Mehr Einsätze als im Jahr 2008

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Das neue Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Degerndorf vor dem Anbau der Fahrzeughalle.

Brannenburg (OVB) - Die Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges und ein umfangreicher Bericht des Kommandanten standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Degerndorf.

Vorstand Matthias Kuchler erläuterte unter anderem den zeitlichen Ablauf der Fahrzeugneubeschaffung und berichtete über Einsätze und Übungen im abgelaufenen Jahr.


Nachdem Anfang des Jahres 2009 in mehreren Ausschusssitzungen des Gemeinderats die Art und Ausstattung des Fahrzeuges festgelegt wurde, erfolgte die Ausschreibung des Fahrzeuges und anschließend die Auftragsvergabe an die Firma Furtner und Ammer aus Landau an der Isar. Weitere Abstimmungsgespräche mit der Firma folgten, bis das Fahrzeug schließlich am Tag vor Weihnachten an die Wehr übergeben werden konnte. Die Weihe des Fahrzeuges sowie der erweiterten Fahrzeughalle werde im Frühjahr erfolgen, kündigte Vorstand Kuchler an.

Detailliert ging Erster Kommandant Hans Buchberger in seinem Jahresbericht auf die Einsatz- und Übungstätigkeit der Wehr ein. Mit insgesamt 62 Einsätzen mit rund 1100 Einsatzstunden war gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Diese Einsätze teilten sich auf in neun Brandeinsätze, 47 technischen Hilfeleistungen sowie sechs Fehlalarme. Die Brände gliederten sich in einen Mittelbrand und acht Kleinbrände. Aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse gestaltete sich die Anfahrt zu einem Brand bei der Schlipfgrubalm schwierig. Glimpflich verliefen ein Wohnhausbrand an der Grafenstraße in Reischenhart sowie der Brand eines Adventsgesteckes in Nußdorf. In beiden Fällen sei das Feuer noch so rechtzeitig bemerkt worden, bevor größerer Schaden entstehen konnte.


Die technischen Hilfeleistungen umfassten laut Bericht ein breites Spektrum mit Verkehrsunfällen, Beseitigung von Sturm- und Wasserschäden, Ölspuren, Personensuche bis hin zur Verkehrsabsicherung bei Veranstaltungen und Insekteneinsätzen. Besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte stellte dabei ein Flugzeugabsturz unterhalb des Sulzberggipfels. Die Absturzstelle war nur mit dem Hubschrauber erreichbar. Aufgrund der Steilheit des Geländes war zudem eine Personensicherung durch die Bergwacht notwendig. Eine Serie von vier schweren Verkehrsunfällen mit mehreren Verletzten sowie einem Toten auf der Inntalautobahn forderte die Wehr im September und Oktober.

Die hohen Anforderungen bei den Einsätzen setzt regelmäßiges Üben voraus. Die 22 Ausbildungsabende waren gut besucht. Daneben wurde auch mehrer Übungen mit den weiteren Ortswehren abgehalten. Zudem war die Wehr an Übungen mit Wehren aus den Nachbarge-meinden sowie an der Katastrophenschutzübung des Landkreises bei der durch das Inntal führenden Ölfernleitung beteiligt. 16 Wehrmänner legten das Leistungsabzeichen in verschiedenen Stufen ab. Zudem absolvierten mehrere Aktive erfolgreich Zusatzausbildungen in Erster Hilfe, als Maschinist, Atemschutzträger und Zugführer. Im Rahmen der vorbeugenden Brandabwehr eine Brandschutzerziehung in den örtlichen Kindergärten durchgeführt.

Interessierte Jugendliche können sich ab dem 16. Lebensjahr für den Dienst in der Feuerwehr ausbilden lassen. Am Montag, 1. Februar, 19.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus wird die Ausbildung einer neuen Jugendgruppe begonnen.

Aufgrund erneut hoher Investition aus Vereinsmitteln bei der Erweiterung der Fahrzeughalle, Ausstattung des Unterrichts- und Aufenthaltsraumes, Ausstattung des neuen Fahrzeuges und verschiedenen Neu- und Ersatzbeschaffungen überstiegen die Ausgaben im abgelaufenen Jahr die Einnahmen.

Kreisbrandinspektor Peter Moser erläuterte den Start der Alarmierung durch die integrierten Leitstelle sowie die bayernweite Aufstellung von Einsatzkontigenten für den überregionalen Katastrophenschutz.

Erster Bürgermeister Matthias Lederer dankte der Wehr abschließend für ihren vielseitigen Einsatz im Dienste der Gemeinschaft.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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