Internet nimmt Fahrt auf

Neubeuern - Viele Neubeurer Bürger und Betriebe warten dringend auf einen schnelleren Internetzugang. Das Warten hat jetzt offenbar ein Ende!

Nachdem Marktplatz, Gemeindeverwaltung, Schulen sowie der Gemeindeteil Weinberg größtenteils versorgt sind beziehungsweise die Arbeiten dazu im Gange sind, hat der Gemeinderat nun eine Erweiterung des Gebiets beschlossen.

Die Telekom bot der Gemeinde eine Erweiterung des sogenannten schnellen Internetzugangs für 242.500 Euro an, womit zirka 985 weitere Haushalte versorgt werden können. Ausgenommen sind vorerst nur die Ortsteile Neuwöhr, Winkl, Pinswang und Unterpößnach. Für die Telekom sei es derzeit unwirtschaftlich, die außerhalb des Ortskerns gelegenen Ortsteile anzuschließen, hieß es. Im Rahmen eines Förderprogramms des Landes Bayern kann die Gemeinde einen staatlichen Zuschuss von 100.000 Euro erwarten. Die Fertigstellung soll laut Telekom innerhalb von zirka zwölf Monaten nach Vertragsabschluss erfolgen. Die Geschwindigkeit im zentralen Bereich wird 9000 bis 16.000 Kilobyte betragen. Gemeinderat Konrad Stuffer weist darauf hin, dass es heutzutage unumgänglich sei, für private wie auch gewerbliche Bereiche das schnelle Internet zur Verfügung zu stellen.

Gemeinderat Thomas Schwitteck regt an, für Winkl zu erfragen, ob eventuell eine Anschlussmöglichkeit über Rohrdorf besteht.

Für rege Diskussion sorgte ein Antrag von Gemeinderat Klaus Spatzier, wonach den Neubeurer Bürgern die Möglichkeit geschaffen werden sollte, sich über eine Finanzierungsgesellschaft an dem angedachten Bau einer Hackschnitzelheizanlage zu beteiligen. Mit dieser Anlage sollten die Beurer Halle, die beiden Schulgebäude, die Gemeindeverwaltung, das Haus der Vereine und eventuell der katholische Kindergarten versorgt werden. So würden Finanzmittel der Gemeinde frei, mit denen dringend erforderliche energetische Sanierungsmaßnahmen endlich in Angriff genommen werden könnten.

Erster Bürgermeister Trost und Zweiter Bürgermeister Johann Schmid wiesen darauf hin, dass die vor längerer Zeit in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zu diesem Thema jetzt vorliege. Beschlüsse sollten zweckmäßigerweise erst gefasst werden, wenn sich der Gemeinderat mit dieser Studie und den eventuell daraus resultierenden Maßnahmen befasst habe. Gemeinderat Franz Steinkirchner meinte, private Geldgeber würden sich nur dann finden lassen, wenn konkrete Pläne vorlägen. Er halte es für sinnvoll, zunächst die Gemeindegebäude energetisch zu sanieren und damit die laufenden Ausgaben für Energie zu minimieren. Die öffentliche Diskussion dieser Angelegenheit hielt Gemeinderat Martin Fritz für sehr angebracht. Die Bürger würden sich verstärkt mit den aktuellen Problemen der Energieversorgung auseinandersetzen. Zweiter Bürgermeister Johann Schmid hielt jedoch eine Betreibergesellschaft für absolut überflüssig. Für die in Frage stehenden Gebäude sei ein 300-kW-Kessel ausreichend und dafür brauche man keine Betreibergesellschaft. Der Antrag wurde schließlich mit zwölf zu fünf Stimmen abgelehnt.

Von der Bauherrengemeinschaft Wachinger/Holzmaier wurde ein Antrag zur Errichtung von fünf Ferienwohnungen und einer Hausmeisterwohnung mit insgesamt sechs Garagen- und sechs freien Pkw-Stellplätzen im sogenannten "Lendhüter"- Haus in der Färberstraße gestellt. Die Gemeinde ist sehr an der Erweiterung des Angebots von Ferienwohnungen interessiert, sodass das gemeindliche Einvernehmen sowie die Zustimmung zur erforderlichen Ausnahme von der Gestaltungssatzung hinsichtlich der Dachneigung einstimmig erteilt wurde.

Ebenfalls einstimmig wurde dem Anbau von Balkonen und Fluchttreppen im Alten- und Pflegeheim "Haus Gisela" zugestimmt. Das Landratsamt hatte diese Baumaßnahme aus Sicherheitsgründen verlangt.

Bernhard Pichler möchte zur Holzlagerung an der Innlände ein Nebengebäude errichten. Da das betreffende Grundstück im Außenbereich liegt, fragte Gemeinderat Johann Fritz, ob das Vorhaben überhaupt privilegiert sei, da Pichler zwar das Grundstück gehöre, jedoch eine Zuordnung zu einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht ersichtlich sei. Amtsleiter Karl Seidl erklärte, der Bauwerber habe das Vorhaben bereits vorab mit dem Landratsamt besprochen, das keine Einwände erhob. Die Zustimmung erfolgte einstimmig.

gil/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT