Thema im Gemeinderat

So will Stephanskirchen gegen die Wohnungsnot vorgehen

  • schließen

Stephanskirchen - Wohnraum in Stephanskirchen ist begehrt. Doch dadurch können zunehmend Einheimische, darunter vor allem einkommenschwache Menschen, sich kaum noch Wohnungen leisten. Das soll sich jetzt ändern.

Viele Leute wollen gerne in Stephanskirchen wohnen. Die Gemeinde ist auch durchaus stolz auf die "landschaftlich reizvolle Lage mit hohem Freizeitwert in einer wirtschaftlich starken Region" und die "gute Verkehrsanbindung für Pendler nach München." Doch sie beobachtet auch schon länger mit Sorge, dass Mieten und Grundstückspreise steigen und sich gleichzeitig das Angebot enorm verknappt. 

"Die Gemeinde hat die Befürchtung, dass sich einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen, wie beispielsweise Rentner, Alleinerziehende und Familien zunehmend schwerer angemessenen Wohnraum leisten können", erklärte die Verwaltung. Daher sollen künftig bei Bauleitplanungen  die Grundsätze der sozialgerechten Bodennutzung angewendet werden. 

Neue Grundsätze bei der Ausweisung von Baugebieten

Das bedeutet, dass Baugebiete nur noch dann ausgewiesen werden sollen, wenn im Rahmen der Bauleitplanung Flächen ausgewiesen werden können, auf denen zumindest teilweise Wohngebäude errichtet werden können, die für Einheimische und Personen mit besonderem Wohnbedarf bestimmt sind oder sozial gefördert werden können. 

"Wir  wollen die Grundstücke nicht mehr einfach so auf den Markt werfen",fasste es Bürgermeister Rainer Auer gegenüber rosenheim24.de zusammen. Entsprechende Richtlinien sollen nun erarebeitet werden. Dazu wird eigens ein Arbeitskreis mit Vertretern aller Fraktionen eingerichtet.

hs

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT