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Bundestagswahl 2021 – Wahlkreis Rosenheim (222)

Die Direktkandidaten im großen OVB-Check: Pankraz Schaberl (SPD)

Bundestagswahl 2021: Pankraz Schaberl tritt für die SPD als Direktkandidat im Wahlkreis Rosenheim an.
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Bundestagswahl 2021: Pankraz Schaberl tritt für die SPD als Direktkandidat im Wahlkreis Rosenheim an.

Am 26. September ist Bundestagswahl. Im Wahlkreis Rosenheim treten zwölf Kandidaten für das Direktmandat an. Hier stellen sie sich den Menschen in der Region vor, nehmen zu aktuellen politischen Themen Stellung und beantworten persönliche Fragen. An dieser Stelle: Pankraz Schaberl (SPD).

Hinweis in eigener Sache: Unsere Redaktion hat allen Kandidaten die gleichen Fragen gesendet. Wir haben es den Kandidaten überlassen, auf welche Fragen sie wie ausführlich antworten. Wir veröffentlichen die Antworten ungekürzt. Sprache und Inhalt liegen ausschließlich in Verantwortung der Kandidaten. Die Redaktion macht sich keine der Aussagen zu eigen.

Steckbrief Pankraz Schaberl

  • Partei: SPD
  • Alter: 34 Jahre
  • Wohnort: Feldkirchen-Westerham
  • Beruf: Geschäftsführer
  • Familienstand: in Lebenspartnerschaft
  • Hobbys: Theater, Oper, Konzerte.

Zum Bundestagswahl-Spezial und allen weiteren Kandidaten:

> auf ovb-online.de

> auf rosenheim24.de

> auf wasserburg24.de

> auf mangfall24.de

Pankraz Schaberl: Zusammen mit fünf Geschwistern bin ich auf dem elterlichen Bio-Bauernhof aufgewachsen, habe nach meiner Ausbildung zum Hotelfachmann und einigen Berufsjahren in der Gastronomie mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg abgelegt und bin jetzt seit fünf Jahren Geschäftsleiter eines Trachtengeschäftes in Bad Tölz. Seit 13 Jahren lebe ich mit meinem Mann in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, seit zwei Jahren wieder in meiner Heimatgemeinde Feldkirchen-Westerham, in der ich im SPD-Ortsverein und als Gemeinderat aktiv bin.

Schon immer bin ich sozial engagiert: als Klassensprecher und Schulsprecher, in Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, als Stipendiat der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, als Verdi-Mitglied und im Verein „InFa – Internationale Familienhilfe“. Da liegt es auf der Hand, dass ich auch seit 2013 SPD-Mitglied bin und dort versuche mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Dies sehe ich auch als Dienstleistung für die Bürgerinnen und Bürger in meiner Heimatregion.

Darüber hinaus bin ich ein leidenschaftlicher „Kulturgänger“. Ich gehe nicht nur gerne ins Theater, sondern spiele selbst mit, ich gehe zu Kunstausstellungen, besuche die Oper und Konzerte, gehe in Museen und bin geschichtlich interessiert.

So komme ich zur Kernaussage meiner Politik: Die Politik muss mit den Menschen gestalten und in allem was sie tut, das Leben der Bürger ein Stückerl besser machen. Mir liegt eine gesunde und lebenswerte Region für alle am Herzen und nicht nur für die, die eh schon finanziell mehr als abgesichert sind. Ich stehe für eine solidarische Zukunft in einem guten Miteinander.“

Thema Corona

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Mit welchen Szenarien und Folgen rechnen Sie Ende 2021 und 2022? Wie sieht Ihre Corona-Strategie aus?
  • Wie hat Corona Ihr Denken und Handeln verändert? Warum spaltet Corona die Gesellschaft?

