Stationen sind geschlossen

Nach wie vor geschlossen bleibt wegen der Personalausfälle am Klinikum Rosenheim die Chest Pain Unit (CPU), eine Station für Patienten mit Herzerkrankungen. Notfälle werden auf der Intensivstation und in der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) versorgt. Überdies ist ein Aufnahmestopp über die Akutgeriatrie und Alterstraumatologie im Kreiskrankenhaus Bad Aibling verhängt. Die Zentralen Notaufnahmen können indes an allen vier Standorten geöffnet bleiben; ebenso die Geburtenstationen in Rosenheim und Wasserburg.

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Engmaschige Überwachung

Wie Romed-Sprecherin Elisabeth Siebeneicher betont, erfolgten die Mitarbeiter- und Patiententestungen weiterhin engmaschig. Dabei gehe die Testfrequenz sogar über die Anforderungen des Gesundheitsamtes hinaus.

Bundeswehr in Bad Aibling im Einsatz

Die Sprecherin erklärt weiter: „Alle Klinikstandorte sind in engem Austausch, um eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.“ Überdies sind am Romed-Standort Bad Aibling Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Sie unterstützen die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses, wie die Sprecherin bestätigte. Die in Bad Aibling eingesetzten Soldaten sind von der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall (Gebirgsjägerbataillon 231).

Die Soldatinnen und Soldaten der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 helfen unter anderem im Krankenhaus Bad Aibling und im Landratsamt Rosenheim (seit Sommer Kontaktermittlung im Gesundheitsamts) in der Amtshilfe, wie es seitens der Bundeswehr heißt. Soldaten, die ihren Dienst seit dem 4. Januar in der Romed-Klinik Bad Aibling versehen, leisten dabei diverse Hilfsarbeiten wie Betten desinfizieren, Bettentransport oder Essenverteilung an die Patienten. 

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Austausch mit Gesundheitsamt

Überdies steht die Abteilung für Krankenhaushygiene der Romed-Kliniken steht in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Rosenheim. Sobald sich ein kritischer Personalmangel abzeichnet, soll über Einzelfallentscheidungen entschieden werden. Damit könnten Mitarbeiter im Einzelfall vorzeitig aus der Quarantäne zurückgeholt werden. Siebeneicher dazu am Donnerstagnachmittag: „Stand heute sind solche Maßnahmen noch nicht ergriffen worden.“

Die aktuellen Quarantäne-Regeln

Hintergrund: Mit Anpassung der Allgemeinverfügung „Isolation“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 11. Januar 2022 wurden mit Blick auf die Quarantäne und Isolationsdauer bzw. Wiederaufnahme der Tätigkeit von Beschäftigten nach Isolation und Quarantäne an die Omikron-Variante angepasste Regelungen getroffen. Diese Regelungen gelten auch für die Krankenhäuser. Das Gesundheitsamt kann im Einzelfall und unter Berücksichtigung der aktuellen Personalsituation zur Gewährleistung der Patientenversorgung abweichende Entscheidungen treffen.

Lage auf den Covid-Stationen

Leicht angestiegen ist die Anzahl der Patienten auf den Covid-Stationen gegenüber dem Vortag: Stand Donnerstagmorgen befanden sich bei Romed 32 (Mittwoch: 29) Covid-Patienten in stationärer Behandlung, davon sechs auf Intensivstation (Mittwoch: 4), einer davon beatmet. Hinzu kommen sieben Covid-Verdachtsfälle (Vortag: 10). Zum Höhepunkt der vierten Welle noch im Dezember mussten 120 und mehr Covid-Patienten allein bei Romed versorgt werden.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Region Rosenheim ist weiter steigend: auf 752 für den Landkreis und 810 für die Stadt Rosenheim (Stand 20. Januar 2022, 0 Uhr).

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