Intensive Eindrücke in das Schulleben...

Herzerfrischende Premiere für "Inklusion macht stark"

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Oberaudorf - "Inklusion macht stark" so heißt der ungewöhnliche Film über die Privaten Schulen Oberaudorf-Inntal, der seine Premiere im Kursaal feierte:

Inklusion berührt die Menschen, sie macht Spaß, stärkt Kinder und Eltern – und ist ein Erfolgsmodell. Das ist die Bilanz einer ungewöhnlichen Filmpremiere im Oberaudorfer Kursaal. „Inklusion macht stark“ heißt der Film von Karin Dürr über die Privaten Schulen Oberaudorf-Inntal. Er schildert den Alltag in der Grund- und Mittelschule, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam jahrgangsübergreifende Klassen besuchen und nach der konduktiven Methode nach Petö gefördert werden. Initiiert haben diese Schule der Verein FortSchritt Rosenheim e.V. und seine Schirmherrin, die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig. „Vielfalt ist eine Chance – das ist unser Motto“, sagte die heimische Wahlkreisabgeordnete zur Begrüßung. „Das ist es, was unsere Schule auszeichnet. Ohne das Engagement der Eltern, der Lehrer und der Gemeinde sowie unserer Förderer wäre dieser Erfolg nicht möglich.“ Schon der Beginn der Premiere zeigte, wie gut Inklusion funktioniert. Alle Kinder – egal ob im Rollstuhl oder auf den Stühlen stehend – hatten einen Flashmob einstudiert, der das Publikum und Bürgermeister Hubert Wildgruber zu Begeisterungsstürmen hinriss. „Ich bin noch nie so geflashmobbt worden“, sagte Wildgruber. „Da dürfen wir einen tollen Film erwarten.“ Oberaudorf sei ein gutes Pflaster dafür, so der Bürgermeister, schließlich habe hier Erfolgsregisseur Marcus H. Rosenmüller schon eine Premiere gefeiert. 


Volles Haus bei der Premiere 

Die Gäste im voll besetzten Kursaal wurden nicht enttäuscht. Einfühlsam, doch direkt an den Menschen, verfolgte Karin Dürr den Alltag in der Schule, ließ Konduktoren, die Schulleitung, Eltern und ihre Kinder zu Wort kommen. Ab und zu durften die Buben und Mädchen selbst mit der Kamera filmen und moderieren. So erfuhren die Zuschauer, wie intensiv und individuell der Unterricht ist, dass Schulangst für die Kinder ein Fremdwort ist, dass die Stärkeren und Schnelleren die Langsameren mitnehmen und sie fördern. Dass Solidarität in dieser Schule gelebt wird, und dass die Eltern es als Glück erleben, dass ihre Kinder so eine Schule besuchen dürfen. Buben und Mädchen freuen sich, dass es täglich Sport gibt, und dass sie einen Rollstuhlführerschein machen, auch wenn sie nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind. Konduktive Förderung nach Petö heißt: Pädagogik und Therapie sind eine Einheit, die Schüler werden in all ihren Kompetenzen gefördert – sprachlich, emotional und in ihrer Lernfähigkeit. Nicht die Behinderung, sondern die Persönlichkeit steht im Mittelpunkt. Das vermittelte der Film eindrucksvoll. Egal, wie stark ein Kind in seinem Leben eingeschränkt ist – aufgegeben wird in dieser Schule niemand. „Die Option, dass wir ein Kind wegschicken, weil wir damit nicht klarkommen, gibt es für uns nicht“, sagte Geschäftsführerin Bettina Brühl im Film. 


Erfolg spricht sich schnell rum

Selbst aus Holzkirchen kommen Schüler nach Oberaudorf, weil es hier so einzigartig ist, erfuhren die Besucher in einer anschließenden Podiumsdiskussion. Und für die pädagogische Leiterin Rita Mechtl ist mit dieser Schule sogar ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Daniela Ludwig hatte nach dieser erfolgreichen Premiere das passende Geschenk für Autorin Karin Dürr dabei. „Für solche Filme, die einzigartig sind, kann ich nur einen Oscar überreichen. Karin Dürr hat unglaublich eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, liebenswürdig und gescheit diese Kinder sind. Auf formidable Art und Weise ist es ihr gelungen, den Mut einzufangen, mit der die Privaten Schulen Oberaudorf-Inntal ihren Weg gehen.“ Bürgermeister Hubert Wildgruber lud alle interessierten Bürger ein, die Schule zu besuchen. „Hier können Sie die Inklusion hautnah erleben.“ Autorin Karin Dürr will mit ihrem Film eines erreichen: dass das Oberaudorfer Modell Schule macht. „Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Film Kontakt zu anderen Netzwerken bekommen, und dass wir den Gedanken der Schule weitertragen.“

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig

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