Rücksicht ist die beste Strategie

Ich rechne Ende 2021 mit einem großen Impffortschritt und damit einhergehend mit einer differenzierten Betrachtung bezüglich Inzidenzwert und Hospitalisierungsrate. Die vulnerabelsten Bevölkerungsschichten werden ausreichend geschützt sein und das öffentliche Leben kann weitestgehend wieder stattfinden. Corona wird uns aber dennoch begleiten, wir werden sicher noch länger Vorsichtsmaßnahmen haben und auch eine Nachimpfung könnte durchaus zum Standard gehören.

Meine Strategie, und das sehe ich in der Vernunft der Mehrheit unserer Bevölkerung ebenso, ist in einer Gesellschaft gegenseitige Rücksichtnahme zu üben. Corona hat uns gezeigt, wie verletzlich wir sein können, wie schnell uns Freunde und Familie fehlen oder wir sie gar verlieren – und auch, wie sehr wir unsere Arbeit und den sozialen Kontakt brauchen. Corona selbst spaltet nicht die Gesellschaft, Corona tötet!

Thema Klimawandel

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Der Klimawandel bedroht Mensch und Natur. Was ist zu tun? In der Welt, in Brüssel, in Berlin und München?
  • Aber auch in der Region, vor der Haustür oder im eigenen Haushalt?

Jetzt in Bayern den Ökoturbo einlegen

Das Wichtigste ist, sich vor Augen zu führen und ehrlich zu bekennen, dass der Klimawandel in vollem Gange ist und wir keine Zeit mehr haben. Über Maßnahmen, die längst beschlossen und in der Durchführung sein müssten, wird noch immer diskutiert, dabei können wir den Klimawandel nur noch bremsen, nicht verhindern. Wir sprechen also davon, dass wir lediglich so gegensteuern können, dass wir weiterhin auf diesem Planeten leben können.

Jeder von uns muss bei sich im Kleinen anfangen: bedarfsgerecht konsumieren, weniger wegwerfen, recyceln, Strom und Wasser spare Das sind alles die kleinen Dinge, die wir sofort in Angriff nehmen können. Wohnraum energieeffizient sanieren, Abkehr von sämtlichen fossilen Energieträgern, Erzeugung von Sonnenenergie auf jedem Dach – dafür brauchen wir Unterstützung, weil es nicht allen gleich leicht fällt.

In München muss der Fuß endlich runter vom Bremspedal und der Ökoturbo für Bayern eingelegt werden. Wir brauchen Windenergie, jetzt! Wir brauchen leistungsstarke Stromnetze, Speicherkapazitäten und ein tüchtiges Ladenetz. Wir brauchen einen verlässlichen, barrierefreien und leistbaren ÖPNV.

Die Einhaltung der Pariser Klimaziele muss national und international oberste Priorität haben. Klimaauswirkungen müssen grundsätzlich in all unseren Denk- und Entscheidungsstrukturen verankert sein. Entwicklungs- und Schwellenländer brauchen in der ökologischen Umwandlung starke Hilfen der Industrienationen.

Thema Brenner-Nordzulauf

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Wie stehen Sie zur violetten Trasse und zum Neubau von zwei zusätzlichen Gleisen?
  • Können Sie den Widerstand betroffener Kommunen und Bürger nachvollziehen?
  • Welchen Einfluss wollen Sie persönlich geltend machen?

Unnötiges CSU-Prestigeprojekt

Die bestehende Bahnstrecke durchs Inntal hat eine momentane Kapazität von 320 Zugpaaren pro Tag und ist lediglich mit 160 Zugpaaren belegt (vor Corona, März 2019 bis März 2020); davon 80 Güterzüge, 40 Personenzüge im Nahverkehr und 40 Personenzüge im Fernverkehr.

Das heißt, die bestehende Strecke schaffte jetzt bereits die doppelte Kapazität! Ein Eingriff wie geplant und die enormen Folgeschäden sind nicht zu rechtfertigen und gesetzeswidrig!

