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Wichtiger Beitrag zum Artenschutz

Pflichtaufgabe der Gemeinde Eggstätt: Entbuschung der kommunalen Ausgleichsflächen in Natzing

Bürgermeister Christian Glas, Hans Mayer und Bauhofleiter Sebastian Weber
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Bürgermeister Christian Glas, Hans Mayer und Bauhofleiter Sebastian Weber (v.l.n.r.) begutachten die Entbuschungsarbeiten.

Eggstätt - Die Ausgleichsflächen in Natzing müssen regelmäßig gepflegt werden, damit die ökologische Qualität gesteigert werden kann.

Die Meldung im Wortlaut

Kalt ist es geworden Mitte Januar. Es hat lange nicht mehr geregnet und der Boden ist teilweise gefroren – fast optimale Bedingungen für Hans Mayer, der seit vier Tagen im Eggstätter Norden Büsche, Sträucher und kleine Bäume entnimmt. Der Landschaftspfleger und Landwirtschaftsmeister aus Seebruck sorgt damit für die Entbuschung von kommunalen Ausgleichsflächen der Gemeinde Eggstätt.

Im Rahmen der Bauleitplanung für das Gewerbegebiet Natzing Ende der 1990er Jahre wurden diese Flächen zum Ausgleich für die Beeinträchtigungen, die durch das Baugebiet entstanden, ausgewiesen. Dabei war auch gefordert, dass auf diesen Flächen regelmäßig landschaftspflegerische Maßnahmen durchzuführen sind, um deren ökologische Qualität deutlich zu steigern. Die Gemeinde kam dieser Verpflichtung Mitte Januar nach. Knapp ein Hektar Ausgleichsfläche wurden vom Fachmann nachentbuscht, um so dem Heranwachsen von niedrigen Gehölzen entgegen zu wirken und damit den bestehenden Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Gelbbauchunke soll wieder heimisch werden

Hier wird ein Kleingewässer freigestellt.

Wichtiger Bestandteil der Maßnahme war zudem die Freistellung von insgesamt drei Kleingewässern, die als Lebensraum für Amphibien und Pflanzen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Biodiversität leisten. Von der Freistellung in Natzing sollen in erster Linie der Kamm-, Berg- und Teichmolch profitieren. Alle drei Molcharten wurden bereits im Natzinger Niedermoor nachgewiesen und sollen hier auch weiterhin ideale Bedingungen vorfinden.

Daneben soll ganz besonders eine Amphibie im Eggstätter Norden wieder heimisch werden: die Gelbbauchunke. Dazu fand im Vorfeld der Entbuschung eine Abstimmung mit Patrick Guderitz, dem Gebietsbetreuer der „Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte und Seeoner Seen“ statt. „Unter anderem die Gelbbauchunke und der Kammmolch wurden vor über 15 Jahren im Bereich Natzing nachgewiesen. Wir wissen nicht, ob sie heute noch hier ansässig sind – mit der Freistellung der Gewässer und der Nachentbuschung wollen wir auf jeden Fall die Lebensbedingungen für die beiden in Bayern stark gefährdeten Amphibienarten optimieren.“ so Patrick Guderitz.

Der Gebietsbetreuer wird die künftige Entwicklung des Gebiets mit einem Monitoring begleiten und über die weitere Entwicklung berichten. “Ein großes Dankeschön möchte ich auch noch einmal an die Gemeinde Eggstätt loswerden, die hier sehr tatkräftig angepackt und einen großartigen Beitrag geleistet hat für den Artenschutz.“

Auch Eggstätts Bürgermeister Christian Glas machte sich vor Ort ein Bild von den Entbuschungsarbeiten: „Die Pflege der kommunalen Ausgleichsflächen ist natürlich eine Pflichtaufgabe für die Gemeinde. Gleichzeitig sind die Maßnahmen gelebter Naturschutz, der unserer Flora und Fauna direkt zu Gute kommt. Wir sind dazu nicht nur verpflichtet, es ist für uns ein wichtiger Beitrag um unsere wertvolle Naturlandschaft für nachfolgende Generationen zu erhalten.“

Pressemitteilung der Gemeinde Eggstätt

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