SPD stellt Bürgermeister-Kandidaten vor

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Ralf Wieser (Mitte) tritt für die SPD in Kiefersfelden als Bürgermeisterkandidat an. Zweiter Bürgermeister Hans Hanusch (links) leitete die Nominierungswahl. Bürgermedaillenträger Hans Mayerl (re.) gratulierte zur 100%-Zustimmung.

Kiefersfelden - Bei der Nominierungs-Versammlung stimmte die SPD Kiefersfelden einstimmig für Ralf Wieser. Er soll - nach dem Willen der SPD - Bürgermeister werden.

Lange Zeit offen ließ es die SPD Kiefersfelden, welchen Kandidaten sie in das Rennen um den zukünftigen Bürgermeister schicken. Umso deutlicher fiel bei der öffentlich durchgeführten Nominierungsversammlung das Votum für Ralf Wieser aus. Ohne Gegenstimme wählten ihn die SPD-Mitglieder zu ihrem Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2014. Insider zeigten sich nicht überrascht, bewährte sich Wieser in den letzten Jahren doch bestens als SPD-Fraktionsführer im Gemeinderat.

Der gebürtige Kieferer Ralf Wieser, 49 Jahre, hat zwei Kinder und machte sich im Ort einen Namen als Unternehmerpersönlichkeit, der 1993 mit einem kleinen Elektrogeschäft anfing und zusammen mit seiner Frau ein erfolgreiches mittelständiges Unternehmen mit mittlerweile zehn Beschäftigten aufbaute. Sein Sohn, der seit drei Jahren in die Firmenleitung eingeführt wird, besucht derzeit die Meisterschule.

Kommunalpolitische Erfahrung sammelte der Bürgermeisterkandidat in den letzten zwölf Jahren als Gemeinderat. Seine Fähigkeit zur Führung, Teambildung und zum „Gut zuhören können“ ebnete ihm schnell den Weg zum SPD-Fraktionsführer. Unterstützt vom zweiten Bürgermeister Hans Hanusch (SPD) gelangen ihm tiefe Einblicke in die Aufgaben und Anforderungen auf dem Chefsessel des Rathauses.

Aus den Bürgermeister-Erfahrungen der letzten Jahre heraus ist sich Hanusch sicher: „Kiefersfelden braucht genau so einen Unternehmertyp, der anpackt, vermittelt und führt. Der Ralf kann das wie kein Zweiter.“ Dem konnte sich eine andere Unternehmerpersönlichkeit des Ortes nur anschließen, Hans Mayerl senior, Ehrenvorsitzender der Orts-SPD und Bürgermedaillenträger. „Ralf ist nicht nur im besten Alter, diese Aufgabe zu übernehmen. Er ist auch ein Mann, der den Mut und die Courage hat, neue Wege zu gehen.“

Wieser geht sein Ziel nicht blauäugig an: „Wir werden uns strecken müssen. Aber die Chancen sind gut, einiges für die Gemeinde erreichen zu können.“ Beispiel Gewerbe: Als Unternehmer kennt er die Probleme genau, in der Praxis Gewerbe im Ort anzusiedeln und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Trotz gutem Willen aller werden einem zu viele Prügel zwischen die Beine geworfen. Das muss sich ändern.“

Großes Potential für Kiefersfelden sieht der Kandidat in der Steuerung der Bevölkerungsentwicklung. Er will junge Familien im Ort halten und anlocken, denn „junge Familien bedeuten Nachwuchs, Facharbeiter, Existenzgründer, soziales und kulturelles Leben“. Zudem weiß er aus den Haushaltsanalysen der Kommune: „Die Einnahmen der Gemeinde werden stabil und stark durch die Anteile an der Lohn- und Einkommenssteuern. Dabei ist nicht der Ort des Arbeitsplatzes, sondern des Wohnens entscheidend.“

Und hier hat Kiefersfelden nach Meinung des Bürgermeisterkandidaten vieles zu bieten: „Die Kinderbetreuung ist auf vorbildlich hohem Stand. Die Grundstücke sind erstaunlich günstig. Der Ort mit seinem gesellschaftlichen und kulturellen Angebot ist lebenswert wie wenige Orte in der Umgebung.“ Wo deutlicher Handlungsbedarf besteht, ist in der Verkehrsinfrastruktur. Wieser: „Unsere Straßen müssen dringend saniert, die Schulwege so sicher werden, dass die Eltern ihre Kinder gehen lassen statt sie zu fahren.

Radfahren muss durch Rad- und Schutzstreifen so attraktiv werden, dass für Kurzstrecken das Auto in der Garage bleibt.“ Die anschließenden offenen Diskussion entwickelte sich zu einer regelrechten Bürgerversammlung, da Unmut über die Preis- und Kostenstruktur beim Innsola ebenso geäußert wurde wie die Zustände beim Wertstoffhof und die Entwicklung im Tourismusbereich. Hier blieb der Mann, der auf den Chefsessel im Rathaus möchte, keine Antwort schuldig.

Pressemitteilung SPD Kiefersfelden

Quelle: rosenheim24.de

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