Es ist von keinem Bevölkerungsboom bei uns auszugehen, und auch der Warenverkehr bei zunehmenden Tendenzen zur Regionalität wird nicht weiter ansteigen. Wir könnten bereits jetzt den Lkw-Verkehr auf die Schiene leiten und auch die Menschen im Fernverkehr in Züge setzen.

Somit reicht, mit dem Ausbau zu maximalem Lärm- und Erschütterungsschutz für die Anwohner*innen und bei Optimierung der Anschlüsse zum Nahverkehr und zur Barrierefreiheit, die Modernisierung der Bestandsstrecke auch zukünftig völlig aus.

Schiene ist Zukunft, aber dieses Projekt ist ein reines Prestigeobjekt des CSU-geführten Verkehrsministeriums. Und wer es verhindern will, der muss so wählen, dass das Verkehrsministerium nicht mehr an die CSU geht. Zwei Röhren brauchen keine vier Zuggleise. Das Geld wäre wesentlich besser in einen verbesserten ÖPNV und ein modernes Verkehrskonzept für den Rosenheimer Bahnhof und unsere Region investiert. Dies erwarte ich mir von einer ehrlichen und starken Stimme im Bundestag für unsere Region. Davon habe ich bisher aber nicht viel mitbekommen.

Thema Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Unsere Frage an Pankraz Schaberl:

  • Welche Schwerpunkte setzen Sie zur Sicherung der Arbeitsplätze und der heimischen Wirtschaft?

Duales Ausbildungssystem stärken

Die regionale Wirtschaft und damit einhergehend sichere, attraktive und wohnortnahe Arbeitsplätze müssen gesichert werden. Schwerpunkte sind für mich der Umgang mit den Mitarbeitenden, sichere Arbeitsplätze, die gut bezahlt werden, Sicherheit fürs Alter geben und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Dabei sind in unserer Region die Ausbildungsbetriebe von enormer Wichtigkeit. Das duale Ausbildungssystem möchte ich stärken und sowohl für Auszubildende als auch Ausbildende faire Verhältnisse garantieren.

Thema Demokratie und Stabilität

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Sind die Menschen wirklich demokratiemüde und empfänglich für neuen Extremismus und Populismus?
  • Wie steht es um Stabilität, Toleranz und Konsensfähigkeit im Land?

Demokratie – die DNA der SPD

Der Kampf gegen rechts, gegen Hetze, Hass und Gewalt sowie der Kampf gegen die Angriffe auf unsere Demokratie sind Bestandteil der sozialdemokratischen DNA! Diesen Kampf nehme ich vollumfänglich auf für Vielfalt statt Einfalt. Die wenigen Intoleranten in unserem Land sind zu laut und bekommen zu wenig Gegenwind. Wir leben noch immer in einer stabilen Demokratie. Unsere Geschichte hat uns geprägt und diese Verantwortung werden wir weiter verteidigen. Unsere Werte einer freien demokratischen Grundordnung gilt es auch auf europäischer Ebene zu verteidigen und bei Verstößen konsequent zu handeln.

Thema Wohnraum und Mieten

Unsere Frage an Pankraz Schaberl:

  • Zur Lebensqualität gehört Wohnen. Speziell im Raum Rosenheim wird Wohnraum immer knapper, das Wohnen immer teurer. Wie kann man diese Entwicklung stoppen?

