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Prien

Der Landkreis unter einem Dach

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Tourismus in Bayern.

Der Tourismus in Stadt und Landkreis Rosenheim steht vor einer neuen Ära. Alle Städte und Gemeinden sollen einem großen Verband beitreten und Mitgliedsbeiträge zahlen.

Auch der Landkreis will tief in die Tasche greifen, so dass die neue Organisation ab 2010 auf ein Jahresbudget von 1,5 Millionen Euro im Jahr zurückgreifen kann. Der Nachbarlandkreis Traunstein hat die ersten großen Hürden schon genommen. Dort zahlen jetzt auch diejenigen Kommunen in die Solidargemeinschaft des Tourismusverbandes Chiemgau ein, die kaum oder gar nicht profitieren, wie die Städte Traunreut und Trostberg. Dorthin verirrt sich kaum ein Urlauber.


Das erklärte politische Ziel ist es, die Verbände beider Landkreise bis 2012 unter einem Dach zu vereinen. Die Neustrukturierung im Kreis Rosenheim ist die Grundlage für diese Fusion. Im Tourismusausschuss des Priener Marktgemeinderates brachte Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Priener Tourismus GmbH (PTG), das Gremium auf den aktuellen Stand in Sachen "Chiemsee-Alpenland-Verband". Das ist zwar bisher nur ein Arbeitstitel, er hat aber wohl gute Chancen, auch offiziell der Name des neuen Verbandes zu werden. Reb gab deutlich zu verstehen, dass die Urlaubsorte am Chiemsee mit Prien voran das Bayerische Meer als bekanntesten Markennamen des Landkreises vorn im Titel des künftigen Verbandes sehen und lesen wollen.


Im angestrebten Verband werden die bisherigen Verbände Chiemsee und Wendelstein/Rosenheimer Land sowie die Stadt Rosenheim vereint. Städte und Gemeinden sollen Jahresbeiträge einbezahlen, deren Höhe sich an der touristischen Bedeutung und der Einwohnerzahl orientiert. Etwa die Hälfte der Kommunen im Landkreis ist bisher nicht touristisch in einem Verband organisiert, zum Beispiel die Städte Wasserburg und Kolbermoor. Auch sie sollen künftig in die Solidargemeinschaft einzahlen. Zunächst müssen die Stadt- und Gemeinderäte aller 46 Kommunen dem Beitritt zustimmen.

Im März hatten sich alle Bürgermeister bei einem Treffen mit Landrat Josef Neiderhell auf dem Tatzelwurm hinter das Vorhaben gestellt. Bezeichnenderweise waren mit Söchtenau und Rott zwei Gemeinden die ersten, die dem Beitritt zugestimmt haben, die bisher nicht touristisch in einem Verband organisiert sind. Wenn bis Ende Mai die kommunalen Beschlüsse gefasst sind, wird sich der Kreistag erneut mit dem Thema beschäftigen. Dann steht die personelle Besetzung auf dem Fahrplan.

An der Spitze wird ein Geschäftsführer stehen, der in Personlunion eventuell auch eines der vier Themenfelder betreuen könnte, die Schwerpunkte der Arbeit werden sein: Stadt/Kultur und Kongress, See und Wasser, Gesundheit und Wellness sowie Alpin. Insgesamt geht man im Landratsamt derzeit davon aus, dass der neue Verband 14 Mitarbeiter beschäftigen soll. Einrichtungen wie das "Call-Center", das der Chiemseeverband seit einigen Jahren an seinem Stammsitz, dem Hatzhof in Bernau-Felden betreibt, sollen integriert werden. Der Hatzhof, dessen Name von einem alten Itaker-Hof an gleicher Stelle herrührt, firmiert offiziell als "Chiemsee-Infocenter".

Es spielt bei den Überlegungen für einen Standort des neuen Verbandes eine zentrale Rolle, war aus dem Landratsamt zu erfahren. 1,5 Millionen Euro sollen als Jahresbudget zur Verfügung stehen. 475000 kommen von den 46 Gemeinden, 625000 vom Landkreis selbst, 110000 von der Stadt Rosenheim und 290000 sollen aus einem Pool der regionalen Wirtschaft fließen. Reb warb im Tourismusausschuss der Marktgemeinde ebenso für den Zusammenschluss wie Bürgermeister Jürgen Seifert. "Ich gehe davon aus, dass wir dann ganz andere Maßnahmen aufs Gleis setzen können", erwartet er deutlich mehr Schlagkraft für Marketingaktivitäten. db

Quelle: rosenheim24.de

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