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Recycling

Neues Entsorgungssystem stinkt den Kerschdorfern

Nur noch Glas und Altapier kann in Kerschdorf in die Entsorgungsbehälter beim Feuerwehrhaus eingeworfen werden. Joghurtbecher, Aludeckel und Blechbüchsen müssen nun zum Container nach Hafenham gefahren werden.
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Nur noch Glas und Altapier kann in Kerschdorf in die Entsorgungsbehälter beim Feuerwehrhaus eingeworfen werden. Joghurtbecher, Aludeckel und Blechbüchsen müssen nun zum Container nach Hafenham gefahren werden.

Glas und Altpapier nach Kerschdorf; Joghurtbecher, Aludeckel und Blechbüchsen nach Hafenham. Das neue Entsorgungssystem in Eiselfing sorgt für Unmut.

Eiselfing – Daran haben die Verantwortlichen im Rosenheimer Landratsamt wahrscheinlich nicht gedacht: Da wird die Mülltrennung und die häusliche Reinigung der Leichtverpackungen, also alle Verkaufsverpackungen die nicht aus Papier, Pappe oder Glas sind, abgeschafft und schon gibt es Probleme. Zumindest in einer großen Flächengemeinde wie Eiselfing. Gemeinderat Sepp Pauker (UWE) aus Kerschdorf monierte bei der letzten Gemeinderatssitzung gegenüber Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne), der auch Mitglied im Kreistag ist, das neue System im Landkreis Rosenheim.

Zusätzlicher Aufwand für die Bürger

In den Bau- und Wertstoffhöfen der Landkreisgemeinden kann der Plastik- oder Blechmüll nach der neuesten Regelung gemeinsam eingeworfen werden, das heißt beispielsweise, Joghurtbecher und -deckel müssen nicht mehr getrennt werden. Was eigentlich als Erleichterung angedacht war, schafft unter anderem auch in den Kerschdorfer Haushalten einen zusätzlichen Mehraufwand.

Sind doch mit dieser Veränderung die bisherigen Entsorgungsbehältnisse für Plastikmüll bei den Wertstoffinseln abgeschafft worden. Am Feuerwehrhaus in Kerschdorf kann nur noch Glas und Altpapier eingeworfen werden. Der Container für den ungetrennten Plastikmüll in der Gemeinde ist am Bauhof. Und der ist in Hafenham bei Eiselfing – also fünf Kilometer entfernt. Dahin müssen nun die entleerten Plastik- und Blechverpackungen aus Kerschdorf und anderen Weilern und Siedlungen gebracht werden. „Dabei geht es der Kerschdorfer Bürgerschaft nicht nur um die Fahrstrecke, sondern auch um den Geruch, der aus den eigenen Müllsäcken im Fahrzeug dann verbreitet wird“, sagte Pauker.

Auf Anfrage der Wasserburger Zeitung bestätigt Reinthaler, dass es viel Unmut bei den Bürgern wegen der neuen Mülltrennung gebe. „Das Landratsamt hat uns mitgeteilt, dass die Entsorgungsbehältnisse für Plastikmüll am Feuerwehrhaus in Kerschdorf abgeschafft wurde, damit die Bürger den Wertstoffhof nutzen und so wiederum die Mitarbeiter dort kontrollieren können, ob richtig getrennt wurde“, erklärt er.

Mehr Müll als vorher

Das sei natürlich mit Aufwand verbunden und auch mit mehr Autofahrten. „Im Endeffekt bewirkt es genau das Gegenteil, was das Landratsamt wollte: Anstatt Plastik zu sammeln und wiederzuverwerten, landet es im Restmüll“, bedauert der Bürgermeister. Außerdem sei Umsetzung sehr schnell geschehen und zu wenig kommuniziert worden, meint er.

Reinthaler sagte in der Sitzung zu, die Situation sowohl als Bürgermeister wie auch als Kreisrat in Rosenheim noch einmal anzusprechen. „Obwohl dieses Thema, weil es auch andere Wohnorte im Landkreis betrifft, dort schon erörtert wurde“, so der Bürgermeister.

Große Hoffnung, dass daran noch etwas zu ändern sei, wolle er aber nicht verbreiten – das konnte man seiner Aussage im Gemeinderat entnehmen.

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