Das waren die Themen in der Bürgerversammlung

Kläranlage, Haushalt, Klopapier und Brenner-Nordzulauf

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Oberaudorf - Am Dienstag fand im Kursaal der Gemeinde wieder die alljährliche Bürgerversammlung statt. Das wurde diskutiert:

Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiter der Verwaltung und Gemeinderäte waren der Einladung des Bürgermeisters Hubert Wildgruber gefolgt und haben sich am Dienstagabend im Kursaal der Gemeinde zur Bürgerversammlung zusammengefunden.


Kläranlage war großes Thema

Hier finden Sie alle Zahlen, Daten und Fakten der Gemeinde im Überblick

Wildgruber berichtete über die  Zahlen zum Haushalt der Gemeinde. Anschließend gab er einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Auch auf den Neubau der Kläranlage, der bei vielen Bürgern für Verunsicherung sorgt, ging der Bürgermeister ein. Hierzu soll im Frühjahr 2017 eine Sonderbürgerversammlung stattfinden. "Da werden wir dann alle Daten haben, um über die Zahlen informieren zu können", so Wildgruber. Er versicherte, dass der Gemeinderat nach Lösungen suche, dass die Bürger nicht zu sehr belastet werden. Den kursierenden Gerüchten, dass das den Bürger bis zu 50.000 Euro kosten könne, entzog er den Nährboden: "Solche Summen werden nicht herauskommen, das wird sich nicht in solch einer Größenordnung befinden." Klar sei, dass die Beträge erst zum Tragen kommen werden, wenn die Kläranlage fertiggestellt ist. "Es wird dann sicher auch Härtefälle geben."

Asylbewerber und Flüchtlinge

Weiter ging er auf die Asylbewerber- und Flüchtlingssituation der Gemeinde ein. Demnach leben derzeit 56 Flüchtlinge in Oberaudorf. "Die Situation hat sich entspannt, kann sich aber jeder Zeit wieder verschärfen. Die Gemeinden haben dafür zu sorgen, dass das funktioniert. Das Thema wird uns in Zukunft mit Sicherheit weiter beschäftigen". Besonderer Dank des Bürgermeister galt der "ausgezeichneten Arbeit des Helferkreises". 


Die Diskussionen in der Gemeinde um den Brenner-Nordzulauf

Auch der Brenner-Nordzulauf war wieder viel diskutiertes Thema. Neben den künftigen Verkehrsplanungen informierte Wildgruber zudem über Baumaßnahmen und Investitionen, die Kinderbetreuung in der Gemeinde und Kulturelles.

Tourismus und Gemeindewerke

Es folgten die Berichte der Tourismusmanagerin Yvonne Tremml und Michael Schmid, Leiter der Gemeindewerke. Der hatte mitzuteilen, dass die Strompreise wegen der gestiegenen Umlagen und Netzentgelte um einen Cent erhöht werden müssen. "Das macht in einem normalen Haushalt etwa 50 Euro aus", so Schmid.

Anträge und Anregungen der Bürger

Im Anschluss waren die Bürger an der Reihe. Hier ging es wieder um die Themen "Kläranlage" und "Brenner-Nordzulauf". Aber auch der Naturschutz wurde diskutiert. Ein Bürger reichte im Vorfeld einen Antrag ein, demnach er die Naturbeschädigung an der Rosenheimer Straße monierte. Nach Naturschutzgesetz sei es nicht erlaubt, die verschiedenen Flächen dort zu fräsen. "Dazu wird es in den nächsten Wochen im Haus ein Gespräch geben", entgegnete der Bürgermeister. 

Zu wenig Klopapier?

Für Schmunzeln sorgte die Frage eines Bürgers, ob die Mittel der Gemeinde etwa so knapp seien, dass sie sich kein Toilettenpapier mehr leisten könne. Der Hintergrund war, dass die Kinder eines Kindergartens aufgefordert wurden, ihr eigenes Klopapier mitzubringen. "Wir haben Tonnen von Klopapier", konnte Wildgruber entgegnen. Hier habe lediglich ein Kommunikationsproblem vorgelegen. "Die Klorollen waren zum basteln gedacht.

jb

Quelle: rosenheim24.de

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