Aschau

Gerd Mätzig schrieb Erfolgsgeschichte

Er hat ganz entscheidend an der Erfolgsgeschichte des heute größten Arbeitgebers im Landkreis mitgeschrieben: Gerd Mätzig, der gestern kurz nach seinem 65. Geburtstag als Personalchef der Firma TRW Airbag Systems GmbH in Aschau verabschiedet wurde.

Als Gerd Mätzig 1979 von der MBB als leitender Angestellter zur Bayernchemie nach Aschau entsandt wurde, war für ihn klar: Länger als zwei Jahre würde er nicht bleiben! Drei Jahrzehnte später schaut er auf eine äußerst erfolgreiche Zeit in Aschau zurück, die vor allem mit einer Revolution in der Automobiltechnologie verbunden ist: den Airbags.


Der gebürtige Berliner, der zunächst mit wehrtechnischen Aufgaben betraut war, gehörte schon früh einer Projektgruppe an, die sich bei der Bayernchemie mit dieser Innovation beschäftigte. Aus einer damals kleinen Zelle von drei Leuten ist ein eigenes Unternehmen hervorgegangen, das heute rund 1400 Mitarbeiter an den Standorten in Aschau und Laage in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt. Den großen Anteil, den Gerd Mätzig an dieser positiven Entwicklung hat, machte TRW-Geschäftsführer Richard Stanzel gestern in einer kleinen Feier mit Vertretern des Unternehmens und der Kommunalpolitik deutlich. Er charakterisierte den langjährigen Leiter der Personal- und Sozialabteilung und der allgemeinen Verwaltung bei der TRW (vormals Temic) in Aschau als Persönlichkeit mit Charisma, Professionalität und Kompetenz. "Mir war er Coach, Mentor, Vorbild, Lehrer, Berater, Förderer und kritischer Forderer."


Zum Abschied von Gerd Mätzig (Zweiter von links) spendete die TRW auf dessen Wunsch 5000 Euro, die Maria Hansmeier für die Grundschule, Karl-Heinz Sterba für das Rote Kreuz und Pfarrer Hans Altmann für den Kindergarten in Empfang nahmen.

Als loyal gegenüber dem Unternehmen und den Mitarbeitern beschrieb er den scheidenden Personalchef. Mätzig habe die gesamte Führungsmannschaft, den Geschäftsführer eingeschlossen, eingestellt, und nicht nur die Personalpolitik, sondern die Firmenpolitik mitbestimmt. Auch für die Auswahl und Planung des Standortes Aschau "war er mitverantwortlich". Er sei stolz darauf, an der Erfolgsgeschichte des Unternehmens mitgewirkt zu haben, so Mätzig, der seit 2003 auch als Arbeitsdirektor der TRW Automotive GmbH für 5000 Mitarbeiter an acht Standorten zuständig war. Die Jahre in Aschau, in denen er nicht weniger als zehn Geschäftsführer "erlebte und überlebte", seien stets vom Aufbau geprägt gewesen.

Er sei zuversichtlich, so der scheidende Personalleiter, dass auch die derzeitige Situation erfolgreich überwunden werde (siehe auch darunter stehenden Bericht). Seinen offiziellen Abschied gab er in kleiner Runde. Eine große Feier wurde auf Mätzigs Wunsch eingespart. Stattdessen spendete das Unternehmen 5000 Euro für soziale Zwecke: 2500 Euro für die Rotkreuz-Läden des BRK-Kreisverbandes und je 1250 Euro für den Kindergarten und die Grundschule in Aschau. Auf diese Weise wolle er seine Verbundenheit zur Gemeinde und zur Region zum Ausdruck bringen.

Die Rolle Mätzigs und die Bedeutung des Unternehmens für Landkreis und Kommune würdigten auch stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder und sein Vorgänger Josef Huber. Die Nachfolge des 65-Jährigen in Aschau hat bereits Stefan Harasim angetreten. Mätzig selbst wird sich aber noch nicht ganz aus dem Unternehmen zurückziehen, sondern zunächst noch eine Interimsaufgabe am Standort Laage übernehmen. hg

Quelle: rosenheim24.de

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