Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Fichtenwald in Wasserwiesen wird umgebaut

Bad Feilnbach/Schliersee - Der Moorrandwald im Bereich Wasserwiesen und Eulenau wird in einen artenreichen Mischwald umgebaut.

Borkenkäfer und Sturm haben den Fichtenbestand auf den feuchten Weichböden in den letzten Jahren stark angegriffen.

Die Fichten wachsen nun in eine kritische Höhe, bei der sie nun besonders windwurfgefährdet sind. „Auf solchen Weichböden werden die Bäumenicht alt“, so Gerhart Zwirglmaier, der stellvertretende Forstbetriebsleiter in Schliersee,„deshalb müssen wir frühzeitig mit der Verjüngung der Bestände beginnen.“ Mit jedem Meter Höhe wächst nicht nur das Holz sondern auch das Risiko eines Sturmwurfes. In den kommenden Wochen hoffen die Forstleute auf kalte, frostige Tage, da sonst die Moorböden mit Maschinen nicht befahren werden können und die Hiebsmaßnahmen ungehindert beginnen können. Forstdirektor Josef Berchtold vom Amt für Ernährung,Landwirtschaft und Forsten hat die geplanten Hiebsmaßnahmen aktuell begutachtet und nun grünes Licht gegeben.

Was wie ein Kahlhieb aussieht, ist in Wirklichkeit dazu da, der Natur wieder mehr Raum zu geben. Dies ist nötig, da in vergangener Zeit auf den weichen und nassen Moorböden künstliche Fichtenbestände gepflanzt wurden. Sie stören die natürliche Entwicklung hinzu einem naturnahen Moorrandwald. Nun werden mit einem großflächigen Vorgehen die Bedingungen geschaffen, die es den jungen Kiefern, Birken aber auch Fichten ermöglichen einen möglichst ursprünglichen, vielfältigen und reichen Waldgürtel mit Bäumen und Sträuchern zu entwickeln. „Die Maßnahme ist Bestandteil eines durchgängigen Gesamtkonzeptes für die Waldbestände in diesem Bereich“, so Stefan Pratsch, Forstbetriebsleiter in Schliersee. „Auf den ersten Flächen in der Eulenau haben wir im vergangenen Jahr bereits erfolgreich den Umbau eingeleitet. Die Naturverjüngung hat sich dort wie erhofft rasch eingefunden“.

Der Verjüngungsvorgang beginnt zunächst an einem Streifen an der vom Wind abgewandten Seite. Ältere Kiefern und Birken bleiben dabei weitestgehend stehen. Die nächste Waldgeneration steht aber schon in den Startlöchern. Die scheinbar kahlen Flächen werden rasch und üppig mit Naturverjüngung aus Kiefer, Birke, Fichte und Eiche bestückt.

Pressemitteilung Stefan Pratsch/Bayerische Staatsforsten

Kommentare