Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach zwei Jahren Leerstand

Ehemaliges Seniorenheim St. Benedikt in Nußdorf am Inn: Das sind die Pläne für das Areal

Alten- und Pflegeheimes St. Benedikt in Nußdorf
+
Vor fast genau zwei Jahren schloss das ehemalige Alten- und Pflegeheimes St. Benedikt in Nußdorf. Die Gemeinde kaufte das Haus mitsamt dem Areal.

Vor zwei Jahren schloss das ehemalige Seniorenheims St. Benedikt in Nußdorf am Inn. In einer außerordentlichen Bürgerversammlung erklärte Bürgermeisterin Susanne Grandauer die Pläne für das Grundstück. Denn: Die Gemeinde hat sich das Areal gesichert.

Nußdorf am Inn - „Wir stecken noch in den Kinderschuhen“, sagt Bürgermeisterin Susanne Grandauer (CSU/FWG) über die Pläne rund um das Areal des ehemaligen Alten- und Pflegeheims St. Benedikt. In der außerordentlichen Bürgerversammlung gab sie einen Überblick über den aktuellen Verfahrensstand. Die Gemeinde Nußdorf hat, mit Zustimmung des Gemeinderats, das 2600 Quadratmeter große Grundstück mitsamt dem Gebäude am Hochriesweg 5 für 2,95 Millionen Euro gekauft. Der Eigentumsübergang sei allerdings noch nicht vollzogen, erklärte Nußdorfs Erste Bürgermeisterin Susanne Grandauer. Dazu wurde nun ein Darlehen aufgenommen. „Was nun auf dem Grundstück entstehen soll, steht derzeit noch nicht fest“, so die Rathauschefin. Eine Tendenz gibt es aber trotzdem.

Soziale Zwecke

Die Gemeinde plane, das Areal künftig für soziale Zwecke und systemrelevantes Wohnen zu nutzen. Für das Gesamtprojekt gebe es unterschiedliche Vorstellungen, die von förderfähigem, barrierefreien Wohnen bis hin zur Schaffung von Wohnungen für Gemeindemitarbeiter gehen, führt Grandauer aus. Ihr persönlich würde dort eine Tagespflegestätte gefallen.

Arbeitskreis ist geplant

„Wir wollen jetzt einen Arbeitskreis gründen“, sagt Grandauer. Dieser soll sich mit der Ausarbeitung eines Konzepts für das ehemalige Alten- und Pflegeheim kümmern. Der Arbeitskreis werde sich aus Gemeinderatsmitgliedern zusammensetzen. Außerdem sollen die Nußdorfer Bürger beteiligt werden. „Wir wissen zwar noch nicht, in welcher Art und Weise wir das durchführen können. Ob das als Bürgerbefragung oder in einer anderen Form stattfinden soll, muss noch ausgearbeitet werden“, sagt Grandauer.

Keine Zwischennutzung geplant

Was derzeit gewiss ist, ist, dass der bestehende Bau nicht saniert wird. Aufgrund der schlechten Bausubstanz müsse, trotz Einwänden von Bürgern, das bestehende Gebäude einem Neubau weichen. Um auch künftig das Geschehen auf dem Areal mitbestimmen zu können, behält sich die Gemeinde ausdrücklich ein Mitspracherecht vor. Bis sich die Pläne für das Areal am Hochriesweg 5 konkretisieren, bleibt das Gebäude leer stehen.

Grandauer schließt eine Zwischennutzung des Gebäudes, zum Beispiel für Asylbewerber, aus. Der Grund dafür sei unter anderem der Brandschutz. Um den derzeitigen Auflagen gerecht zu werden, wäre ein aufwändiger Umbau notwendig. Kosten und Nutzen für eine nur kurzfristige Verwendung würden in keinem Verhältnis stehen.

Darum kam es zum Leerstand

Das Seniorenheim St. Benedikt schloss überraschend Ende September 2020. Die genauen Gründe für das Ende des Alten- und Pflegeheims wurden damals nicht bekannt gegeben. In einem Schreiben an die damaligen Bewohner hieß es, dass das Heim „im Einvernehmen mit der Heimaufsicht“ geschlossen wird. Nachdem die Betriebserlaubnis für ein Altenpflegeheim erloschen war, interessierte sich kein weiterer Betreiber mehr für diese ehemalige Pflegeeinrichtung, sodass nun der Weg auch für eine andere Nutzung frei ist.

Kommentare