Eggstätt

Ein neues Gesicht für Biotopverbund

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Der neue Projektbetreuer Daniel Kufner (links), seine Vorgängerin Vroni Feichtinger und Landwirt Stadler aus Seeon-Seebruck sind sich einig: Am altbekannten Erscheinungsbild der Landschaft zwischen Eggstätt und Seeon soll sich möglichst wenig ändern.

Der staatlich geprüfte Natur- und Landschaftspfleger Daniel Kufner ist der neue Projektbetreuer für den "Biotopverbund Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen".

Kufner übernahm die Aufgabe von Vroni Feichtinger, die nach siebenjähriger Tätigkeit im Biotopverbund jetzt die oberbayerischen Hochmoore im Rahmen des Klimaprogramms 2020 der Bayerischen Staatsregierung betreut.Um eine möglichst reibungslose Weiterarbeit zu gewährleisten, sind Feichtinger und Kufner seit Anfang April im Gebiet der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen unterwegs. Kufner ist froh, dass seine Vorgängerin mit ihrem Fachwissen für ihn ansprechbar bleibt. "Sie ist die lebende Festplatte des Biotopverbunds", meinte der Natur- und Landschaftspfleger, der seit 1. April halbtags offiziell für die Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern Rosenheim und Traunstein tätig ist.


Der 36-jährige gebürtige Niederbayer, der an der Kunstakademie in München studierte, ist ein Quereinsteiger im Bereich Ökologie. Ein Forschungsprojekt im südlichen Afrika lieferte die entscheidenden Impulse für seine freiberufliche Karriere. 2006 gründete Kufner in München die "Agentur für Naturschutz" und entwickelt seitdem kreative Konzepte, Kunst und Kommunikationsdesign im Auftrag der Ökologie.


Im Jahr 2008 absolvierte er eine berufsbegleitende Fortbildung zum "staatlich geprüften Natur- und Landschaftspfleger" und wurde als Jahrgangsbester mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Projekt "spannende Herausforderung" Die Projektbetreuung des "Biotopverbunds Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen" bedeutet für Kufner eine neue und spannende Herausforderung.

Schwerpunkt seiner Arbeit bilden die Bereiche Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit. Die bisher durchgeführten Maßnahmen, Inhalte und Ziele des Biotopverbundes sollen wirkungsvoll aufbereitet werden, um die Kontinuität dieses erfolgreichen Naturschutzprojektes auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Kufner ist klar, dass ein großflächiger Biotopverbund über die Grenze beider Landkreise hinweg nur im Dialog mit den unterschiedlichen Interessenvertretern vor Ort wie Landwirten, Jägern, Fischereiberechtigten, Grundeigentümern und Politikern verwirklicht werden kann. Der neue Projektbetreuer hofft deshalb auf Teamgeist, gute Stimmung untereinander und einen offenen, urbayerischen Umgang miteinander, den er mit der heimischen Lebensart "Leben und leben lassen" erklärt. "Nur wenn möglichst viele im Dialog bleiben und sich an diesem Projekt beteiligen, wird man auch zukünftig gute Kompromisse schließen und Erfolge für Mensch und Natur erreichen", so Kufner zu seinen Vorstellungen. re

Quelle: rosenheim24.de

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