Tuntenhausen

Gewerbegebiet Tuntenhausen auf den Weg gebracht

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Für das Gewerbegebiet "Tuntenhausen West", das am Kreisel beginnt und dann links der Sindlhauser Straße bis kurz vor den Wertstoffhof geht, wurde die Satzung beschlossen.

Der Satzungsbeschluss für das Gewerbegebiet war Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Tuntenhausen.

Eingangs gab Bürgermeister Otto Lederer einen Beschluss aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung, für den die Geheimhaltungspflicht entfallen war, bekannt: Die Vergabe von Arbeiten am Trinkwasser-Hochbehälter in Schönau geht an die Firmen Bergauer Bau GmbH, Waldsassen, und Walter Fuchs, München. Die zweite Auslegung des Bebauungsplans "Tuntenhausen West" hatte nur zwei Stellungnahmen eingehen lassen. Das Wasserwirtschaftsamt gab bekannt, dass gemäß der neuen Niederschlagswasser-Freistellungsverordnung das Wasser in diesem Bereich versickern darf, die Einschränkungen der alten Verordnung entfallen demnach.

Dem wurde einstimmig entsprochen. Von Seiten der Öffentlichkeit hatte sich Paul Pronberger gemeldet, der zwischen dem Areal und dem Wertstoffhof ein Grundstück besitzt, das er in den Plan einbezogen haben möchte. Lederer aber stellte klar, dass man das laufende Verfahren zum Abschluss bringen möchte. In der Zwischenzeit könne sich Pronberger Gedanken machen, wie viel von seinem Grund einzubeziehen wäre und später könne man ein separates Verfahren eröffnen. Somit konnte die Satzung mit geringfügigen Änderungen einstimmig beschlossen werden.

Bis Ende 1989 wurden laut Bürgermeister die einmaligen Kosten zur Entwässerung eines Baugrundes anhand einer maximalen Bebauung errechnet. Seit 1990 geht es aber nach der tatsächlich bebauten Fläche. Nun wurde nachträglich in der Satzung verankert, dass mit damaligen Zahlungen alles abgegolten sei, auch wenn erst später die maximale Baufläche erreicht wurde.

Im Landkreis gebe es, so Lederer, derzeit vier Tourismusverbände, in denen rund die Hälfte aller Gemeinden organisiert seien. Nun sei in Vorbereitung, einen neuen Verband, der die bestehenden ablösen würde, zu gründen und ab 2010 in Betrieb zu nehmen. Dies würde einen Synergieeffekt in Sachen Marketing, Werbung, Kooperation, Presse etc. ergeben. "Wir wollen im Landkreis mit nur einer Marke werben", so das Gemeindeoberhaupt. Derzeit stünden 24000 Betten bereit, in denen an durchschnittlich 4,4 Aufenthaltstagen pro Gast rund 8 Millionen Übernachtungen stattfinden. Für den neuen "Chiemsee-Alpenland Tourismus", so der Name der Organisation, müsse Tuntenhausen, berechnet nach der aktuellen Anzahl an Fremdenverkehrsbetten, jährlich 500 Euro Beitrag entrichten. Der Empfehlung Lederers, dem Verband beizutreten, wurde einstimmig entsprochen.

Unter "Sonstiges" gab Lederer dann noch die Ergebnisse der im März durchgeführten Bedarfsplanung bekannt: 51 Schulkinder und 90 Kinder bis sechs Jahre werden ab Herbst eine Mittagsbetreuung benötigen. In Ostermünchen zeichnet sich laut dem Bürgermeister ein Engpass ab, in Beyharting und Hohenthann wären noch Kapazitäten frei. Derzeit machen sich die Träger anhand dieser Prognosen Gedanken, wie ein gutes Angebot für die Eltern aussehen könnte. Die Schulweghelfer Tuntenhausen hatten einen Antrag auf Errichtung einer Fußgängerampel im Bereich Tillystraße gestellt, was Lederer aber ablehnen musste, da eine Prüfung durch das Landratsamt zu wenig Verkehr dafür beobachtet hätte. Dafür aber könnte für rund 1700 Euro ein helleres Licht und ein elektronischer Zeigefinger angebracht werden. Zum Schluss merkte Angela Kirmeier (Frauenliste) an, dass die Bürgerversammlung in Beyharting nicht von der Presse besucht worden war. Diesbezüglich entschuldigte sich Bürgermeister Lederer, da von Seiten des Rathauses keine Einladungen an die Medien ergangen seien.

Quelle: rosenheim24.de

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