Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Zufall rettete vor dem Tod

+

Chieming - Nachdem ihr Boot gekenter war, mussten sechs Personen über Nacht im Chiemsee ausharren. Nur durch Zufall wurden sie entdeckt.

Die Wasserwachten Chieming und Seebruck konnten in den frühen Morgenstunden des Sonntags sechs stark unterkühlte Personen aus dem Chiemsee retten.


Die 20 bis 25-Jährigen brachen am Vortag zu einem Segelturn auf und wurden auf dem Nachhauseweg von Übersee nach Gollenshausen um 23 Uhr von einem starken Unwetter überrascht. Ihr Kajütboot kenterte und die Segler versuchten vergeblich, das Boot wieder aufzustellen. Da die mitgeführten Handys beim Kentern verloren gingen oder durch das Wasser unbrauchbar wurden, konnten sie keinen Notruf absetzen und mussten die Nacht im See verbringen. Zum Glück haben sie sich dazu entschieden, gemeinsam beim Boot zu verbleiben und auf Rettung zu warten, anstatt sich ans entlegene Ufer retten zu wollen.

Die sechs Personen verharrten insgesamt rund sieben Stunden im kühlen Wasser. Die Segler zogen sich während dieser Zeit zum Teil sehr starke Unterkühlungen zu. Außerdem trug keiner von ihnen eine Rettungsweste und alle Auftriebsmittel befanden sich in der Kabine des gekenterten Bootes und konnten so nicht mehr erreicht werden.


Dank des Hinweises eines Vogelbeobachters, der die Bootsbesatzung mit seinem Fernglas gesichtet hatte, konnte die Wasserwacht Chieming mit Unterstützung der Wasserwacht Seebruck die Personen aus der lebensbedrohlichen Lage retten. Die Segler wurden von Rettungsbooten beider Ortgruppen aufgenommen und zur Rettungsstation der Wasserwacht Chieming gebracht. Dort wurden alle Patienten an dem Landrettungsdienst übergeben, einer von ihnen wurde aufgrund seiner bedrohlich niedrigen Körpertemperatur von 29 Grad vom Rettungshubschrauber Christoph 14 ins Klinikum Traunstein geflogen, wo er den Tag auf der Intensivstation verbringen musste.

Dank der aufmerksamen Augen des Vogelbeobachters und der Arbeit der Wasserwachten Chieming und Seebruck konnte Schlimmeres verhindert werden. Laut Aussagen der Polizei sind alle Patienten mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

Die Wasserwacht Chieming rät generell davon ab, bei Abenddämmerung zu längeren Segeltrips aufzubrechen. Herannahende Unwetter sind in der Nacht schlechter zu erkennen und die Orientierung auf dem See gestaltet sich bei Dunkelheit deutlich schwieriger als bei Tageslicht.

Pressemitteilung Wasserwacht Chieming

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare