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Aus dem Finanzausschuss

Gemeinde Pfaffing hat große Pläne - Das ist bis 2025 geplant

Das Rathaus von Pfaffing erhält eine Sanierung und einen Anbau. 2023 sollen die Arbeiten starten.
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Das Rathaus von Pfaffing erhält eine Sanierung und einen Anbau. 2023 sollen die Arbeiten starten.

Auf die Gemeinde Pfaffing kommen in den nächsten Jahren hohe Investitionen zu. Ein Überblick über das, was bis 2025 geplant ist.

Pfaffing – Den Haushalt der Gemeinde Pfaffing für das aktuelle Jahr beriet jetzt der Finanzausschuss in seiner Sitzung. Beschlossen wurde nichts, das obliegt dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung. Fest steht trotzdem: Hohe Investitionen werden den Etat prägen.

In den nächsten Jahren wird das Rathaus in Pfaffing saniert und erhält einen Anbau. Die Arbeiten dazu sollen 2023 starten. Der Umfang des Verwaltungshaushaltes steigt um 677.000 Euro auf 7,7 Millionen Euro.

Dafür gibt es laut Verwaltung mehrere Gründe – die höhere Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, die Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen mit eingeplanten 100.000 Euro, ein Defizit in der Kinderbetreuung von weiteren 80.000 Euro, auch weil zwei Abrechnungsjahre zusammen kamen, dann die um eineinhalb Prozent gestiegene Kreisumlage, der um 30.000 Euro verteuerte Straßenunterhalt sowie gestiegene Energie- und Treibstoffpreise.

Steuersätze sollen unverändert bleiben

Der Vermögenshaushalt steigt um zwei Millionen Euro auf 7,6 Millionen Euro. Das Plus resultiert laut Kämmerei aus zwei Millionen Euro Mehrkosten beim Grunderwerb sowie zusätzlichen 124.000 Euro beim Kauf von Anlagevermögen. Hingegen liegen geplante Baumaßnahmen in Höhe von 2,3 Millionen Euro um 246.000 Euro unter den Ansätzen, hieß es.

Der Betrag für den Vermögenshaushalt wird vom Verwaltungshaushalt nicht erwirtschaftet, der Überschuss kommt auf 302.000 Euro, es fehlen 5,6 Millionen Euro. Dieser Betrag kommt daher aus der Rücklage, so die Verwaltung im Finanzausschuss. Allerdings war im Vorjahr der Überschuss auch nur mit 145.000 Euro angesetzt worden war, tatsächlich erreichte der Posten zum Ende des Jahres dann doch 1,3 Millionen Euro, hieß es zu Erklärung.

Unverändert sollen die Hebesätze der Grundsteuern A mit 310 Prozent und B mit 320 Prozent bleiben. Die Gewerbesteuer liegt bei 330 Prozent.

Bei der Umlagekraft befindet sich Pfaffing bei 42 Gemeinden im Rosenheimer Landkreis an 30. Stelle. Dieser Wert setzt sich aus der Steuerkraft, einem Teil der Schlüsselzuweisung mit dem Ausgleich der Mindereinnahmen der Gewerbesteuer durch die Corona-Maßnahmen zusammen.

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Die Schulden sinken um 174.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro, womit Pfaffing unter dem Landkreisdurchschnitt liege, so die Verwaltung. Hinzu kämen allerdings Verpflichtungen aus der Verwaltungsgemeinschaft (VG), zu der auch Albaching zählt. Diese VG habe aufgrund mehrere Investitionen in der Wasserversorgung 1,7 Millionen Euro Schulden.

Rücklage wird sich halbieren

Dem gegenüber steht eine Rücklage von zwölf Millionen Euro, die im Laufe des Jahres auf 6,7 Millionen Euro sinken soll. Weitere kleinere Rücklagen steigen hingegen und erreichen zum Jahresende für die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen (140.000 Euro), für Bauhoffahrzeuge (230.000 Euro), für Straßenausbaupauschen (142.000 Euro), für Kanalgebühren (51.000 Euro) und für eine Investitionsrücklage in der Abwasserbeseitigung in Höhe 137.000 Euro, so der Entwurf des Haushaltsplanes.

Bei der Diskussion der Zahlen erkundigte sich Gemeinderatsmitglied Elisabeth Gralka (UBG) nach den Ansätzen zur Anstellung eines Jugendbeauftragten. Hierzu wurde vereinbart, das Thema weiter zu verfolgen und Gelder bei Bedarf erst nächstes Jahr einzuplanen.

Der Finanzplan bis 2025

Der Finanz- und Investitionsplan, der ebenfalls im Ausschuss ohne Beschluss vorgestellt wurde, reicht bis ins Jahr 2025. Ab dem kommenden Jahr könnte es mit der Sanierung und dem Anbau ans Rathaus losgehen, 1,6 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Die Feuerwehr benötigt für 200.000 Euro ein Ersatzfahrzeug. Der Dachgeschossausbau der Schule läuft weiter, hier sind 116.000 Euro Fördergelder vom Staat in Aussicht gestellt. Ab dem kommenden Jahr beginnt voraussichtlich die Sanierung des evangelischen Kindergartens mit 680.000 Euro. Auch der katholische Kindergarten verlangt nach Renovierung, Erweiterung oder gleich einem Neubau, das ist noch nicht entschieden.

Fünf Millionen Euro sind dafür im Gespräch. Straßensanierungen erreichen eine Gesamtsumme von 1,3 Millionen Euro, Erschließungen mit Straßen 1,5 Millionen Euro, Kanalsanierungen eine viertel Million Euro. Investitionen in der Kläranlage sind mit 1,2 Millionen Euro und Erschließungen durch den Kanal mit einer Million Euro vorgesehen. Eine Vergrößerung des gemeindlichen Friedhofs ist ab 2024 geplant. Der Breitbandausbau kostet 293.000 Euro, drei Millionen Euro stehen für den kommunalen Wohnungsbau im Plan. Teilweise sind für diese Maßnahmen Zuschüsse möglich. Um all das zu finanzieren, bedarf es aktuell keines Kredites, es sind Grundstücksverkäufe und Gelder aus der Rücklage vorgesehen.

Einwohnerzahlen

Der Etatentwurf beinhaltet auch grundlegende Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung von Pfaffing. Die Zahl der Einwohner: 4224 , 34 weniger als im Vorjahr. Die Männer sind mit 51 Prozent leicht in der Mehrheit, altersmäßig ist die Gruppe von 51 bis 60 Jahre am stärksten vertreten.

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