Vierjährige Molly hat die Prüfung erfolgreich bestanden

Tierischer Helfer unterwegs: Die Johanniter bekommen Zuwachs

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Landkreis Rosenheim - Die Johanniter-Rettungshundestaffel Rosenheim bekommt Zuwachs: Molly und ihr Besitzer Dr. Andreas Böhm (55) haben erfolgreich die intensive Ausbildung abgeschlossen.

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Molly heißt der neueste Rettungshund der Johanniter-Rettungshundestaffel Rosenheim, der die anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und die Prüfung erfolgreich abgelegt hat. 

Staffelleiter Dr. Andreas Böhm (55) ist stolz, denn die vierjährige Kleine Münsterländerin ist seine Teampartnerin: „Molly ist wie viele kleine Münsterländer ein apportierfreudiger Hund, bringt also gerne Gegenstände zurück. Dies machen wir uns bei der Suche zu Nutze. Für Molly ist es ein tolles Spiel, Menschen zu finden,“ so Dr. Andreas Böhm, der hauptberuflich als Zahnarzt tätig ist und sich ehrenamtlich seit fast fünf Jahren in der Rettungshundearbeit engagiert. 

Gemeinsam mit Molly hat auch er wie jeder Rettungshundeführer der Johanniter eine intensive Ausbildung durchlaufen: Sanitätsausbildung, Katastrophenschutz-Grundausbildung, Einsatztaktik, Erste Hilfe am Hund, Navigation oder Funk sind nur einige der Themen in der zwei bis drei Jahre dauernden Ausbildung eines Rettungshundeteams.

Bei der Prüfung folgte nach einem Theorietest für die Hundeführer im ersten Praxisteil ein Verweistest. Die Hunde mussten dabei ihren Hundeführern einen gefundenen Menschen anzeigen. Dabei durften die Vierbeiner dem Vermissten jedoch nicht zu nahe kommen oder ihn belästigen, denn im echten Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass Rettungshunde einen möglicherweise Schwerverletzten nicht bedrängen. 

Beim Gehorsamkeitstest kam es auf das gute Zusammenspiel der Teams an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt, auf Befehl stehen oder auch entspannt in einiger Entfernung zum Hundeführer liegen bleibt. 

Nach Bestehen dieser beiden Teilprüfungen stand für die Flächensuchhunde die Suche an. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, zwei Vermisste zu finden. Nach dem Auffinden durch den Hund war die Aufgabe des Hundeführers die schnelle und korrekte Erstversorgung der Person.

Im vergangenen Monat wurden die Retter auf vier Pfoten der Johanniter aus dem Landkreis Rosenheim zu vier Einsätzen alarmiert. Für Einsätze und Übungen sucht die Johanniter-Rettungshundestaffel derzeit auch wieder neue Ehrenamtliche, die sich gemeinsam mit ihrem maximal zwei Jahre alten Hund ausbilden lassen wollen und auch Einsatzhelfer ohne Hund. 

Informationen gibt es unter 08071 95566 oder wasserburg@johanniter.de.

Über die Arbeit mit Rettungshunden

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. 

Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. 

Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. 

Die Ausbildung zum Rettungshund dauert zwei bis drei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate wiederholt werden muss.

Pressemeldung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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