Wohnraum ist ein Menschenrecht

Wohnraum darf nicht nur ein Gut sein, mit dem einige Wenige spekulieren können. Wohnraum muss allgemein zugänglich sein. Es ist ein Menschenrecht zu wohnen, und auch unsere Bayerische Verfassung beschreibt ein Recht auf angemessenes Wohnen. Dabei muss Wohnen aber zukünftig neu gedacht werden: weniger Raum für das einzelne Individuum und mehr für Gemeinschaftsflächen wie Obst- und Gemüsegarten, einen Wohnanger und Spielplatz. Wir brauchen E-Sharing und eine zentrale Vernetzung. Zusätzlich muss von innen nach außen entwickelt werden, um wertvolle Flächen am Ortsrand, trotz Bedarfs an Wohnraum, zu schützen. Kommunen brauchen weitere wirkungsvolle Handhabe für Wohnraumentwicklung in Gemeindehand und zusätzlich muss auch an urbane Gebiete mit Gewerbe- und Wohnnutzung gedacht werden. Genossenschaftliches Wohnen und Erbpachtmodelle müssen in unserer Region gestärkt werden, um die Preisspirale bei den Bodenpreisen, und somit auch den Mieten, endlich zu brechen. Die Menschen brauchen stabile und leistbare Mieten und langfristige Mietsicherheit. Dafür setze ich mich ein.

Thema Familie

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Gesellschaft wird immer älter – auch im Zuzugsraum Rosenheim. Was kann die Politik leisten, damit wieder mehr junge Menschen eine Familie gründen?
  • Wie wollen Sie zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen?

Das Wohl des Kindes zählt

Die unterschiedlichen Modelle einer Lebensführung sollten nicht gegeneinander aufgewogen werden. Familien sollen selbstständig entscheiden können, ob sie einen Weg mit Kindern oder ohne gehen. Auch sollte es eine freie Entscheidung sein, egal ob für Mütter oder Väter, ob als Paar oder alleinerziehend, ob die Kinder länger zuhause erzogen oder schon früher in eine Pflegeeinrichtung gegeben werden.

Der finanzielle Aspekt darf hierbei nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Im Mittelpunkt muss immer das Wohl des Kindes stehen. Dabei ist auch nicht das Geschlecht der Eltern ausschlaggebend, sondern deren Liebe!

Die berufliche Flexibilität gehört hierbei auch zur Familienplanung. Die SPD möchte deshalb ein Vier-Säulen-Modell für mehr Familienzeit einführen. Die Kindergrundsicherung setzt in zentralen Bereichen der gerechten Teilhabe und Bildung für alle Kinder an. Wir wollen das Mitspracherecht von Jugendlichen stärken und setzen auf den Aufbau von Jugendparlamenten und die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre.

Thema Rente

Unsere Fragen an Pankraz Schaberl:

  • Die Alterspyramide in Deutschland bedroht die Stabilität und die Höhe der Rente. An welchen Stellschrauben muss die Politik drehen, damit zunehmende Altersarmut und eine Überlastung der Beitragszahler vermieden werden?
  • Wie kann der Staat für Generationengerechtigkeit sorgen?

Auch Beamte einbeziehen

Grundvoraussetzung für Respekt und Wertschätzung im Alter bleibt die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem solidarischen System der Finanzierung. Die SPD kämpft hier stark für ein dauerhaftes Rentenniveau von mindestens 48 Prozent. Zudem setzen wir uns vehement für die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung ein. Wer ein Leben lang arbeitet – und dazu zählen natürlich auch Kindererziehung, Weiterbildungen und die Pflege von Angehörigen – und einen geringen Lohn bezieht, der darf im Alter nicht noch zusätzlich bestraft werden. Der stetig steigende Mindestlohn ist hier auch ein kleiner Schritt zur Besserung. Es ist an der Zeit, endlich auch die Beamt*innen, Mandatsträger*innen, die Selbstständigen und Freiberufler in das solidarische System der Rentenversicherung einzubeziehen, damit die Sondersysteme überwunden werden.

Welches Thema liegt Pankraz Schaberl besonders am Herzen?

Von Corona über Klimawandel bis zum Schutz der Demokratie: In unserem Kandidatencheck haben wir die zwölf Bewerber für den Bundestag im Wahlkreis Rosenheim mit vielen Fragen konfrontiert. Das letzte Wort haben die Kandidaten selbst – mit einem Thema ihrer Wahl, das ihnen besonders am Herzen liegt.

