Gefälschter Ausweis in Unterwäsche versteckt

Oberaudorf - Für einen rumänischen Schleuser war auf der A93 Endstation: Der Mann wurde aufgehalten, als er vier Syrer mit gefälschten Dokumenten einschleusen wollte.

Die Bundespolizisten haben am Mittwoch, den 27. November, einen 36-Jährigen auf der A93 vorläufig festgenommen. Der rumänische Staatsangehörige hatte drei Syrer und einen Palästinenser unerlaubt ins Land gebracht. Bei zwei der Geschleusten fanden die Beamten gefälschte Dokumente. Fahnder der Rosenheimer Bundespolizei kontrollierten die Insassen eines in Italien zugelassenen Autos auf Höhe Oberaudorf. Lediglich der rumänische Fahrer hatte einen gültigen Pass dabei.


Seine vier Begleiter syrischer Herkunft wiesen sich zunächst nicht aus. Allerdings entdeckten die Beamten bei Durchsuchung der Personen zwei gefälschte Dokumente. Ein 32-jähriger Palästinenser hatte neben seinem syrischen Flüchtlingspass einen totalgefälschten österreichischen Ausweis in seiner Unterwäsche versteckt. Sein 24-jähriger Mitfahrer hatte gefälschte griechische Dokumente im Gepäck. Er gab an, die Fälschung von einem Schleuser in Griechenland erworben zu haben. Dafür und für die Weiterreise bis Italien hatte er 1.650 Euro gezahlt. Der Rumäne räumte ein, dass er insgesamt 1.000 Euro von seinen vier Fahrgästen bei Ankunft in Hamburg hätte erhalten sollen. Auf dieses Geld wird er nun verzichten müssen.

Nach Vorführung beim Haftrichter des Rosenheimer Amtsgerichts lieferten ihn die Bundespolizisten zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein. Den 36-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern Die beiden Männer mit den unechten Papieren werden sich neben unerlaubter Einreise auch wegen der Urkundendelikte verantworten müssen. Die Beamten behielten je 200 Euro als Sicherheit für die Verfahren ein. Alle vier Flüchtlinge wurden nach Abschluss der Maßnahmen an die Aufnahmestelle in München weitergeleitet.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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