Petition gegen Meggles geplante Wasserentnahme

IG sagt: "Für Edlinger Delta nicht verkraftbar"  

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Bis zu drei Millionen Kubikmeter Wasser möchte die Molkerei Meggle aus dem Edlinger Grundwasser entnehmen. 
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Edling - Zur Existenzsicherung plant die Firma Meggle bis zu drei Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Edlinger Delta zu entnehmen. Das spaltet die Gemüter in der Bevölkerung. Jetzt wurde eine Petition gegen das Vorhaben ins Leben gerufen. 

Noch im November waren die Vorstände der IG Edling mit Vertretern der Molkerei Meggle gemeinsam im Dialog, nun gibt es eine Petition gegen das Vorhaben der Firma. Die Petition richtet sich an den Bayerischen Landtag und das Landratsamt Rosenheim

Hintergrund, warum die Interessengemeinschaft diesen Schritt ging, sei die Stärkung der Recht der Bürger, wie auf ihrer Homepage zu entnehmen ist. Der Antrag Meggles auf Entnahme von bis zu drei Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aus dem Grundwasser auf Edlinger Gemeindegebiet und einer Laufzeit von 20 Jahren sei für die IG "nicht nachvollziehbar und für das Edlinger Delta auf Dauer verkraftbar". 

Stadt Wasserburg in der Pflicht  

Die IG Edling prangerte schon öfter die Menge von drei Millionen Kubikmeter an, verwies beispielsweise im Gespräch mit wasserburg24.de auf den bereits gefallenen Grundwasserspiegel rund um Edling, die unter anderem an der Adler-Kiesgrube mehr als deutlich erkennbar seien. Aufgrund des Klimawandels befürchtet die IG Edling auch in Zukunft in der Region heiße und trockene Perioden im Sommer sowie milde Winter - was sich weiterhin negativ auf den Grundwasserspiegel auswirke.

Zudem sei die Stadt Wasserburg in der Pflicht sich in die Debatte einzubringen, sei gemäß Artikel 57 Absatz 2 der Gemeindeordnung dazu verpflichtet, sowohl Privathaushalte als auch ansässige Gewerbe mit Trinkwasser zu versorgen. Das Argument von Seiten des Wasserburger Bürgermeisters, der bei den unterhalb der B304 verlaufenden Wasserleitungen, die einhergehen mit den Planungen zur Beseitigung des Bahnübergangs, ein Hindernis sieht, zähle für die IG-Mitglieder nicht. 

2,3 Millionen Kubikmeter aus Edlinger Delta - Rest aus Wasserburg?  

Deshalb fordert die IG mithilfe der Petition, dass die genehmigte Entnahmemenge sich bis 2024 lediglich auf die jetzt von der Firma benötigten 2,3 Millionen Kubikmeter Wasser belaufen. Dafür müsse die Stadt Wasserburg die Molkerei ab diesem Zeitpunkt mit 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser versorgen. 

"Der größte Teil dieser Wassermenge wird von der Stadt bereits gefördert aber nicht verwendet, da Wasserburg das Grundwasser mithilfe eines artesischen Brunnens fördert. Solche Brunnen dürfen nicht gedrosselt werden und somit wird derzeit das überschüssige Wasser in den Schwarzmoosbach abgeleitet. Durch die Versorgung der Firma Meggle würde das Wasser nun über die Firma in den Inn abgeleitet werden", lautet die Argumentation der IG. 

Laut Rechnung der Interessengemeinschaft solle ab dem Jahr 2024 die genehmigte Entnahmemenge der Firma Meggle um jene Menge, welche dann die Stadt Wasserburg liefere, gekürzt werden. In einem regelmäßigen Abstand - zum Beispiel alle fünf Jahre - soll dann hinsichtlich der geplanten Wassereinsparungen seitens der Molkerei gesenkt werden.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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