Von alter Kaserne zum "Leuchtturm der Region"

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Brannenburg - Daniela Ludwig hat mit Staatssekretär Scheuer die Karfreitkaserne besucht und sich ein Bild zum Projektvorhaben gemacht: Das Bauwerk soll zum Blickfang werden.

Noch stehen die Gebäude gespenstisch leer, die Häuser haben Risse, und auf den Straßen und Wegen wuchert Unkraut. Doch Staatssekretär Andreas Scheuer und die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig sind sich sicher: „Dieses Projekt wird ein Leuchtturm in der Region!“ Die Rede ist von der Kaserne Brannenburg, aus der künftig ein vorbildlicher, lebendiger und schöner neuer Ortsteil der Gemeinde werden soll. Zusammen mit Bürgermeister Mathias Lederer, Investor Wolfang Endler und Vertretern aus Politik und Wirtschaft informierten sich die beiden Parlamentarier über den Stand der Planungen in der ehemaligen Karfreitkaserne.

Als Staatssekretär im Bundeswohnungsbauministerium ist Scheuer auch für die Städteförderung zuständig. Bürgermeister Mathias Lederer bedankte sich zunächst für die geflossenen Zuschüsse, um die Weichen für die Entwicklung seiner Gemeinde zu stellen. Rund 500.000 Euro gab es aus dem Fördertopf „Städtebauförderung‘“, noch einmal so viel kam aus der Förderrichtlinie „Stadtumbau West.“ Die Gemeinde finanzierte damit nicht nur Untersuchungen und Planungen für die Bebauung oder den Sportplatz auf dem Kasernengelände, sondern auch die Entwicklung des Rathausumfeldes.

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„Fünf Hektar Fläche in der Karfreitkaserne hat die Gemeinde gekauft, 15 Hektar der Privatinvestor“, so Lederer. Gut 850 neue Bürger sollen hier einmal wohnen und arbeiten können. Investor Wolfgang Endler von Timezone will Mehrgenerationenwohnungen bauen. 55 Einfamilienhäuser und 250 Wohnungen sollen entstehen, dazu eine Art „Kontaktzentrum“, in dem sich die Bürger treffen.

Außerdem wird es ein Kinderhaus geben, ein Bettenhaus mit Pflegestationen und ambulanter Pflege sowie ein kleines Hotel, um den Tourismus in Brannenburg voranzutreiben. „Das ist alles vorbildlich“, lobte Scheuer: „Die Konversion ist für viele Gemeinden eine große Herausforderung, und Sie sind schon sehr weit in Brannenburg. Der Standort ist interessant, der ökologische, demografische und touristische Ansatz ist ausgezeichnet. “ Exzellent sei diese Herausforderung auch in Passau gelungen, so der Staatssekretär. Er lud deshalb Fraktionskollegin Daniela Ludwig, Bürgermeister Mathias Lederer und Investor Wolfgang Endler zu einem Informationsaustausch nach Passau ein.

Besichtigung der Kaserne Brannenburg

Bei einer anschließenden Diskussion beim Schlosswirt verwiesen Scheuer und Ludwig auf die gut funktionierenden Programme des Bundes zur Städtebauförderung. Scheuer präsentierte eine druckfrische Handreichung für Kommunen und Investoren. Rund 455 Millionen Euro Förderung habe der Bund fest geschrieben.

Daniela Ludwig berichtete vom erfolgreichen Programm „Kleine Städte und Gemeinden“. „Das hat sehr großen Zuspruch erhalten. Hier hat sich gezeigt, dass ein CSU-Wohnungsbauminister von Vorteil ist. Er kennt die Notwendigkeiten im ländlichen Raum.“ Rund 80 Millionen an Zuschüssen stehen in diesem Programm bereit. Interessant ist für Kommunen und Privatinvestoren das Förderprogramm „Energetisches Sanieren im Quartier.“ Mit diesem Programm gibt es günstige Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Es gilt auch für Ersatzbauten.

Daniela Ludwig appellierte an die Gemeinden, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich beispielsweise bei der Ausweisung von Gewerbegebieten zusammenzuschließen. „Wir fördern auch Kooperationen zwischen den Gemeinden, nicht nur bei Gewerbegebieten, sondern beispielsweise auch beim Thema Bauhof.“

Weitere Themen bei der lebhaften Diskussion waren die Forderung der CSU nach einer Vignette, der Schilderwald auf Autobahnen, die Baurechtsnovelle und die Landwirtschaft und der Ausbau der Fernstraßen. Grund genug bei dieser Bandbreite von Themen für Andreas Scheuer, sein Ministerium kurz umzuwidmen. „Unser Ministerium ist ein Lebensministerium“, so Scheuer. „Denn 82 Millionen Menschen bauen, fahren oder wohnen oder machen alles zusammen. Und all diese Themen sind im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammengefasst.“

Pressemittelung CSU

Quelle: rosenheim24.de

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