Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Projekt für die kommenden drei Jahre

Müssen die Nußdorfer für die Kanalinspektion zahlen?

Das Ortsschild von Nußdorf am Inn im Landkreis Rosenheim.
+
Zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde Nußdorf gehört unter anderem die Kanalinspektion.

In der Gemeinde Nußdorf am Inn wird in den kommenden drei Jahren das Kanalsystem inspiziert. In einer außerordentlichen Bürgerversammlung erklärte Bürgermeisterin Susanne Grandauer, was das für die Bürger bedeutet.

Nußdorf am Inn – Die Beseitigung von Abwasser gehört zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde. „Zum ordnungsgemäßen Betrieb der Abwasseranlagen gehört auch die Durchführung notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen“, sagt Susanne Grandauer (CSU/FWG). „Sie ist kostendeckend zu betreiben und über Beiträge und Gebühren von Bürgern und Betrieben zu finanzieren.“ Das heißt, dass keine zusätzlichen Kosten auf den Nußdorfer Bürger zukommen. Die Ausgaben werden auf alle Haushalte umgelegt und sind am Ende durch die Rechnung der Abwassergebühren gedeckt.

Ort in zwei Abschnitte geteilt

Die Inspektion beginnt in diesem Jahr und zieht sich über die kommenden drei Jahren. Dafür wurde Nußdorf der Bürgermeisterin zufolge in zwei Abschnitte aufgeteilt. Die Inspektion im südlichen Teil finde in diesem und im kommenden Jahr statt. Der nördliche Teil folge dann in 2024/2025.

„Das öffentliche Kanalnetz stellt oft den größten Vermögensposten der Städte und Gemeinde dar. Es geht nun darum, dieses Vermögen für die Zukunft zu erhalten. Ein ordnungsgemäßes und funktionstüchtiges Kanalnetz ist wichtig, denn ein geschädigtes Kanalnetz birgt in sich Gefahren“, erklärt die Bürgermeisterin.

Die Kanalinspektion im südlichen Teil von Nußdorf findet in diesem und im kommenden Jahr statt, der nördliche Teil folgt dann in 2024 und 2025.

Eine wichtige Aufgabe

Denn Abwasser aus undichten Kanälen könne Boden- und Grundwasser verunreinigen, eindringendes Grundwasser belaste die Kläranlagen und Kanäle und verursache unnötig hohe Betriebskosten. Es könne zu Verstopfungen oder Überschwemmungen kommen sowie zu undichten Stellen im Erdreich.

Die wiederum könnten Ausspülungen und Straßeneinbrüche verursachen, erklärt Grandauer die Bedeutung der Maßnahmen. Neben einer Reinigung findet eine eingehende Sichtprüfung der Kanäle und Schächte durch Befahrung mit ferngesteuerten Kanalkameras statt, deren Ergebnisse zur Erarbeitung eines Sanierungskonzepts herangezogen werden, sagt die Bürgermeisterin.

Das Nußdorfer Kanalsystem

Nußdorf unterhält ein 25,5 km umfassendes Schmutzwasserkanalsystem, zu dem circa 1367 Schächte, neun Pumpwerke und ein Hauptpumpwerk gehören, die im Wesentlichen zwischen 1988 und 1991 und im Ortsteil Hinterberg zwischen 2010 und 2013 entstanden sind.

Revisionsschacht muss zugänglich sein

Mit der Durchführung wurde die Firma Georg Mayer GmbH aus Nußdorf beauftragt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich aus der Entwässerungssatzung in Verbindung mit der Beitrags- und Gebührensatzung der Gemeinde sowie der Eigenüberwachungsverordnung.

Das bedeutet, dass die Gemeinde die Inspektion des gesamten Kanalnetzes bis zum Revisionsschacht übernimmt. Die Eigentümer müssen dafür sorgen, dass die Revisionsschächte auf den Grundstücken zugänglich sind. Hindernisse oder Überdeckungen sind bis zum 31. Dezember zu entfernen. Zudem ist der Gemeinde ungehinderter Zugang zu allen Anlageteilen zu gewähren.

Aufgabe der Eigentümer

Die Zuständigkeit für die privaten Grundstückseigentümer liegt zwischen Gebäude und Revisionsschacht. Laut der Entwässerungssatzung ist der Eigentümer dazu verpflichtet, dass er seine Abwasseranlagen bis zum Revisionsschacht alle zehn Jahre überprüfen lässt. Dazu kann eine Fachfirma beauftragt werden. Die betroffenen Eigentümer erhalten ein Anschreiben mit Formblatt. Dass die Leitungen vonseiten der Privateigentümer überprüft wurden, müssen sie bis zum 30. Juli 2023 bei der Gemeinde nachweisen.

Kommentare