Eine kleine Anerkennung vom Staat

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Rosenheim - 104 Lehrerinnen und Lehrer werden ab dem 1. Januar 2011 mehr Geld erhalten. Landrat Josef Neiderhell und Rosenheims zweiter Bürgermeister Anton Heindl überreichten ihnen die Beförderungsurkunden.

Im großen Sitzungssaal des Landratsamtes sagte Neiderhell, selbst ausgebildeter Lehrer, er freue sich wirklich, die Urkunden überreichen zu dürfen. Er erinnerte daran, dass schon 1971 der damalige Bayerische Kultusminister eine höhere Besoldung zusagte. Man werde schon nachdenklich, wenn es 40 Jahre bis zur Umsetzung brauche, meinte der Landrat. Ähnlich äußerte sich auch die Personalratsvorsitzende Beate Irle: Schon in ihren Lehrerseminaren Ende der 1970er Jahre sei eine höhere Besoldung versprochen worden. Der Leiter der Staatlichen Schulämter im Landkreis und in der Stadt Rosenheim Wolfgang Tauber sagte in Anlehnung des berühmten Zitats von Neil Armstrong bei der ersten Mondlandung: Die Beförderung sei ein kleiner Schritt für den einzelnen Lehrer, aber ein Riesenschritt für die Volksschullehrer.


Tatsächlich konnten im vergangenen Jahr erstmals nach rund vier Jahrzehnten Volksschullehrer befördert werden, ohne dabei eine neue Funktion zu übernehmen. Für Tauber ist damit der Einstieg in ein dauerhaft angelegtes System von leistungsbezogenen Beförderungen im Bereich der Volksschulen gemacht. Der Schulamtsdirektor lobte die Lehrerinnen und Lehrer: Sie hätten überzeugt im Unterricht, in der Erziehung der Schülerinnen und Schüler und durch ihre Beiträge zum Schulleben.

Bayernweit standen rund 5000 Stellen für Beförderungen zur Verfügung.

Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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