Internet: Bestellungen unter falschem Namen

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Rosenheim/Landkreis - Bereits seit Juni sitzt eine 41-jährige Frau in Untersuchungshaft, weil sie in mehreren Fällen Einmietbetrug begangen hat und im Internet unter falschem Namen Bestellungen tätigte.

Aufgefallen war sie, weil sie sich in einem Hotel eingemietet hatte, ohne bezahlen zu können. Als die Polizei nachforschte, stellte sich heraus, dass sie nicht nur in dem Hotel die Rechnung schuldig geblieben war. Es gab eine Vielzahl von geschädigten Vermietern. Wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr ordnete der Haftrichter im Juni Untersuchungshaft an.


Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Rosenheim nun ein weiteres Verfahren gegen die 41-Jährige an die Rosenheimer Zweigstelle der Staatsanwaltschaft Traunstein abgegeben. Die Frau hat nach Angaben der Polizei über einen Zeitraum von knapp anderthalb Jahren Konsumgüter, Lebensmittel und Alkoholika bestellt, aber auch Haushaltswaren und Möbel, ohne die Rechnungen zu begleichen. Sie ließ auch Reparaturen durchführen, orderte Serviceleistungen und nahm Beratungen in Anspruch. Die beauftragten Firmen blieben jeweils auf den Rechnungen sitzen. Der Schaden beläuft sich insgesamt auf rund 16.000 Euro. „Es besteht der Verdacht, dass die Bestellungen ohne finanzielle Grundlagen und in der Absicht, nicht bezahlen zu wollen, getätigt wurden“, teilte die Polizeiinspektion Rosenheim mit. Um nicht aufzufliegen, bestellte die Frau in den meisten Fällen unter falschem Namen. Der größte Teil der Fälle betrifft Firmen aus der Region, es sind aber auch große Versandhäuser unter den Geschädigten.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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