Hilfe für krebskranke Kinder

Rosenheim - Krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Angehörige bekommen Hilfe vom Bezirk Oberbayern.

Der Sozialausschuss des Bezirkstages beschloss, die „Koordinationsstelle psychosoziale Nachsorge“ (KONA) finanziell zu fördern. KONA hilft Familien mit an Krebs erkrankten Kindern – auch vielen Familien aus Landkreisen im Südosten Oberbayerns, etwa in Rosenheim.


Mit dem Geld wird eine Fachkraft finanziert, die die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien betreut und berät. Auch der Freistaat Bayern übernimmt einen Teil der Finanzierung.

Träger von KONA ist die Münchner Elterninitiative Krebskranke Kinder. Nach einer intensiven Krebsbehandlung von Kindern und Jugendlichen kümmert sich die Einrichtung um die psychosoziale Nachsorge in den Familien. So haben die Kinder und Jugendlichen oft große Probleme sich im Kindergarten oder in der Schule wieder zurechtzufinden. KONA unterstützt sie überdies dabei, eine geeignete Ausbildung zu finden oder einen Beruf auszuüben. Auch bei der Krankheitsverarbeitung bietet die Organisation Hilfe an – sowohl den Kindern als auch den Eltern und Angehörigen.


„Medizinisch gibt es mittlerweile sehr gute Möglichkeiten, an Krebs erkrankte Kinder zu heilen“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Umso wichtiger ist eine gute psychosoziale Nachsorge für die Kinder und deren Angehörige.“ Jährlich erkranken in Südbayern rund 180 Kinder und Jugendliche an Krebs. Nicht im Südosten Oberbayerns ist KONA dabei bislang die einzige Anlaufstelle für die Familien in der schwierigen Zeit nach der Behandlung. Die Einrichtung hilft Betroffenen aus allen Landkreisen Oberbayerns – insgesamt derzeit rund 550 Familien. „Es gibt bei der Nachsorge für an Krebs erkrankte Kinder dringenden Bedarf“, so Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Der jetzige Beschluss des Sozialausschusses hilft dabei, ihn zu decken.“

Dr. Andreas Jalsovec, Bezirk Oberbayern, Pressestelle

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