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Grünes Licht für neuen Schießstand

Söchtenau (ovb) – Ein rekordverdächtiger Besucherstrom von über 20 Besuchern kam zur Gemeinderatssitzung in Söchtenau, um die Entscheidung über den geplanten Schießstand im Bauhof mit zuerleben.

Kann die Schützengesellschaft „Edelweiß“ im ersten Stock des geplanten Bauhofes einen Schützenstand mit den dazugehörigen Räumlichkeiten bauen?

Sie wären fast umsonst gekommen, denn ein Rat stellte den Antrag, über den Tagungspunkt „Kostentragung für die geplante Errichtung eines Bauhofes mit Schützenstand“ in geheimer Sitzung zu verhandeln. Der Antrag wurde abgelehnt, so dass sich eine lebhafte öffentliche Diskussion entspann. Zweiter Bürgermeister Bernhard Summerer leitete diesen Tagungspunkt, da Erster Bürgermeister Sebastian Forstner gleichzeitig Erster Schützenmeister der Schützengesellschaft „Edelweiß“ ist und daher aus gesetzlichen Gründen weder mitdiskutieren noch abstimmen durfte.

Gemeindetechniker Anton Wenisch stellte den Bauplan vor, mit Räumlichkeiten für Bauhof, Obstpresse und Schützenstand. Summerer erklärte, die Kosten würden entsprechend dem erforderlichen Raumanteil aufgeteilt. Demnach kämen auf die Schützen bei 680.000 Euro veranschlagten Gesamtkosten, 300.000 Euro Kostenanteil zu. 200.000 Euro würden sie selbst in Form von Geld und Arbeitsleistung erbringen, 100.000 Euro sollte die Gemeinde zuschießen.

Auf die Frage von Josef Eckl nach den folgenden Betriebskosten erklärte Summerer, die Schützen würden ihren Anteil selbst tragen. Martin Mayer-Löw erkundigte sich, ob die ebenfalls geplante Lagerhalle bei einem Bauhofneubau im Bauhof integriert werden könne, wenn die Schützen nicht einziehen würden. Dazu meinte Anton Wenisch, als Lager sei der Bauhofneubau zu aufwendig, hier genüge eine billiger zu erstellende Halle. Lorenz Loy stellte fest, da der ganze Bau im Besitz der Gemeinde bleibe, komme ihr die finanzielle Arbeitsleistung der Schützen zugute.

Sebastian Riepertinger war dagegen, jetzt zu entscheiden. Er habe mit der Brauerei gesprochen, diese habe erklärt, konkrete Verhandlungen, ob der Schützenstand im Wirtshaus "zur Post" entsprechend umgebaut werden könne, habe es nicht gegeben. Man solle erst nach Alternativen suchen. Dazu äußerte Georg Liegl, er sei wie die meisten Räte der Meinung, dass ein Schützenstand in der Ortsmitte nicht schlecht sei, aber es sei eben nicht machbar.

"Zuschuss bleibt im Besitz der Gemeinde"

Auch Sebastian Forstner, dem das Wort erteilt wurde, stellte fest, im Gasthaus "zur Post", in dem man sich übrigens immer wohl gefühlt habe, gebe es keine Möglichkeit den gewünschten Schützenstand mit zwölf Schießständen einzubauen. Josef Schießl erklärte, wenn der Saal des Wirtshauses in einen Schießstand umgebaut werde, gebe es Probleme mit anderen Veranstaltungen. Klaus Gschwendtner und Martin Gabriel meinten, "wir reden über 100.000 Euro, die im Besitz der Gemeinde bleiben" und Georg Berghammer sagte, "die Schützen sind in Aufbruchstimmung, die Gemeinde soll diese Chance nutzen".

Sebastian Grießer zeigte sich überzeugt, dass die Schützen das Vorhaben schultern werden.

Ein Antrag von Alfred Martin, das Projekt Schützenstand zurückzustellen und zunächst nach Alternativen zu suchen, wurde mit zwei zu zwölf Stimmen abgelehnt. Der Antrag, den Zuschuss auf 100.000 Euro zu deckeln, ging mit zehn zu vier Stimmen durch und der Grundsatzbeschluss, dass der Schützenstand im Bauhof gebaut werde, mit 13 zu einer Stimme. Einstimmig herrschte dann beim Folgeantrag, Bauantrag zur Errichtung eines Bauhofes mit Räumen für Schützenstand und Obstpresse am Barweg. Ein Statiker wird beauftragt, den Bau statisch zu berechnen.

Sebastian Forstner stellte verschiedene Geräte zur Geschwindigkeitsmessung vor. Nachdem bei einer Gegenstimme der Beschluss gefasst wurde, ein derartiges Gerät anzuschaffen, wurde einstimmig ein Geeignetes ausgewählt.

Der Bürgermeister teilte noch mit, dass die von der Dorferneuerung geplante Flurneuordnung im Gemeindeteil Stucksdorf nicht durchgeführt werde. Zur Gestattung von Festen lag eine Empfehlung des Landratsamtes vor. Musikende soll danach um 1 Uhr sein, Ausschankende um 1.30 Uhr und Veranstaltungsende um 2.30 Uhr. Die Räte erhoben dagegen keinen Widerspruch.

ni/Oberbayerisches Volksblatt

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Rubriklistenbild: © dpa

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