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Nachruf auf Raimung Blechinger

Lebensretter im Alter von 86 Jahren in Prien verstorben

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Nach langer Krankheit verstarb im Alter von 86 Jahren der Priener Bürger Raimund Blechinger.Vor Jahren rettete beim Segeln ein Menschenleben. Der damalige Ministerpräsident Franz-Josef Strauß zeichnete ihn mit der Lebensrettermedaille des Freistaats aus.

Prien – Beim Auferstehungsgottesdienst in der Priener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt erinnerte Ruhestandspfarrer Andreas Zehetmair an einen weit bekannten, aktiven und geschätzten Mitbürger, der in Landshut zur Welt kam.

Pfarrer Zehetmair erzählt über dessen Kindheit: „Raimund Blechinger wuchs in der Nazi-Zeit auf. Mit zehn Jahren hatte ihn seine Mutter verlassen und da der Vater im Krieg war, kam er vorübergehend zu seinem Onkel nach Regensburg. Zum Vater kam er dann nach dessen Heimkehr aus der Gefangenschaft. Die lange lebensfeindliche Lage hat in ihm einen starken Lebenswillen bewirkt.“

Nach seiner Schulzeit begann Blechinger eine Ausbildung als Buchdrucker, anschließend ging er auf die Walz, lernte dabei andere Betriebe kennen und machte schließlich den Meister. Eine seiner Leidenschaften war das Segeln auf dem Chiemsee, wobei er einem Mitmenschen vor vielen Jahren das Leben rettete und von Bayerns Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß persönlich mit der Lebensrettermedaille ausgezeichnet wurde. Um sich diesen Sport zu leisten, arbeitete er mit großem Fleiß. 1967 zog er mit seiner Frau Elfriede und seinen beiden Töchtern von Landshut nach Prien, begann eine Anstellung bei der Firma Systemform und machte sich dann selbstständig.

„Seid fleißig, genießt das Leben und nützt die Zeit“

Das Wichtigste war ihm die Familie, der er das Lebensmotto „Seid fleißig, genießt das Leben und nützt die Zeit“ vermittelte. 2009 war für ihn ein besonderes Jahr. In diesem feierte er einerseits erfreut, mit seiner Frau die Goldene Hochzeit, andererseits erfuhr eine große Trauer, als seine ältere Tochter verstarb. Als Familienmensch erfreute er sich an fünf Enkel- und vier Urenkel. In seiner Freizeit fuhr er gerne Motorrad, hörte Volksmusik und Opern und ging viel auf Reisen. Der Hufeisenverein Prien-Kaltenbach ehrte seine über 25-jährige Mitgliedschaft mit der Vereinsstandarte bei der Trauerfeier.

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