Mehr Mobilität für die Region

Mobilität ist für die Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim und für die Entwicklung in unserer Region ein überaus wichtiges Thema. Wir brauchen in Flächengemeinden wie Feldkirchen-Westerham und Aschau ebenso eine starke innerörtliche Vernetzung ähnlich in kompakten Städten wie Kolbermoor und Rosenheim. Dabei gilt es nicht weitere Geisterbusse zu koordinieren, es müssen sinnvolle Verbindungen zu Schnittstellen wie Bahnhöfen, Busanschlüssen, Versorgungszentren und Kultur- und Bildungseinrichtungen sein.

Die Menschen, ob jung oder alt, müssen abgeholt und zu den „Points of Interests“ gebracht werden. Die Vereinheitlichung des Tarifsystems mit einfacher Bedienung und leistbaren Preisen ist hierfür ebenfalls eine Grundvoraussetzung wie barrierefreie Haltestellen und Fahrzeuge. Zudem ist bei Wohnplanungen auch auf dem Land auf E-Carsharing und E-Bikesharing zu setzen, um dauerhaft den Individualverkehr und den enormen Platzbedarf an Parkplätzen zu begrenzen und die Menschen in ländlichen Regionen trotzdem nicht abzuhängen.

Kurz-Interview mit Pankraz Schaberl

Ein Motto, ein Satz oder ein Zitat, das sich Ihnen besonders eingeprägt hat?

Pankraz Schaberl: „In der Krise beweist sich der Charakter.“ (Helmut Schmidt)

Sie steigen in eine Zeitmaschine. Welches Ereignis der Geschichte würden Sie gerne miterleben und warum?

Schaberl: Ich würde gerne der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags beiwohnen. Jahrhunderte führte die Verfeindung Frankreichs und des Deutschen Reiches zu Krieg, Leid und Elend in Europa und auf der Welt. Die Freundschaft unserer beiden Länder garantiert seither Frieden und Sicherheit.

Ihr Lieblingsplatz in der Region? Warum?

Schaberl: Sehr schwer, aber wenn ich aus den vielen Plätzen einen auswählen muss, dann nehme ich den „Kaiserblick“ in Westerham. Dieser Ort gibt mir Kraft und erinnert mich an meinen Opa.

In welchem Film hätten Sie gerne in welcher Rolle mitgespielt?

Schaberl: Bruno Ganz spielt in „Pane e tulipani“ (Brot und Tulpen). Fernando Girasole und weckt in aller Tristesse die Liebe zur Liebe und zu Venedig.

Wie bekommen Sie Politik und/oder Beruf/Familie unter einen Hut?

Schaberl: Fest in meiner Familie verwurzelt zu sein, gibt mir viel Kraft und immer wieder Mut und Ausdauer. Es ist in vielen Aspekten nicht die Quantität, sondern die Qualität, wie Zeit miteinander verbracht wird, und da genießen wir jede Sekunde. Das politische Ehrenamt im Gemeinderat und das Engagement darüber hinaus im Wahlkampf braucht viel Organisation, aber auch Verständnis der Kolleg*innen und natürlich auch der Chefs, wofür ich sehr dankbar bin.

Ihr politisches Vorbild? Warum?

Schaberl: Willy Brandt und Helmut Schmidt sind zwei Politiker mit Biografien und Charakterstärke – und jeder läutete eine neue Ära ein.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten drei Dinge beschließen – und alle Staaten dieser Welt müssten sich daran halten. Was würden Sie tun?

Schaberl: 1. Kinderarbeit beenden; 2. Keine Waffen mehr benutzen; 3. Die Rodung der Urwälder beenden.

Wen ertragen Sie nur mit Humor?

Schaberl: Die Diktatoren dieser Welt und in Europa ertrage ich kaum, noch nicht einmal mit Humor.

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