Auf Nominierung und Wahl verzichtet

+
Der Hofstätter See soll ungefährdetes Naherholungsgebiet der Pruttinger bleiben.

Prutting - Nur noch zwei Bürgermeister wird es in Prutting bis zu einer eventuellen anderen Entscheidung geben: den Ersten Bürgermeister Hans Loy und die Zweite Bürgermeisterin, Gertraud Fordermeyer.

In der jüngsten Sitzung stellte Clemens Thuspaß beim Tagungspunkt „Wahl des Dritten Bürgermeisters“ den Antrag, diesen Posten zukünftig nicht mehr zu besetzen. Mit 14:1 Stimmen folgte der Rat diesem Antrag.


Neben der Entscheidung über den dritten Bürgermeisterposten gab Hans Loy auch einen Paukenschlag bekannt: Die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung, in dessen Aufgabengebiet auch der Bereich Dorfweiher "Mösl" fällt, hat den vom Gemeinderat kürzlich nach langem Ringen gefassten Beschluss abgelehnt, auf einen Steg zu verzichten und dafür den Damm auszubauen. Gegner und Befürworter von Damm oder Steg lieferten sich erneut einen lebhaften Schlagabtausch. Zu einer nichtöffentlichen Sitzung der Teilnehmergemeinschaft am Freitag sollen nun auch die Gemeinderäte eingeladen werden. Dann soll versucht werden, zu einer Einigung zu kommen. Die Dorferneuerung wird je zur Hälfte vom Amt für ländliche Entwicklung und von den jeweiligen Gemeinden finanziert.

Diskussionspunkt war auch der Antrag der Stadtwerke Rosenheim auf weitere Grundwassermessstellen im Bereich Mühltal, Hofstätter See. Bürgermeister Hans Loy und Clemens Gottenöf unterstützten den Antrag. "Wir haben immer eine Alternative zur geplanten Wasserentnahme am Hofstätter See gefordert, nun wollen die Stadtwerke die Innquellen bei Mühltal erforschen, da sollten wir nicht dagegen sein", so der Bürgermeister. Fritz Meisinger meinte, der Verdacht sei nicht ausgeräumt, dass die Stadtwerke immer noch versuchen könnten, das Wasser am See anzubohren. Auch Klemens Thuspaß wandte sich gegen die Bohrungen. Mit 13:2 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.


Der Bauantrag der Gemeinde Prutting für die Errichtung von 40 Parkplätzen an der Kirchenholzstraße fand einhellige Zustimmung. Damit soll die Parkplatzsituation am Neuen Sportplatz und Dorfstadl entschärft werden. Dem Vorbescheidantrag von Brigitte Aiblinger-Ghahramanys, Errichtung eines Einfamilienhauses in Nendlberg, stimmten neun Räte zu, fünf waren dagegen. Da der geplante Bau im Außenbereich und Landschaftsschutzgebiet liegt, muss das Landratsamt noch zustimmen.

Einstimmig billigte das Gremium die siebte und achte Änderung des Flächennutzungsplanes Prutting. Bürgermeister und Verwaltung werden beauftragt, das Verfahren einzuleiten. Eine Änderung des Bebauungsplanes "Obernburg" zur Zulassung von querstehenden Zaunlatten aus Recyclingmaterial wurde einstimmig abgelehnt. Grundsätzlich stellte Stefan Maier dazu fest, dass es im Gemeindegebiet viele Verstöße gegen Verordnungen, wie ungeschnittene Hecken und nicht genehmigte Zäune gebe. "Aber wer fragt, ist der Dumme, das ist nicht richtig", so Maier. Zugestimmt wurde den geplanten Änderungen beim Bebauungsplan "Wolkering-Finkenweg" und "Bamham Nord-West". Einstimmig lehnte das Gremium einen Zuschussantrag der Caritas, Sozialstation Rosenheim,auf Abdeckung zusätzlicher Kosten ab.

Der Bürgermeister trug den Wunsch eines Anliegers auf eine Lärmmessung im Bereich des Pruttinger Verkehrskreisels vor. Bürgermeister und Verwaltung wurden vom Gemeinderat beauftragt, diesbezügliche Angebote einzuholen.

ni/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare